Unbewusste Schuld

Wie schwer sie wiegt und wie leicht sie zu lösen ist

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Es ist mit dem Verstand kaum zu erfassen und doch gibt es die menschliche Neigung, sich schuldig zu fühlen, wenn man selbst früher Leid erfahren hat, das nicht geheilt wurde. Und auch erlebtes Leid anderer, für das man überhaupt nicht verantwortlich war, kann unbewusste Schul...
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Unbewusste Schuld
Von HP Ulrich Kohler, Weilheim – raum&zeit Ausgabe 208/2017

Es ist mit dem Verstand kaum zu erfassen und doch gibt es die menschliche Neigung, sich schuldig zu fühlen, wenn man selbst früher Leid erfahren hat, das nicht geheilt wurde. Und auch erlebtes Leid anderer, für das man überhaupt nicht verantwortlich war, kann unbewusste Schuld verursachen. Die Neigung, unbewusste Schuld zu empfinden, ist ein tief menschlicher Wesenszug, der damit zu tun hat, dass wir mitfühlende, soziale Geschöpfe sind. Ulrich Kohler entdeckte diese Zusammenhänge und entwickelte eine Therapiemethode, mit der sich solche Fesseln lösen lassen.

Neue Therapieform

Im Mai 2006 führte mich ein Erlebnis auf die Fährte der „Unbewussten Schuld“. Durch einen Zufall entdeckte ich einen bisher kaum wahrgenommenen menschlichen Wesenszug, der gravierende Auswirkungen auf unsere emotionale und körperliche Gesundheit, unsere Lebensqualität und unser ganzes Leben haben kann. Es folgte eine mehrjährige intensive Beschäftigung in der Praxis als Heilpraktiker mit diesem Phänomen. Es ließ sich eine Therapieform entwickeln, mit der sich verblüffend einfach und effektiv viele Beschwerden nachhaltig lösen lassen. Um dieses einfache und doch im ersten Moment nicht ganz leicht erfassbare Thema greifbar zu machen, möchte ich mit einem Fallbeispiel beginnen.

