Warum wir so unterschiedlich verdauen

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Individueller Stoffwechsel

Artikelnummer: th-37-12 Kategorien: ,

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Was unser Körper mit der Nahrung macht, die wir aufnehmen, ist nicht nur hochkomplex, sondern auch noch sehr individuell. Tomaten sind beispielsweise nicht für alle Menschen gleich gut. Hier spielt die genetische Stoffwechselprägung eine entscheidende Rolle.

Einsatz für die Enzyme

Im Laufe eines Lebens passieren 30 Tonnen Nahrung und über 50 000 Liter Flüssigkeit den Darm. Kohlenhydrate werden zu Traubenzucker, Fruchtzucker oder Galaktose, Eiweiße zu Aminosäuren und Fette zu Fettsäuren abgebaut, damit daraus wieder neue individuelle Substanzen in unserem Organismus aufgebaut werden können. Ein kleines Wunderwerk der Schöpfung. Damit die Verdauung optimal funktioniert, stellt der Organismus zur richtigen Zeit die richtigen Enzyme bereit. Eine Hauptverantwortung hierfür trägt das Nerven- und Sinnessystem des Darms.

Was aufgenommen wird, nehmen Mund und Nase wahr. Der Geschmack, Duft und die Füllmenge beim Schluckakt signalisieren dem „Bauchhirn“ aktiv zu werden. Und diese Signale rufen die Bauchspeicheldrüse dazu auf, die entsprechende Menge an Enzymen in den Zwölffingerdarm abzusondern. In den Darmwänden befinden sich mehr als 100 Millionen Nervenzellen, das sind mehr als im gesamten Rückenmark vorhanden sind. Die Arbeitsweise dieses Nervensystems wird beeinflusst vom Appetit, Geschmack, Hungergefühl, aber auch den begleitenden Umständen der Nahrungsaufnahme, wie entspannte Atmosphäre oder Stress. Je ruhiger, angenehmer oder sogar lustvoller die Nahrungsaufnahme erfolgt, desto besser kann das Nervensystem arbeiten.

Der Darm

Bereits in der Mundhöhle beginnt die Verdauung der Kohlenhydrate mithilfe des Enzyms Amylase aus den Speicheldrüsen. Im Magen wird durch Salzsäure und Enzyme (Pepsin) der Abbau der Eiweiße eingeleitet. Gleichzeitig zerstört der hohe Säuregehalt schädliche Stoffe und Bakterien. Im Dünndarm trifft die Nahrung auf eine riesige Oberfläche von etwa 200 Quadratmeter (10 mal mehr Oberfläche als unsere Haut hat). Hier werden die Makronährstoffe bis auf ihre Elementarbausteine, Traubenzucker, Fruchtzucker, Galaktose, Aminosäuren und Fettsäuren abgebaut. Erst wenn die Nahrungsstoffe vollständig zerlegt sind, beginnt die Aufnahme durch die Darmwand über die Pfortader in die Leber. Schon der Fluss des nahrungsreichen Pfortaderblutes aus dem Darm zur Leber ist ein kleines Wunder. Ohne ein bewegendes Organ, wie das Herz, fließt das schwere nahrungsgesättigte Blut aus dem Kapillarsystem des Darms in das Kapillarsystem der Leber, der Schwerkraft entgegen.

Der Dickdarm verwertet die Reste. Seine Aufgabe ist es, wichtige Substanzen, wie Mineralstoffe und Wasser in den Organismus zurückzuholen und den Darminhalt einzudicken. Er beherbergt mehr als 100 Billionen Bakterien, die wichtige Aufgaben im Abwehrsystem haben und uns vor Krankheiten schützen.

Die Gesamtheit der Bakterien des Darms (aber auch von Haut, Mund, Rachen oder Urogenitaltrakt) wird in der Medizin auch als Mikrobiom bezeichnet. Die Zusammensetzung variiert von Mensch zu Mensch. Beeinflusst wird diese durch die Genetik, Ernährung und Aktivität der Verdauungsorgane.

Bitterstoffe – förderlich auf allen Ebenen

Bitterstoffe fördern die Verdauung, stärken das Abwehrsystem im Darm, verbessern die Eisenaufnahme, fördern die Fettverdauung, regen die Hormonbildung an und aktivieren die Muskulatur des Darms. Mit Aufnahme in den Mund werden auch die Sinnesorgane angeregt, die Schleimhäute ziehen sich zusammen und dehnen sich wieder aus. Durch diesen Prozess sorgen sie für den Abtransport und die Ausscheidung von Giftstoffen, Bakterien und Viren im Mund- und Rachenraum. Der bittere Geschmack regt darüber hinaus die Produktion des Magensaftes an. So kommt es zu einer besseren und schnelleren Verdauung. Das Hungergefühl nimmt ab und der schwer zu überwindende Heißhunger auf Süßes wird gebremst. Auch die Bauchspeicheldrüse wird auf Trab gebracht, Insulin und Enzyme zu produzieren.

Die einzelnen Abschnitte der Verdauung benötigen unterschiedliche Bitterstoffe. Der Mundbereich wird am besten unterstützt durch Tausendgüldenkraut (Centaurium), der Magen benötigt Wermut (Absinthium), die Bauchspeicheldrüse den gelben Enzian (Gentiana), die Wegwarte (Cichorium) und die Steinblüte (Flor de Piedra), der Zwölffingerdarm ebenfalls den gelben Enzian, der Dünndarm Meisterwurz (Imperatoria) und der Dickdarm den Wacholder (Juniperus).

Jenseits der Darmwand sorgt die Wegwarte (Cichorium) für Gallenaktivität und der Löwenzahn (Taraxacum) regt die Leber an. Beide zusammen haben eine Bitterwirkung auf die Darmanhangsorgane. Die Schafgarbe (Alchillea) durchwärmt alle Bauchorgane und hat sich bei Krämpfen im Bauchbereich bewährt. Der Salbei (Salvia) ist über die milde Bitternis hinaus eine Pflanze, die eine entzündungshemmende Wirkung hat. In den Amaratropfen von Weleda finden wir diese Bitterstoffe als Kombination. Auch andere Hersteller haben fast immer mehrere Pflanzen in ihrem Bitterstoff kombiniert.

Auf seelisch-geistiger Ebene schaffen Bitterstoffe eine schützende Hülle zwischen innen und außen. Dadurch wird der Kopf frei für Inspirationen und innovative Ideen. Der Zugang zur eigenen Quelle der Kraft und Kreativität sowie die Verbindung von Kopf, Herz und Bauch werden wieder hergestellt …

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