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Viele Symptome wie beispielsweise Immunschwäche und hohe Infektionsanfälligkeit, Probleme mit der Schilddrüse oder Verdauungsbeschwerden nehmen seit einigen Jahren immer mehr zu. Wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass die Ursache hierfür mit dem Absinken der durchschnittlichen Körpertemperatur zusammenhängen könnte. Denn eine anhaltende Untertemperatur hat auf lange Sicht verheerende Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Um die Körpertemperatur wieder anzuheben, hat Christian Dittrich-Opitz die tibetische Tummo-Methode weiterentwickelt. Diese spezielle Atemtechnik hilft dabei, das innere Feuer im Menschen wieder zu entfachen – für ein anhaltendes Wohlbefinden von Körper und Geist.
Die tibetische Tummo-Methode des inneren Feuers
Im 19. Jahrhundert führte der deutsche Physiologe Carl Wunderlich über eine Million Messungen der menschlichen Körpertemperatur durch und kam zu dem Schluss, dass ein gesunder Körper 37 Grad Betriebstemperatur aufweist.1 In den 1990er-Jahren wurde dieser Wert bereits von mehreren Universitäten korrigiert, denn nun ergaben Messungen einen Durchschnittswert von 36,8 Grad. Es wurde zunächst vermutet, dass Wunderlich einfach nicht ganz genau gemessen hatte. In den 2000er-Jahren wurden dann zunehmend 36,6 Grad und noch tiefere Temperaturen bei scheinbar gesunden Menschen gemessen. Inzwischen erlebe ich es immer wieder, dass bei 20 Temperaturmessungen bei einer Person ein Durchschnittswert von 36,1 bis 36,4 Grad herauskommt. In Japan haben Prof. Hiromi Shinya und Dr. Ishihara Yumi durch Auswertungen zahlreicher Messungen einen Abfall der durchschnittlichen Körpertemperatur der Japaner um 0,5 Grad in den letzten 50 Jahren festgestellt.2
Inzwischen wird manchmal sogar eine Körpertemperatur von 37 Grad als leichtes Fieber eingeordnet. Doch der Abfall der Körpertemperatur der Menschen ist eine die Gesundheit zutiefst erodierende Entwicklung und der neue Normalzustand von 36,5 Grad ist alles andere als natürlich.
Das Immunsystem und die Körpertemperatur
Unser Immunsystem umfasst vier miteinander agierende Ebenen:
1. Das unspezifische Immunsystem besteht aus Barrieren wie den Schleimhäuten, Flimmerhärchen, Nebenhöhlen sowie unspezifischen Substanzen wie Stickoxid oder Lactoperoxid, die potenziell schädliche Mikroben neutralisieren.
2. Das Humorale Immunsystem, das in den Körperflüssigkeiten durch B-Zellen, Makrophagen, B-Helferzellen, NK-Zellen und weiteren spezifisch arbeitenden Einheiten unterscheidet, ob Mikroben oder Moleküle eine Gefahr darstellen und entsprechende Immunantworten auf problematische Eindringlinge entwickelt.
3. Das zelluläre Immunsystem, das dann eingreift, wenn Zellen von Mikroben oder auch durch Entzündungen oder andere Prozesse so sehr geschädigt sind, dass sie eine Belastung für den Organismus darstellen. Im zellulären Immunsystem wirken T-Zellen, T-Helferzellen und viele weitere Zellarten.
4. Das probiotische Immunsystem, bestehend aus den vielen probiotischen Organismen, die unsere Mundhöhle, Nebenhöhlen, den Darmtrakt und andere Schleimhäute besiedeln. Probiotika können alleine viele potenziell schädliche Mikroben verdrängen und die Arbeit des humoralen und des zellulären Immunsystems unterstützen und besser koordinieren.
Alle vier Ebenen des Immunsystems funktionieren nur bei einer optimalen Körpertemperatur von 36,8 bis 37,0 Grad richtig gut. Im unspezifischen Immunsystem wird die nächtliche Produktion von Stickoxid bei Untertemperatur reduziert. Das bekannte Phänomen „sich gesund schlafen“, das zum großen Teil darauf beruht, dass in der ersten Schlafphase Stickoxid ausgeschüttet wird, welches Krankheitserreger kraftvoll eliminiert, ist bei Menschen mit Untertemperatur deutlich eingeschränkt. Die vielen koordinierten Abläufe des humoralen und des zellulären Immunsystems geraten bei Untertemperatur leicht durcheinander, sodass Immunfunktionen Erreger nicht richtig erkennen und gleichzeitig leichter den eigenen Körper angreifen, sodass der Mensch anfälliger für Infektionen und Autoimmunkrankheiten wird. Auch die Probiotika sind abhängig von einer guten Betriebstemperatur und erneuern sich deutlich langsamer bei Untertemperatur. Die Wiederherstellung einer gesunden Körpertemperatur als Dauerzustand ist deshalb eine grundlegend wichtige Maßnahme für den Schutz vor Infektionen….
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