Hyperaktivität – Eine Frage der Lehre

Zwischen psychiatrischer Diagnose und pädagogischer Verantwortung

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40 000 Kinder in Deutschland schlucken regelmäßig Pillen gegen die so genannte Hyperaktivität. Für den Autor ist dies ein Zeichen dafür, wie sehr sich die materialistische Psychiatrie gegenüber der Pädagogik durchgesetzt hat. Dabei habe sie keine wissenscha...
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Hyperaktivität – Eine Frage der Lehre
Von Rainer Pagel, Barßel – raum&zeit Ausgabe 138/2005

40 000 Kinder in Deutschland schlucken regelmäßig Pillen gegen die so genannte Hyperaktivität. Für den Autor ist dies ein Zeichen dafür, wie sehr sich die materialistische Psychiatrie gegenüber der Pädagogik durchgesetzt hat. Dabei habe sie keine wissenschaftlich abgesicherte Grundlage für ihre Sicht des ADHS-Syndroms. Ist es höchste Zeit, unsere Kinder sanfteren Händen anzuvertrauen?

Was können Lehrer tun?

Es wird kaum einen Lehrer geben, der nicht während seiner beruflichen Laufbahn mit einem Schüler einmal einen Arzt aufsuchen musste. Im Sportunterricht besteht stets eine reale Verletzungsgefahr und während einer Klassenfahrt sieht sich ein Lehrer unverhofft mit der Situation konfrontiert, wegen einer erhöhten Körpertemperatur oder anderer Unpässlichkeiten einen Arzt aufzusuchen. Der Lehrer weiß, dass er für den Knochenbruch oder die Infektionskrankheit kompetente Hilfe von einem Experten außerhalb seines Berufszweiges benötigt: Er externalisiert die Handhabung des Problems an einen kompetenten Mediziner. Dabei kann er auf das Fachwissen des Arztes vertrauen und in der Regel erwarten, dass das körperliche Problem in absehbarer Zeit gelöst sein wird und der betreffende Schüler wieder gesund ist und zum Beispiel wieder am Sportunterricht teilnehmen kann.

Wie sieht es aber damit aus, wenn ein Schüler häufig im Unterricht unruhig ist, anderen Schülern ins Wort fällt oder es kaum erwarten kann, seine Antwort auf eine bestimmte Frage in die Klasse zu rufen? Sind dies Situationen, die eng mit dem Lehrerberuf verbunden sind und deshalb auch vom Lehrer durch pädagogische Maßnahmen zu lösen sind, oder kann er die Lösung dieser Situationen an einen anderen Berufszweig abgeben? Die Tendenz ist heute in einem Teil der Lehrerschaft sehr stark, hier den Arzt auf den Plan zu rufen, um diese Probleme zu lösen. Viele Lehrer wünschen sich im Idealfall pflegeleichte Klassen, die bereitwillig dem Unterrichtsgeschehen folgen. Die Handhabung von auffälligen Schülern wird häufig als zusätzliche und zum Teil als unerträgliche Belastung empfunden und dem Arzt wird das Vertrauen entgegengebracht, hier kompetente Abhilfe schaffen zu können.

Hyperaktivität: wirklich ein Fall für die Psychiatrie?

Es ist das Ziel dieses Aufsatzes zu untersuchen, ob es gerechtfertigt ist, die oben genannten Erziehungs-Probleme an Ärzte und Psychiater abzugeben oder ob es die Aufgabe des Lehrers ist, diese Verhaltensauffälligkeiten zu lösen. Vertraut man der Kompetenz des Arztes und damit der des Psychiaters, dann erfolgt eine Einstufung dieser Situation nach dem diagnostischen System der Psychiatrie. Oft resultiert daraus eine Behandlung mit Psychopharmaka, meist mit Ritalin®. Erscheint dieser Weg jedoch als falsch und das in die Psychiatrie gesetzte Vertrauen als unbegründet, dann ergeben sich daraus ganz neue Anforderungen an den Lehrerberuf, die ebenfalls zu benennen sein werden.

