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Wir machen es unserem Darm, einem der Wunderwerke der Evolution, nicht immer leicht. Wir geben ihm zu wenig Ballaststoffe, dafür zu viel wirklichen Ballast für seine vielen Schlingen, Zotten und Falten. Er muss einiges an Hektik aushalten und einige Missachtungen seiner Ratschläge aus dem Bauchhirn. Da kann es schon mal vorkommen, dass diese wichtige Zentrale für Versorgung, Abwehr und Stimmung überfordert ist. Was können wir ihr dann Gutes tun? Zum Glück bietet die Natur hier wunderbare Mittel.
Wenn es dem Darm zu viel wird
Der Darm ist eines der wichtigsten Organe. Er versorgt uns: Er sorgt dafür, dass die Nahrung optimal verarbeitet wird. Er spaltet Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, absorbiert Nährstoffe und Spurenelemente aus dem Nahrungsbrei, sorgt für einen optimalen Wasserhaushalt des Körpers und produziert außerdem Hormone, Botenstoffe und Vitamine sowie den Großteil der für das Immunsystem benötigten Abwehrzellen.
Er schützt uns: Etwa dreiviertel unseres Immunsystems sitzt im Darm. Eine gesunde Darmflora und ein gesunder Darm sind das Fundament der Gesundheit. Bestehend aus Billionen an Mikroorganismen und Bakterien ist die Darmflora Verdauungshilfe, Gesundheitspolizei und Saubermacher in einem. „Schlechte“ Bakterien, Pilze und sogar Parasiten werden von ihnen erkannt und bekämpft.
Er fühlt mit uns: Und dann kommt dem Darm noch die wichtige Funktion eines „zweiten Gehirns“ zu. Mehr als hundert Millionen Nervenzellen beherbergt er. Er steuert selbsttätig die Peristaltik (Muskelbewegungen) und kommuniziert durch die Botenstoffe Serotonin und Dopamin mit dem großen Bruder im Kopf. Diese Botenstoffe sind immerhin für unser Wohlbefinden verantwortlich, für Glücksgefühle und einen gesunden Antrieb. Wie Forscher der School of Medicine an der Universität Los Angeles herausfanden, transportiert der Vagus-Nerv (zehnter Gehirnnerv und Kommunikationstransporter) seine Informationen zu 90 Prozent in nur eine Richtung: Nämlich vom Darm zum Hirn und nicht umgekehrt. Hieraus lässt sich ableiten, dass ein großer Teil unserer Emotionen von den Nerven unseres Darms beeinflusst wird. So ist es kein Wunder, wenn wir „Schmetterlinge im Bauch“ haben, uns „etwas auf den Magen schlägt“ oder wir Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ treffen.
Noch nie hatte der Darm so viel zu tun wie heutzutage: Es ist noch nicht so lange her, dass Stress ein Fremdwort war, Medikamente selten genommen wurden, Zusatzstoffe und hochgezüchtetes Getreide nicht im „täglich Brot“ waren, Fleisch nur selten am Teller zu finden war, wir eine Vielzahl an verschiedenen Gemüsen zu uns nahmen und wir durch viel mehr körperliche Arbeit alles verbrannten, was wir konsumierten.
Die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten haben sich bei vielen Menschen sehr geändert. Heutzutage ist es normal, sich ungesund zu ernähren, hastig zu essen und sich zu wenig zu bewegen und zu entspannen. Spätestens wenn der Darm dann nicht mehr damit klar kommt, ist es an der Zeit, zu überprüfen, was man Gutes für ihn tun kann. Neben gesunder Ernährung, Bewegung und ausreichend Raum und Zeit zum Verdauen von Erlebtem bietet die Natur eine große Auswahl an Mitteln, die den Darm gezielt unterstützen, beruhigen, pflegen und heilen können.
Doch nicht jeder verträgt alles und was dem einen hilft, geht am anderen spurlos vorüber. Hat man aber die richtigen Naturmittel gefunden, können nahezu Wunder geschehen, so groß ist die Regenerations- und Selbstheilungskraft des Menschen. Energetisches Austesten ist daher immer zu empfehlen. Besonders häufig stellen sich Erfolge mit folgenden Natursubstanzen ein.
Das tut dem Darm besonders gut
Gute Bakterien
Da der Darm das geheime Zentrum und die Steuerzentrale ist, verwundert es nicht, dass viele Krankheiten durch eine nicht intakte Darmflora ausgelöst werden oder diese beeinflussen. Was liegt da näher, als das Übel an der Wurzel zu packen und Gutes für die Darmflora zu tun? Zur Behandlung des Ungleichgewichts (Dysbiose) der Darmflora eignen sich konzentrierte, lebensfähige Bakterienkulturen. Diese Probiotika sind die Wegbereiter für eine sich selbst ansiedelnde, gesunde Darmflora. Sie schaffen im Darm den richtigen pH-Wert, damit sich wieder eine gesunde Flora bilden kann – ein Prozess, der von alleine geschieht.
Der Darm gestillter Kinder wird nach den ersten Wochen vor allem von milchsäureproduzierenden Bifidobakterien und Laktobazillen bevölkert. Sie sind wesentlich für ein gesundes Immunsystem und führen zur Ansäuerung des Darmmilieus mit dem richtigen pH-Wert, die es krank machenden Bakterien erschwert, sich dort anzusiedeln, den nützlichen hingegen ein ideales Terrain bietet. Diese Fähigkeit hat auch der Acidophilusstamm DDS1, der in Laktobazillen-Präparaten oft enthalten ist. Neben dem Talent, den richtigen pH-Wert wiederherzustellen, kann er auch das Immunsystem durch die Produktion des natürlichen Antibiotikums Acidophilin unterstützen und krankmachende Keime bekämpfen. Er fördert die Verdauung und erzeugt wichtige Vitamine und Enzyme.
Ballaststoffe
Ballaststoffmangel ist eines der ganz großen Ernährungsprobleme, Ursache für Verstopfung, Leberschäden durch Rückvergiftung sowie für Divertikulitis. Ballaststoffe sind definitiv nicht im richtigen Ausmaß in der Ernährung enthalten, wenn man nicht speziell darauf achtet. Darmflora und Ballaststoffe – beides zusammen ist vielleicht der wichtigste Schlüssel zur Darmgesundheit und zur Reduktion von Überempfindlichkeiten, wie sie heute so alltäglich sind. Ballaststoffe sind Pflanzenfasern aus Getreide, Reis, Hülsenfrüchten, Gemüse oder Obst, die im Darm kaum zerlegt werden oder quellen, sodass sie dem Nahrungsbrei Volumen geben. Damit regen sie die Darmbewegungen (Peristaltik) an, der Nahrungsbrei wird schneller vorwärtsgeschoben und Verstopfungen wird vorgebeugt. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Ballaststoffe so gut für die Verdauung sind…
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