Ohrenschmalz könnte künftig helfen, Krebs, Diabetes und andere Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Erste Studien liefern vielversprechende Ergebnisse.
Ein unscheinbares Körperprodukt rückt in den Fokus der Medizin: Ohrenschmalz. Forscher arbeiten an einem sogenannten „Cerumenogramm“, das Krankheiten wie Krebs oder Diabetes frühzeitig erkennen könnte – schnell, kostengünstig und ohne invasive Eingriffe.
27 Biomarker im Ohrenschmalz
In ersten Studien identifizierten Wissenschaftler 27 Biomarker im Ohrenschmalz, die Krebsproben mit einer Trefferquote von 100 Prozent von gesunden unterscheiden konnten. Weitere Untersuchungen zeigen, dass sich auch Stoffwechselveränderungen, Krebsvorstufen und sogar der Verlauf eines Rückgangs präzise erfassen lassen.
Schneller als bisherige Methoden
Laut den Forschern könnte die Methode Krankheiten früher erkennen als herkömmliche Verfahren und damit bessere Heilungschancen ermöglichen. In Brasilien wird das Verfahren bereits testweise eingesetzt. Für eine breite Anwendung fehlen jedoch noch umfangreiche klinische Studien und Zulassungen.