Die meisten Psychopharmaka für Kinder werden von Hausärzten oder Kinderärzten verschrieben. Diese Ärztegruppe genießt auch zumeist das ausdrückliche Vertrauen von Familien mit Kinder. Sowohl für Lehrer als auch für Eltern bleibt jedoch meist unklar, dass sie die so genannten hyperaktiven Kinder ausschließlich auf der Grundlage von psychiatrischen Diagnosekriterien behandelt. Wenn der Hausarzt die Diagnose ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) stellt, dann greift er auf Kriterien zurück, die dem Diagnose-Handbuch der Psychiatrie entstammen, nämlich dem „Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen“, das inzwischen in der 4. Auflage erschienen ist und deshalb abgekürzt mit „DSM-IV“ bezeichnet wird. Wie zu zeigen sein wird, unterscheiden sich psychiatrische Diagnosen fundamental von Diagnosen, die ein Arzt üblicherweise zu stellen hat.

Von einem Mediziner werden klare Beschreibungen von Krankheiten, klare Angaben über die Ursachen und die Behandlung erwartet. Insbesondere ist eine eindeutige Nomenklatur erforderlich. Das Vorhandensein all dieser Punkte trug dazu bei, dass der Beruf des Arztes in unserer Gesellschaft zu großem Ansehen gelangte. Wie sehen nun die Diagnosekriterien aus, die sich auf ADHS beziehen? ADHS wird im DSM-IV auf drei Seiten beschrieben. Zunächst werden die Symptome genannt, die sich auf Unaufmerksamkeit beziehen. Dann folgen die Symptome der Hyperaktivität und Impulsivität. Da sich dieser Aufsatz im Wesentlichen auf die zweite Kategorie bezieht, sollen die dafür aufgestellten Symptome hier vollständig zitiert und dann einer kritischen Bewertung unterzogen werden.

Das diagnositsche Raster der Psychatrie

Die Hyperaktivitätsstörung kann anhand einer Liste von neun Symptomen diagnostiziert werden:

„Hyperaktivität:

a) zappelt häufig mit Händen oder Füßen oder rutscht auf dem Stuhl herum,
b) steht in der Klasse oder in anderen Situationen, in denen Sitzenbleiben erwartet wird, häufig auf,
c) läuft häufig herum oder klettert exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist (bei Jugendlichen oder Erwachsenen kann dies auf ein subjektives Unruhegefühl beschränkt bleiben),
d) hat häufig Schwierigkeiten, ruhig zu spielen oder sich mit Freizeitaktivitäten ruhig zu beschäftigen,
e) ist häufig „auf Achse“ oder handelt oftmals, als wäre er/sie „getrieben“,
f) redet häufig übermäßig viel;

Impulsivität:

g) platzt häufig mit den Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist,
h) kann nur schwer warten, bis er/sie an der Reihe ist,
i) unterbricht und stört andere häufig (platzt zum Beispiel in Gespräche oder in Spiele anderer hinein).“ 1

Das ist die diagnostische Grundlage für ADHS. Ohne diese Kriterien gäbe es keine Verschreibung von Ritalin® und anderen Psychopharmaka für so genannte hyperaktive Kinder. Das Vertrauen der Lehrer, die das Problem der so genannten Hyperaktivität an die Psychiatrie abgeben, gründet sich im Wesentlichen auf die Richtigkeit der hier genannten Diagnose-Kriterien. Es lohnt sich also, diese Kriterien etwas näher zu betrachten.

Was heißt „häufig“?

