Droht uns ein geplanter „Energie-Lockdown“?

Droht ein „Energie-Lockdown“ als Folge des Iran-Krieges? Die Lockdown-Lobby wetzt bereits ihre Messer. Allerdings besteht für einen Lockdown gar kein Grund.

Der EU-Kommissar für Energie, Dan Jørgensen, hat die EU-Regierungen aufgefordert, „freiwillige Maßnahmen zur Nachfragesenkung in Betracht zu ziehen … mit besonderem Augenmerk auf den Verkehrssektor.“ Er spricht von einer „sehr ernsten Situation“. Liegen die Notfall-Pläne für einen Lockdown 2.0 bereits in der Schublade?

Jørgensen war prominenter WEF-Partner und hat die „First Movers Coalition“ (FMC) des WEF mitgetragen. FMC ist eine globale Initiative der USA und des WEF, gegründet 2021 vom früheren US-Außenminister John Kerry und Klaus Schwab. Propagiertes FMC-Ziel ist die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft im Dienste der Klima-Religion.

Was braut sich da zusammen?

Das Netz glüht vor Spekulationen: Schließung von Schwimmbädern und Sportstätten, verlängerte Schulferien, Einschränkung der Mobilität durch Fahrverbote, keine Urlaubsflüge mehr, Runterfahren des gesellschaftlichen Lebens – alles zwecks Energie-Einsparungen.

Der EU-Abgeordnete Gerald Hauser sagte im Interview mit AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet zur Frage nach einem Energie-Lockdown: „Ich schließe nichts mehr aus!“ Denn alles diene offenkundig der „Agenda 2030“: Enteignung, Einschränkung der Mobilität, Kontrolle der Bürger.

Das Portal „Kettner Edelmetalle“ schreibt: „Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu. Wie ein böser Traum, den man schon einmal geträumt hat – nur diesmal in einer verschärften Version. Während die Pandemie vor wenigen Jahren das öffentliche Leben durch Kontaktbeschränkungen und Homeoffice-Pflichten lahmlegte, zeichnet sich nun ein neues Szenario ab, das die Grundfesten unserer Gesellschaft noch weitaus heftiger erschüttern könnte: der Energie-Lockdown.“

Mit den Worten „We are facing a real shock. That is probably beyond what we can imagine at the moment“ warnt Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), vor einem Schock, der „jenseits unserer Vorstellungskraft“ liegt. Die Französin lässt keinen Zweifel daran, dass die Energie-Krise nicht in wenigen Wochen vorbei sein, sondern quasi zum Dauerzustand wird.

Kaum Energie-Bezug aus Hormus

Während die Lockdown-Befürworter die Messer wetzen, sollte man sich folgende Zahlen vor Augen halten: Nur etwa 4 % des Ölbedarfs deckt die EU aus der Straße von Hormus. Die deutschen Öl- und LNG-Importe stammen hauptsächlich aus Norwegen, UK, den USA und Kasachstan. Der LNG-Anteil über Hormus liegt sogar bei nahe Null! Das bedeutet vor allem eines: Es droht keine Energie-Knappheit, allerdings werden die Preise spürbar wegen des sinkenden Angebots bei gleichbleibender Nachfrage steigen.

Einige Regierungen wie Italien haben daher bereits die Steuern auf Kraftstoffe gesenkt. Der Reiseverkehr wird automatisch abnehmen, da viele sich Menschen angesichts höherer Kosten in ihrer Mobilität einschränken werden. Die EU-Politiker haben also überhaupt keinen Grund, Maßnahmen zu verordnen. Im übrigen könnte man die Situation in kürzester Zeit entspannen. Man bräuchte nur den Energie-Handel mit Russland wieder aufzunehmen.

Quellen

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