Unter den Folgen der mRNA-Impfungen gegen Covid-19 leiden Millionen von Menschen. Warum haben Politik, Institutionen und Selbstkontrollen versagt? Der ehemalige Leiter der Pfizer-Europa-Toxikologie kann diese dringenden Fragen beantworten.
raum&zeit: Anfang des Jahres erschien Ihr Buch „mRNA-Impfungen – das größte Verbrechen gegen die Menschheit“ – was hat Sie dazu motiviert?
Dr. Helmut Sterz: Dieses Buch ist aus dem von mir im Dezember 2025 erschienenen Aufklärungsbuch „Die Impf-Mafia“ entstanden, worin es um die unterlassenen Versuche der Pharma-Hersteller im Vorfeld und um die Versäumnisse der Politik geht. Das war der Anlass, weshalb mich Professor Sucharit Bhakdi bat, für ein gemeinsames Buch über die Gefährlichkeit von mRNA-Impfstoffen, ein Kapitel beizusteuern. Also, was man, insbesondere wegen der technologiebedingten Qualitätsmängel (Verunreinigungen) der m-RNS-Impfstoffe vor der Zulassung des mRNA-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer normalerweise alles hätte testen müssen, wenn es regelkonform, sprich, nach den üblichen Richtlinien für die Pharmahersteller, zugegangen wäre.
r&z: Herr Sterz, Sie waren in der Pharma-Branche als Toxikologe tätig. Was genau ist dessen Aufgabe?
Dr. H. S.: 1974 habe ich meine Laufbahn in der Pharma-Branche begonnen und habe sie zunächst als ehrenwerte Industrie erlebt, deren Interesse es war, gute Medikamente zum Wohl der Menschen zu entwickeln. Meine Aufgabe als Toxikologe war es, Risiken von Medikamenten möglichst früh zu erkennen – also, im Labor und im Tierversuch – bevor eine Substanz in die klinische Phase der Testung kommt. Ein Beispiel zu Medikamenten-Schäden in der Schwangerschaft war Contergan. Nach dem Skandal in den 1950er Jahren wurden spezielle Richtlinien erlassen, um zukünftig solche schlimmen Schäden bei Kindern zu vermeiden. Dazu gehörte auch, an trächtigen Tieren zu prüfen, ob es Risiken für die Schwangerschaft oder Missbildungen bei den Nachkommen gibt. Denn Menschenversuche – die es in der Vergangenheit ja gab – mussten um jeden Preis ausgeschlossen werden. Der Toxikologe ist also eine Art Versicherungsagent für seine Firma, damit keine unerwünschten Wirkungen auftreten, denn die Pharmafirmen müssen ja unter Umständen geradestehen und Regress zahlen. Heute rangiert in dieser Industrie leider der „Return on Investment“ (ROI) vor der Gesundheit der Menschen.
Comirnaty: Man wusste um die Probleme der mRNA-Technologie
r&z: Weshalb sind Sie mit Ihrem Insider-Wissen erst jetzt an die Öffentlichkeit gegangen?
Dr. H. S.: Als im Sommer 2020 angekündigt wurde, man wolle bis Ende des Jahres einen Impfstoff auf den Markt bringen, war für mich klar, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen konnte. Anfang 2021 habe ich versucht, in meinem Verwandten- und Freundeskreis aufzuklären über die mangelnde Studienlage, die fehlenden Toxizitätsversuche an Tieren, einschließlich der reproduktionstoxikologischen Untersuchungen – also, wie wirkt die Impfung auf die Nachkommenschaft? Das wird normalerweise zuerst an Ratten und später auch an Tierarten getestet, die dem Menschen ähnlicher sind. Das betrifft alles die sogenannte vorklinische Phase – bevor dann die verschiedenen klinischen Phasen mit menschlichen Versuchsteilnehmern (freiwillige Probanden) kommen. Für „Comirnaty“, also dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer, lag lediglich eine zweiwöchige Minimal-Toxizitäts-Studie an Ratten vor. Man wusste um die Probleme der mRNA-Technologie. Etliche gute Wissenschaftler haben sie bereits 2020 angeprangert. Sie wurden aber nicht gehört. Aus meiner Sicht war es weder von der Politik noch von der Wissenschaft nötig, so schnell – will sagen: ohne relevante Prüfung am Tier – gleich an den Menschen zugehen. Doch es war auch im privaten Kreis schwer, mit meinen Warnungen durchzukommen. Irgendwann waren die Menschen derartig verunsichert, dass sie unbedingt die Impfung haben wollten. Auch meine Frau hat sich dreimal impfen lassen – weil sie Angst hatte, andernfalls ihre Enkel nicht mehr in die Arme schließen zu können. So hatte jeder andere Gründe. Es kam ein Stein ins Rollen, der nicht mehr zu stoppen war. Frau von der Leyen hat uns eingeredet: „Trust the Science.“ Aber eine wissenschaftliche Basis, der man hätte vertrauen können, gab es ja überhaupt nicht. Viele Toxikologen haben lieber den Mund gehalten – was ich gut verstehen kann. Sie hätten ihren Job riskiert. Kritiker wurden totgeschwiegen, gar bedroht. So bin auch ich mit meinen Argumenten nicht durchgekommen.
r&z: Wie war es möglich, bei Covid-19 sämtliche Standards auszuhebeln?
Dr. H. S.:…
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