Thomas und die Anfälle

Thomas ist 20 Jahre alt, innerhalb der letzten Monate hat er drei oder vier Anfälle gehabt. Viel belastender als die Anfälle selbst ist die Angst, dass wieder ein Anfall auftreten könnte.
Im Alter von drei bis sieben Jahren hatte er Epilepsie. Zumindest wurde es damals so genannt. Nach einer kürzlich erfolgten umfangreichen neurologischen Untersuchung wurden die Anfälle nicht mehr als Epilepsie bezeichnet. Und auch ein 24-Stunden-EKG zeigte seine gute Gesundheit.
Seine Eltern bestätigen, dass die Anfälle von damals und heute genau gleich aussehen. Thomas beschreibt sie so: Zuerst fühlt sich die linke Körperhälfte so an, als würde sie nicht wirklich zu ihm gehören. Und obwohl er sich vollständig bewegen kann und alles spürt, fühlt es sich für ihn so an, als wäre er wie gelähmt und taub. Besonders davon betroffen sind die linke Hand und der linke Unterarm sowie der rechte Fuß und der rechte Unterschenkel. Diese Empfindung dauert ein paar Sekunden bis zu einer halben Minute. Dabei überkommt ihn eine Schummrigkeit und ein Ohnmachtsgefühl. Manchmal ist der Anfall hiermit beendet. Geht er weiter, verliert er für circa 15 bis 20 Sekunden das Bewusstsein. Dabei ist er weder ansprechbar, noch reagiert er auf Berührung oder Schütteln; er atmet ruhig und gleichmäßig; seine Augen sind geschlossen und seine Muskulatur ist entspannt. Dann öffnet er wieder die Augen, ist für einige Momente leicht benommen, um aber gleich wieder vollständig da zu sein. Er fühlt sich nur etwas müde und leicht angestrengt.
Thomas sagt, dass die Anfälle nicht schlimm seien. Seine eigentliche Beschwerde ist Angst. Sowohl die Angst vor einem neuen Anfall, als auch die Angst, die unmittelbar vor einem Anfall auftritt.
Hier frage ich genauer nach. Es gibt eine spontan auftretende Angst, die das erste erkennbare Symptom eines Anfalles ist. Thomas beschreibt, dass er abends ohnehin dazu neigt, ängstlich zu werden. Dann fühlt er sich unwohl, vergewissert sich, dass in seinem Zimmer und im Haus alles in Ordnung ist und überprüft, wer alles zuhause ist. Die Anwesenheit seiner Mutter ist mit Abstand am wichtigsten. Ob der Vater, der jüngere Bruder oder die Großmutter anwesend sind, ist unerheblich. Wenn Mutter da ist und an dem Abend zuhause bleibt, dann ist das für ihn die stärkste Beruhigung. Diese Angst fühlt sich sehr ähnlich wie die Angst unmittelbar vor einem Anfall an. Es lässt sich erkennen, dass die Anfälle im gleichen Zeitfenster auftreten, in welchem er den Angstzustand bezüglich der Anwesenheit seiner Mutter hat. Tagsüber hat er weder diese Angst noch legt er gesteigerten Wert auf die Anwesenheit der Mutter. Gerne ist er tagsüber mit Freunden unterwegs, in der Ausbildung oder er läuft alleine weite Runden über Felder und durch Wälder.
Von Dunkelheit ist die Angst unabhängig, denn sie tritt sommers wie winters zur gleichen Zeit auf. Ab halb neun Uhr wird es kritisch, das ist seine magische Grenze. Mit diesem Wissen machen wir uns auf den Weg zum Ursprung seiner Angst, denn offensichtlich hängt die Angst mit den Anfällen zusammen.
Wir verwenden eine einfache Technik, die Aurafeld-Suchtechnik, und landen in seinem dritten Lebensjahr. Thomas kann wahrnehmen, dass sich seine rechte Seite warm und „sanft“ anfühlt, während er sich auf seiner linken Seite unwohl fühlt. Er hat den Eindruck, dass er in einem unbekannten Raum liegt. Er fühlt sich elend, verliert immer wieder das Bewusstsein und sein linker Arm schmerzt. Er wehrt sich, versucht sich aufzurichten, aber es gelingt nicht. Er hat Angst und bräuchte den Schutz seiner Mutter, die ist aber nicht da.
Er erinnert sich, dass er mit circa drei Jahren einige Tage sehr hohes Fieber hatte. Dann ging es ihm so schlecht, dass er als Notfall ins Krankenhaus musste. Seine Mutter konnte nicht mit, da sie sich um den kürzlich geborenen Bruder kümmern musste. Der Vater war weit weg auf Montage. Aber die liebe Tante war für ihn da und begleitete ihn im Krankenwagen und blieb auch über Nacht bei ihm im Krankenhaus. Sie saß die ganz Nacht bei ihm am Bett. Mit dieser Erkenntnis gerüstet, bitte ich ihn einige Sätze ruhig und fühlend anzuhören und dann nachzusprechen.

Raus aus der Angst

Mit diesem Satz beginnen wir: „Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass ich damals alleine ohne Mama ins Krankenhaus musste.“ Prompt beginnt er zu weinen. Ich beginne an ihm Teile der Klopfmuster von EFT und EMDR einzusetzen (siehe Abschnitt unten). Zugleich bitte ich ihn den Satz zu wiederholen: „Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass ich damals alleine ohne Mama ins Krankenhaus musste.“ Seine Gefühle werden intensiver, ich klopfe weiter und bitte um einige Wiederholungen. Dann ebben die Gefühle ab und er kann wieder frei von Schluchzen sprechen.
Es folgt der nächste Satz: „Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass ich damals so krank und so alleine war.“ Wieder tauchen Gefühle auf, aber deutlich milder. Nach einigen Durchgängen kann er den Satz völlig unbelastet sprechen. Die letzen Wiederholungen erleichtern ihn sichtbar.
Jetzt nimmt er wahr, dass die sanfte Wärme seiner rechten Seite die liebe Tante war. Hingegen war das Unwohle auf seiner linken Seite eine Infusionsnadel und eine Fixierung des Armes. In seiner elterlich schutzlosen Angst hatte er sich in seinem Fieberdelir gegen die Infusion gewehrt, wurde aber immer wieder festgehalten.
Dieses unverarbeitete traumatische Erlebnis hatte zu dem gegenwärtigen Zustand geführt: abendliche Angst, wenn Mutter nicht da ist, mit wiederkehrenden angstbeginnenden Anfällen, die linke Körperseite betreffend. Nach einigen weiteren Schuld-Entnahme-Sätzen war die Situation von damals vollständig emotional entladen. Mit diesen Sätzen nahm Thomas die Unbewusste Schuld von sich und löste die mit ihnen verknüpften traumatischen Emotionen:
„Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass ich so krank war.“, „Ich nehme die Schuld von mir, dass ich festgehalten wurde.“, „Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass ich damals ohne Mama und Papa war.“, „Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass ich nicht daheim sein konnte.“, „Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass meine Mama in Angst und Sorge um mich war.“, „Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass auch Mama ohne mich sein musste.“, „Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass meine liebe Tante so sehr mit mir gelitten hat.“, „Ich nehme die Schuld dafür von mir, dass meine liebe Tante auch mit Mutter gelitten hat.“
Dann war alles getan. Thomas war „ausgeweint“, sehr erleichtert und deutlich erschöpft.
Bei einem Telefonat nach ca. einer Woche berichtete er mir, dass er sich wohl fühle, keinen Anfall mehr hatte, er so gut wie keine Angst mehr habe und – man staune – vor drei Tagen abends selbst nicht zu Hause war. Er traf sich völlig frei und unbelastet bis nach Mitternacht mit Freunden. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er fast jeden Abend daheim war, um der Angst zu entkommen. Monate nach unserer Sitzung geht es ihm stabil und unverändert gut. Zudem erzählte er mir, dass er schon so lange er sich erinnern kann, auch unabhängig von Anfällen, abends diese Ängste hatte.
Im Nachhinein war auch zu verstehen, warum die Anfälle vor Monaten wieder gekommen sind: die liebe Tante musste wegen einer Operation selbst ins Krankenhaus.

