Der Vagus-Weg

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Probiotikum gegen Alzheimer oder Depressionen

Artikelnummer: rz-261-04 Kategorien: ,

Weil ein Milchsäurebakterium aus der Familie der Lactobacillaceae einen zu niedrigen Nervenwachstumsfaktor namens BDNF im menschlichen Hirn anhebt, kann er neurodegenerative Erkrankungen lindern helfen. Alzheimer, Depressionen, Multiple Sklerose, Schlafstörungen oder Ängste – sie alle können durch das Bakterium „Pediococcus acidilactici“ verbessert werden. Plus: Was ist dran an dem Vorwurf, ein erhöhter BDNF befördere Tumorwachstum?

Es gibt eine Art körpereigenen „Dünger“ für das Gehirn, der das Überleben von Neuronen sichert und zugleich die Hirnplastizität fördert: den sogenannten BDNF oder „Brain-derived Neurotrophic Factor“ (deutsch: zerebraler neurotropher Faktor). Dieser zentrale Wachstumsfaktor – ein Protein – ist von enormer Bedeutung für Gehirn und Nervensystem. So schützt das Eiweiß Nervenzellen und beschleunigt zudem den Aufbau von Serotonin. Ein Zuwenig dieser Substanz wiederum begünstigt zahlreiche Störungen. Angefangen von einer schlechteren kognitiven Leistung, generellem Konzentrationsabfall oder Depressionen bis hin zu einer höheren Neigung zu Epilepsie oder auch einem kleineren Hirnvolumen (Hippocampus), da kaum mehr neue Neuronen gebildet werden. Generell bringt man deshalb einen Mangel an BDNF mit folgenden Krankheiten in Verbindung: Depressionen, Schlaf- und Angststörungen, ADHS, Epilepsie, Vergesslichkeit, Lernschwierigkeiten, Übergewicht, Essstörungen, Autismus, Schizophrenie, Zwangsstörungen, Alzheimer, Multiple Sklerose oder Parkinson.

Was BDNF senkt

Was befördert nun einen BDNF-Mangel? Ganz generell können das genetische Ursachen oder ein höheres Lebensalter sein. Ebenso kommt eine Vernachlässigung im Kindesalter, soziale Isolation oder auch eine eintönige, unterfordernde Umgebung in Frage. Bei Ratten entdeckte man beispielsweise, dass Vernachlässigung im frühen Alter zu einer epigenetischen Veränderung des BDNF-Gens führt und diese Ratten ihren Nachwuchs später ebenfalls vernachlässigen. Auch bei Forschungsmitarbeitern, die sich länger in der Antarktis aufhielten, zeigte sich dieses Phänomen.
Aber auch ein Zuviel an Zucker und Alkohol mindert den Nervenwachstumsfaktor genauso wie chronischer Stress. Während BDNF bei Stress zunächst ansteigt und als Zeichen für eine gesunde Stressadaption seinen schützenden Effekt auf das Nervensystem ausübt, fällt es bei Dauerstress ab. Ein niedriger Wert wiederum erschwert die mentale Verarbeitung der Belastung. Kein Wunder also, dass es etwa bei einem Burn-out zu einer depressiven Grundstimmung kommt. Ein niedriger BDNF verursacht grundsätzlich also eine schlechtere Stressverarbeitung und Resilienz.

Was BDNF erhöht

Die Frage ist nun, …

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