15 Jahre kämpften Naturschützer für ein wertvolles Biotop in Regensburg. 2026 wurde der Bebauungsplan schließlich vom Gericht aufgehoben.
Manchmal braucht Naturschutz einen langen Atem. Rund 15 Jahre lang haben sich Umweltverbände und Bürger für den Erhalt der ehemaligen Schlämmteiche im Regensburger Stadtteil Irl eingesetzt. Das rund 30 Hektar große Areal einer früheren Zuckerfabrik hat sich zu einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tierarten entwickelt. Unter anderem kommen dort seltene Vogelarten wie Blau-, Braun- und Schwarzkehlchen vor.
4.000 Unterschriften
Auch für Amphibien ist das Gebiet von Bedeutung. Trotzdem sollten dort weitere große Gewerbehallen entstehen und die Kremser Straße ausgebaut werden. Dagegen engagierten sich unter anderem der BUND Naturschutz und der Landesbund für Vogel- und Naturschutz. Es gab Demonstrationen, Gespräche mit Politik und Verwaltung und mehrere Unterschriftenaktionen. Allein 2025 wurden bei einer Petition fast 4.000 Unterschriften gesammelt. Doch der Regensburger Stadtrat beschloss den Bebauungsplan dennoch.
Erfolg vor Gericht
Der BUND Naturschutz zog daraufhin vor Gericht – mit Erfolg: Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof den Bebauungsplan im Januar 2026 zunächst vorläufig außer Vollzug gesetzt hatte, hob er ihn am 29. April endgültig auf. Die geplante weitere Bebauung und der Straßenausbau sind damit auf Grundlage dieses Bebauungsplans nicht möglich. Für die Regensburger Naturschützer ist die Entscheidung ein großer Erfolg nach jahrelangem Engagement. Sie wollen sich auch weiterhin dafür einsetzen, das ökologisch wertvolle Areal zu erhalten.