Was ist mit Thomas passiert?

Wie konnte es soweit kommen? Obwohl wir wohl alle darin übereinstimmen, dass sich der kleine Thomas nichts zu Schulden hat kommen lassen, hat er dennoch eine Unbewusste Schuld auf sich genommen. Der tief in uns wurzelnde Mechanismus der Unbewussten Schuld hat dazu geführt, dass dieses Ereignis seiner Kindheit zu späteren gewichtigen Folgen geführt hat. Wie dies funktioniert, werde ich nun kurz beschreiben:

Schuld im Allgemeinen

Die drei großen Bereiche der allgemeinen Schuld sind „Gott“ (auch Allah, Karma, Schicksal etc.), die „Justiz“ (alle juristischen Gesetze) und das „emotional-soziale Umfeld“(Familie, Freunde, Sippe, Hof, Dorf, Stamm, Volk etc.).
Bei der allgemeinen Schuld geht es um die Verletzung von Normen, Regeln, Gesetzen, Verpflichtungen etc. Es geht um den Verstoß gegen diese innerhalb einer bestimmten Logik.
Der Begriff der „Schuld“ im herkömmlichen Sinne lässt sich verstandesmäßig erfassen und bewerten. Es kann abgewogen werden und es kann ein Urteil darüber gefällt werden.
Um in diesem Sinne schuldig werden zu können, müssen wir einsichtsund steuerungsfähig sein.

Die unbewusste Schuld

Unbewusste Schuld kann entstehen, wenn wir ein eigenes oder das Leid eines anderen wahrgenommen haben, das ungeheilt, ungelindert und ungerettet geblieben ist – völlig unabhängig davon, ob wir im Sinne der allgemeinen Schuld etwas falsch gemacht haben oder nicht.
Zwar mag unser Verstand uns zurecht von jeder Schuld freisprechen, aber dennoch kann sich unser Mitgefühl für das ungeheilte Leid (eines anderen oder von uns selbst) verantwortlich fühlen.
Nur weil wir faktisch nicht schuldig sind, können wir uns auf einer tiefen emotionalen Ebene sehr wohl verantwortlich für die Linderung, Heilung und Errettung von Leid fühlen. Können wir dieser unbewussten Verantwortung nicht nachkommen, so entsteht Unbewusste Schuld.

Das Gesetz der Wiedergutmachung

Besteht eine Schuld gegenüber „Gott“, so bedarf es einer entsprechenden Art der Wiedergutmachung wie Beichte, Beten, Buße-Tun etc.
Besteht eine Schuld gegenüber der „Justiz“, so bedarf es einer anderen Art der Wiedergutmachung wie Schadensersatz, Haft, Sozialstunden etc.
Besteht eine Schuld gegenüber dem emotional-sozialen Umfeld, so erfolgt die Wiedergutmachung je nach Vergehen und Kontext in einer hierfür entsprechenden Weise in Form von Entschuldigung, Einsicht, Reue, Dienst etc.
Die Wiedergutmachung hat die Funktion, wieder zu der jeweiligen Instanz dazugehören zu dürfen. Habe ich mich gegen ein Gesetz von „Gott“ vergangen, so kann ich durch die Gnade der Wiedergutmachung wieder in Harmonie mit dem Großen kommen. Ebenso bin ich wieder ein akzeptierter Teil der Gesellschaft, wenn ich die Auflagen der Justiz einsichtig durchschritten habe. Desgleichen gehöre ich wieder zu meinem sozial-emotionalen Umfeld, wenn ich Einsicht gezeigt habe und die Wiedergutmachung durchlaufen habe.

