Ahnentherapie bei Colitis ulcerosa

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Drei Mal Haselnusseis für Aschenputtel

Artikelnummer: th-37-20 Kategorien: ,

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Jessicas Verdauungsprobleme waren zu Beginn der gemeinsamen Arbeit kaum zu erkennen. So wie vieles andere bei ihr, das quasi zwischen den Zeitebenen ins Verborgene gedrängt worden war. – Kim Fohlenstein gibt anhand eines berührenden Fallbeispiels einen eindrucksvollen Einblick in ihre Ahnenarbeit. Sie beschreibt, wie sie mithilfe der von ihr entwickelten Lebensfelder-Karten nach und nach immer mehr von Jessicas Geschichte aufdecken konnte. Und wie sie schließlich half, unbewältigte Erlebnisse verschiedener Generationen zu verdauen.

„Sag mal, bist du tot?“ „Nein – ich glaub nicht.“ „Kannst du dich bewegen?“ „Ich weiß es nicht genau.“ „O. K. – dann versuch mal deine Beine zu bewegen … geht das?“ „Nein – das geht nicht. Ich kann irgendwie nicht mal daran denken.“ „O. K. weiter. Wie ist es mit deinen Armen? Kannst du deine Arme bewegen?“ „Mmhh – ich weiß nicht … nein bewegen kann ich sie nicht, aber ich fühle sie. Das ist etwas anders als mit den Beinen.“ „Was ist mit deinem Kopf?“ Jessica nickt leicht mit dem Kopf und dreht ihn zu mir. „Was ist dir passiert?“ frage ich halb zu ihr und halb zu mir. „Warum kannst du dich nicht bewegen? Bist Du gelähmt oder betäubt?“ Wir finden keine Resonanz.

„O. K. – wir merken uns diesen Moment; er ist wichtig. Ich hole dich da jetzt erst mal raus. Wir müssen dennoch dringend heraus finden, warum du dich in diesem Feld nicht bewegen kannst. Alles klar?“ Sie greift nach meiner Hand, die ich ihr entgegengestreckt habe, um leichter aufzustehen.

Jessicas Alltag

Jessica tippt die letzten Zahlen in den Computer. Sie ist fertig für heute. Es ist 13:00 Uhr und sie hat jetzt Feierabend. Sie ist ungewohnt ruhig. Es sind wohl die Zahlen – sie liebt es, wenn sich Dinge sortieren und Rechnungen aufgehen. Seit drei Monaten arbeitet sie an zwei halben Tagen wieder in ihrem ursprünglichen Beruf der Buchhalterin.

Sie steigt in ihr kleines sauberes Auto und holt ihren Sohn von der Schule ab. Zuhause kocht sie ihm etwas zu essen. Er hat immer Hunger, wenn er aus der Schule kommt. Sie isst mittags nie etwas. Immer noch ist es ungewohnt ruhig in ihr. Heute ist Mittwoch. Normalerweise ist Mittwoch ein schrecklicher Tag. Nach dem Essen wird ihr Sohn von seinem Vater abgeholt und darf den Tag mit ihm verbringen. Sie traut ihm nicht. Sie hat sich von ihm scheiden lassen, weil er sich an ihrem Sohn sexuell vergriffen hat. Dennoch hat das Gericht einen Besuchstag pro Woche angeordnet. Ihre Versuche, diesen Besuchstermin zu verhindern, ließen sie vor dem Amt in einem schlechten Licht dastehen. Denn Sohn und Vater haben laut Gesetz ein Recht aufeinander. Mittwoch ist für sie ein schrecklicher Tag. Wenn sie Stress hat, kann sie nichts essen …

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