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Heilkräftige Pilze – dabei denkt man oft an etwas Exotisches. Und tatsächlich gibt es Vertreter mit klingenden Namen, die auch noch bunt und skurril aussehen. Doch lassen Sie sich überraschen: Auch hier in Mitteleuropa tummeln sich mykologische Kraftpakete direkt vor unserer Nase.
Heilpilze aus dem Gletscher
Als im Jahre 1991 zwei Wanderer in den Ötztaler Alpen einen Toten im Gletscher fanden, dachten sie, es sei ein Wanderer vom letzten Winter. Sie staunten nicht schlecht, als sich herausstellte, dass der Wanderer schon vor über 5.000 Jahren dort verunglückt war. Es ist ein Jahrhundertfund, der ungebrochen fasziniert: Mehrere Fachrichtungen gewinnen noch heute neue Erkenntnisse an der Gletschermumie, nicht zuletzt die Naturheilkunde. Auch die Mykotherapie, die Pilzheilkunde, kommt nicht zu kurz: „Ötzi” trug zweierlei Baumpilze bei sich. Beide gehören zur typischen mitteleuropäischen Pilzwelt. Es handelt sich um Birkenporlinge und Zunderlappen. Der Birkenporling soll hier vor den Vorhang geholt werden, gemeinsam mit zwei weiteren Heilpilzen, die man zwar schwer im Handel findet, dafür aber in den heimischen Wäldern und Gärten.