Dazugehören um zu überleben

Über Jahrmillionen hinweg war es für unser Überleben absolut notwendig, zu unserer Familie, unserer Sippe, unserem Dorf, unserer Nomadengemeinschaft etc. dazuzugehören. Wer alleine unterwegs war, wer verstoßen war, der war hoffnungslos verloren.
Im Falle eines tatsächlichen Verschuldens ist die Wiedergutmachung sozusagen eine Art „Währung“ für die überlebensnotwendige Dazugehörigkeit.

Die Wiedergutmachung und das Unbewusste

Wie wohl für alles, was für unser Überleben wichtig ist, hat sich unser mächtiges Unbewusstes auch dieses Bereichs angenommen.
So wie es für unser (gesellschaftliches, soziales) Überleben hochrelevant ist, allgemeine Schuld wiedergutzumachen, so ist es für unser Unbewusstes hochrelevant, Unbewusste Schuld wiedergutzumachen. Denn nur dann, wenn ich wiedergutmache, darf ich zu meiner Gemeinschaft dazu gehören und habe die Chance in ihrem Schutz zu überleben.
Durch ein wahrgenommenes ungeheiltes Leid kann sich der Mensch auf einer tiefen, unbewussten Ebene schuldig fühlen. Um weiter dazugehören zu dürfen, um zu überleben, versucht er nun unbewusst auf verschiedene Weise wiedergutzumachen. Für das Unbewusste ist die Wiedergutmachung also auf der Ebene des Überlebens angesiedelt.
Folgende vier Mechanismen ließen sich bezogen auf die allgemeine wie auf die Unbewusste Schuld im Laufe der Jahre finden:
Wenn ich an dem Leid schuld bin, dann ist es in Ordnung, ...
Mechanismus Nr. 1
... dass es mir in dieser Hinsicht nicht gut geht.
Mechanismus Nr. 2
... dass ich mir das, bezüglich dessen ich schuldig bin, selbst vorenthalte.
Mechanismus Nr. 3
... dass ich das von mir verursachte versuche wieder auszugleichen.
Mechanismus Nr. 4
... dass ich mir selbst eine Strafe auferlege.
Dieser Vorgang der unbewussten Wiedergutmachung kann über Jahrzehnte anhalten. Das Beispiel von Thomas überspannt circa 17 Jahre. (Bei ihm war überwiegend Mechanismus Nr. 1 aktiv. Sein innerer unbewusster Schuld-Prozess lief in etwa so: „Da ich daran schuld bin, dass es mir und Mama damals so schlecht ging, ich so alleine ohne sie war, solche Angst hatte und von der Infusion und dem Festgehaltenwerden so gequält war, dann ist es schon in Ordnung, dass ich jeden Abend Ängste habe, von Mamas Anwesenheit abhängig bin und wieder diese Anfälle bekomme.“

Schuld an eigenem und fremdem Leid

An dem Fallbeispiel von Thomas lässt sich gut erkennen, dass Unbewusste Schuld sowohl durch fremdes wie auch durch eigenes ungeheiltes Leid entstehen kann.
Diese Schuld-Entnahme-Sätze bezogen sich auf „fremdes“ Leid: „..., dass meine Mama in Angst und Sorge um mich war.“, „..., dass auch Mama ohne mich sein musste.“, „..., dass meine liebe Tante so sehr mit mir gelitten hat.“ und „..., dass meine liebe Tante auch mit Mutter gelitten hat.“
Diese Schuld-Entnahme-Sätze bezogen sich auf eigenes Leid: „..., dass ich damals alleine ohne Mama ins Krankenhaus musste.“, „..., dass ich so krank war.“, „..., dass ich festgehalten wurde.“, „..., dass ich damals ohne Mama und Papa war.“ und „..., dass ich nicht daheim sein konnte.“
In der Praxis habe ich schon oft Zeiträume der Wiedergutmachung von 60, 70 und mehr Jahren gesehen. Tatsächlich kann das noch deutlich weitreichender sein. Wie aus der systemischen Arbeit bestens bekannt, können verschiedene Kräfte über Generationen hinweg auf uns wirken. Und so ist es auch bei der Unbewussten Schuld: Das ungeheilte Leid unserer Ahnen kann uns völlig unbemerkt ständig massiv beeinflussen und unsere Gesundheit und unser Leben höchst umfangreich belasten.
Erst dann, wenn wir die Unbewusste Schuld von uns genommen haben, gibt es für unser Unbewusstes keinen Anlass mehr diesen blinden und oft destruktiven Versuch, uns durch Wiedergutmachung am Leben zu erhalten, weiterzuverfolgen.
In der Praxis hat sich dieser Ansatz nun schon seit Jahren bestens bewährt. Nun scheint es mir an der Zeit, dieses Wissen in die Welt zu tragen.

