Wenn die Tage am längsten sind, steht das Johanniskraut (Hypericum perforatum) in voller Blüte – besonders rund um den Johannistag am 24. Juni. Die leuchtend gelben Blüten mit ihren scheinbar „durchlöcherten“ Blättern verraten eine Pflanze, die seit Jahrhunderten geschätzt wird.
Richtig ernten
Geerntet werden die oberen, blühenden Triebspitzen an sonnigen, trockenen Tagen. Zerreibt man die Blüten, tritt ein rötlicher Farbstoff aus – ein Hinweis auf Inhaltsstoffe wie Hypericin.
Heilwirkung verstehen
In der Phytotherapie wird Johanniskraut vor allem bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. Klassisch ist die Verarbeitung zu Rotöl: Frische Blüten werden in Öl eingelegt und mehrere Wochen dem Licht ausgesetzt, bis sich eine tiefrote Färbung entwickelt. Auch als Tee findet die Pflanze Verwendung.
Geschützt lagern
Wichtig für die Lagerung ist Schutz vor Licht und Luft, da die Wirkstoffe empfindlich sind. Zu beachten sind mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut.
