Terrestrial Stilling
Dem globalen „Terrestrial Stilling“ wird inzwischen eine große wissenschaftliche, sozioökonomische und ökologische Bedeutung beigemessen, weil selbst kleine Windgeschwindigkeitsänderungen die atmosphärische und ozeanische Dynamik entscheidend beeinflussen. Insbesondere sehen Geologen, dass das Abbremsen der Winde im unteren Bereich der Troposphäre Turbulenzen an den höheren Luftschichten erzeugt und so die Jet-Strömung verändert, was zu einer Erwärmung besonders in den Polargebieten führt.4
„Die Westwind-Wetterlage, die seit Menschengedenken Nordwesteuropa und Mitteleuropa hinreichend mit Niederschlägen versorgt hat, ist künstlich abgeschaltet worden,“ erklärt die Historikerin Dagmar Jestrzemski in einem Artikel über das „Windsterben“.5 Sie ist dem Dürreproblem der letzten Jahre nachgegangen und hat dabei eine mögliche überraschende Ursache gefunden. Die Westwindwetterlagen, notwendig für Regen und Pflanzenwachstum, bleiben zunehmend aus. Verantwortlich dafür sieht auch sie die hohe Windraddichte in Deutschland, die in der unteren Atmosphäre für zunehmende Probleme beim Feuchtigkeitstransport sorgt.
Offshore-Windturbinen (vor der Küste im Meer gelegen) wirken wie eine Mauer. Sie zwingen die Luftmassen vor der Windturbine zum Aufsteigen. Das bewirkt eine Konzentration der Luftfeuchtigkeit und der Niederschläge auf offenem Meer. Im Lee (windabgewandte Seite) der Turbinen strömt der Wind dann langsamer. „Der Effekt gleicht einem ‚’Ausquetschen‘ der Luftfeuchtigkeit aus dem stürmischen Wind“, bestätigt die profilierte US-amerikanische Geo-Ingenieurin Prof. Cristina Archer.
Professor Archer betont: „Der Bremseffekt und der Feuchtigkeitsentzug von Offshore-Windparks ist abhängig von Anzahl und Höhe der Turbinen und dem Rotordurchmesser“. Dieses Ergebnis widerspricht vollkommen der allgemein verbreiteten Auffassung, dass Windenergie, egal in welchem Umfang betrieben, nur „lokale und kaum messbare Effekte“ habe.
In der Nordhälfte Deutschlands, die besonders unter den WKA leidet, gab es in den Sommern von 2018 bis 2022 kaum Regen. Die vom Atlantik heranziehenden Tiefdruckgebiete werden also bereits über der Irischen See und der Nordsee „ausgequetscht“. Sie führen dadurch weniger Luftfeuchtigkeit mit sich, wenn sie die europäische Küste erreichen und weiterziehen. An Land setzt sich der Prozess fort. Dort wo es aber regnete, bewegten sich die Tiefdruckgebiete nicht vom Fleck. Dauerregen und Überschwemmungen waren die Konsequenz.
Fazit: Windenergie ist nicht erneuerbar. Ist sie denn wenigstens nachhaltig?
Nun, der Rohstoffverbrauch der mit 20 bis 25 Jahren relativ kurzlebigen WKA ist erheblich. Der Bau einer einzigen großen Windanlage benötigt 260 Tonnen Stahl, 4,7 Tonnen Kupfer, drei Tonnen Aluminium und zwei Tonnen Seltene Erden. Zudem braucht eine solche Anlage ein stabiles Fundament in Form eines Betonsockels, der zwanzig Meter tief in den Boden reicht. Dazu sind 1 200 Tonnen Beton nötig. Rückgewinnung von Materialien aus dem Abfallschrott führt zu größeren Problemen. Insbesondere die Rückgewinnung der Seltenen Erden wirft große Probleme auf. Das gleiche gilt für den Sondermüll aus den GFK-Fasern (glasfaserverstärkte Kunststoffe) und Klebstoffen der Rotoren, die bisher noch nicht recycelt werden können.
Übrigens wird in den Schaltanlagen der WKA Schwefelhexafluorid (SF6) verwendet. Man kann zu der Behauptung, das Fotosynthese-Gas CO2 habe Einfluss auf den Klimawandel, stehen wie man will. Dieser angebliche Einfluss von CO2 ist mit naturwissenschaftlich anerkannten Methoden noch nie nachgewiesenen worden. Aber all denjenigen, die dennoch fest daran glauben, sei gesagt: ein Kilogramm SF6 hat auf das Klima dieselbe Wirkung wie 23 500 Kilogramm CO2 und die Lebensdauer von SF6 beträgt 3 200 Jahre.
Fazit: Windenergie ist weder erneuerbar, noch nachhaltig! Sie ist außerdem nicht grundlastfähig und keineswegs umweltfreundlich!