Die LUS-Technik

Jeder kann sich von der Unbewussten Schuld und den damit verknüpften, belastenden Emotionen, die durch aktuelles und noch fühlbares Leid entstanden sind, unverzüglich selbst befreien. Diese „Lösung von Unbewusster Schuld-Technik“ (kurz LUS-Technik) kann selbstverständlich auch als einzelnes Modul im Rahmen eines anderen therapeutischen Verfahrens eingesetzt werden, zum Beispiel systemischer Arbeit, Hypnotherapie, EFT, EMDR, Rebirthing, Traumatherapie etc. Gerade die LUS-Technik ist eine große Hilfe für Berufsgruppen, die aufgrund ihrer alltäglichen Tätigkeit mit dem Leid von Mitmenschen zu tun haben. Wäre es nicht großartig, wenn die vielen helfenden und mitfühlenden Menschen wie Rettungsassistenten, Krankenschwestern, Intensivpfleger, Heilpraktiker, Ärzte, Familienaufsteller, alle anderen Therapeuten, Berg- und Wasserwachtler, Polizisten, Schutztruppenangehörige etc. diese Technik alleine für sich oder zusammen anwenden könnten? Viel Leid würde erspart bleiben. Einige Burnouts könnten verhindert werden.

Die LUS-Therapie

Die LUS-Therapie ist eine vollständige psychotherapeutische Methode. Ihr Herzstück ist die LUS-Technik. Die LUS-Therapie umfasst das Auffinden des Beschwerdeursprungs (auch im Bereich der Vorfahren/Vorleben), die Lösung von Unbewusster Schuld, die Verarbeitung von belastenden Gefühlen sowie die Nutzung positiver Ressourcen.

Wo half die LUS-Therapie schon?

Bei verschiedenen Ängsten wie Prüfungsangst oder Lampenfieber, Stottern, Selbstzweifeln, Gleichgültigkeit, Nervosität, Anspannung, Reizbarkeit, emotionaler Belastung (durch Trennung, Verlust durch Tod), (wiederholtem) Mobbing, anhaltendem Kummer, geistiger Ruhelosigkeit, unerklärlicher Kinderlosigkeit, wiederholten Aborten, Konzentrationsschwäche, Migräne, Rückenschmerzen etc.

EFT und EMDR

EFT: „emotional freedom techniques“, wurde von Gary Craig in den USA entwickelt. Sie verbindet Elemente aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, aus der Akupunktur und aus der Kinesiologie. Die Methode wurde 2012 von der American Psychological Association (APA) als wissenschaftlich fundierte Therapiemethode anerkannt. Der Therapeut setzt dabei gezielte Stimulationen an Meridianpunkten ein. Während der Klient sich in einem emotionalen Erleben befindet, beklopft der Therapeut bei ihm bestimmte Punkte. Auf diese Weise kann es gelingen, Stress zu lösen und auch psychische und körperliche Belastungen zu eliminieren.

EMDR: „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“, wurde von der US-amerikanischen Psychologin Francine Shapiro entwickelt und wird insbesondere zur Behandlung traumatisierter Personen eingesetzt. Während einer EMDR-Behandlung leitet der Therapeut den Klient dazu an, sich an eine belastende Situation zu erinnern. Parallel stimuliert er den Klienten, beispielsweise indem er ihn zu bestimmten Augenbewegungen anregt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Klient durch diese Behandlung belastende Erinnerungen besser verarbeiten kann.

Der Autor

Der Heilpraktiker Ulrich Kohler entdeckte viele Jahre nach einer frühen leidvollen Erfahrung die Unbewusste Schuld und den Weg ihrer Lösung. Durch mehrjährige Erforschung der seelischen Hintergründe entwickelte er die LUS-Technik®und die LUS-Therapie®.
www.lus-therapie.de

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