Schon der Anblick eines kranken Menschen reicht, um eine Reaktion des Immunsystems auszulösen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die kürzlich im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht wurde. Mit Hilfe virtueller Realität bekamen hierzu die Studienteilnehmer Gesichter von Menschen mit deutlichen Anzeichen einer Infektion präsentiert. Das genügte, um im Blut der Testpersonen eine erhöhte Aktivität von Abwehrzellen nachzuweisen – abhängig zudem von der Nähe des gezeigten Bildes.
Unser Immunsystem reagiert demnach nicht nur auf Bedrohungen, die sich bereits im Körper befinden, sondern agiert antizipativ. Ein Grund dafür sind die Spiegelneuronen – die beim Anblick des Gegenübers Vorgänge mit denselben Mustern starten.
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