Zunächst fällt auf, dass diese Kriterien höchst subjektiv interpretierbar sind. Wie will man den genauen Zeitpunkt festlegen, wann ein Kind „häufig mit Händen oder Füßen zappelt“? Eltern und Lehrer werden im Laufe des diagnostischen Verfahrens aufgefordert, ihre diesbezüglichen Beobachtungen in Fragebogen einzutragen. Ein Verhalten, das für eine Mutter noch vollkommen akzeptabel ist, kann für eine andere Mutter oder für einen Lehrer schon Anlass zum Tadel geben und einen entsprechenden Eintrag im Fragebogen zur ADHS-Diagnose zur Folge haben. Die Toleranz des Beobachters spielt also bei der Diagnose eine große Rolle. Das Vorhaben, aus diesen subjektiven Beobachtungen eine objektive Krankheit ableiten zu wollen, muss deshalb als äußerst bedenklich angesehen werden. Nicola Raschendorfer bemerkt hierzu zutreffend: „Die Ergebnisse, die über diese Fragebögen erzielt werden, beschreiben wohl weniger das tatsächliche Verhalten des Kindes als vielmehr den Belastungsgrad derjenigen Personen, die es beurteilen.“2 

Die Fähigkeit zur Kommunikation gehört zu den Schlüsselvoraussetzungen zur Teilnahme am sozialen und kulturellen Geschehen. Kontaktfreudige und kommunikationsbereite Menschen haben es in der Regel leichter, im Leben zurechtzukommen. Wie will man hier bestimmen, wann ein Kind „häufig übermäßig viel redet“? Was für den einen Beobachter bereits als ‚krankhaft’ erscheint, mag für einen anderen als besonders überlebensfähig und als Ausdruck spontaner Lebensfreude gelten.

Diagnose: mehr grob gemutmaßt als wissenschaftlich

Ein Kind, das lebenslustig und bewegungsfreudig ist oder ein großes gegenwärtiges Problem mit sich herumträgt, könnte ohne Probleme die Symptome d) bis i) erfüllen. Damit würde es die geforderten sechs Kriterien erfüllen, die erforderlich sind, um ADHS zu diagnostizieren, und könnte mit dem Etikett „ADHS“ versehen werden. Einer Verschreibung von Ritalin® stünde dann nichts mehr im Wege. Ein Lehrer, der sich von einem bestimmten Schüler ohnehin genervt fühlt, wird eher dazu tendieren, die geforderten Kriterien zu erkennen, weil er sich eine Verbesserung der Erziehungssituation in der Klasse erhofft. 

Eine präzise Wissenschaft muss mit präzisen und nachvollziehbaren Begriffen arbeiten. Wie sieht es aber mit der Beschreibung der Symptome für ADHS aus? Die Angabe „häufig“ (Symptome a, b, c, e, f, g, i) ist äußerst ungenau. Was ist genau mit „exzessiv“ (Symptom c) oder „übermäßig“ (Symptom f) gemeint? Diese Begriffe bleiben rein subjektiv, wenn das Vergleichskriterium fehlt. Die Formulierung, ein Kind fühle sich „getrieben“, ist bloße Mutmaßung. Die Aktivität eines Kindes als „unpassend“ (Symptom c) zu kennzeichnen, kann nur wertend verstanden werden. Selbst das Wort „hyperaktiv“ ist eine Erfindung, – man findet es nicht in einem üblichen Wörterbuch, lediglich in der psychiatrischen Fachliteratur kann man es nachschlagen. – Aus alledem lässt sich folgern, dass ungenaue Beobachtungsanweisungen nicht zu einer wissenschaftlich fundierten Diagnose führen können. Damit ist das Instrument selbst unwissenschaftlich.

Eine Frage des Menschenbildes

Liest man die Symptome des DSM der Reihe nach, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das brave, zurückhaltende und angepasste Kind für die Psychiater Pate gestanden hat, die über diese Liste im Jahre 1987 abstimmten und so die Krankheit mit dem Namen „ADHS“ ins Leben riefen. Das angepasste und unauffällige Kind bildet den Normalfall, von dem aus das Kranke diagnostiziert wird. Jeder Lehrer, der die Überweisung eines Schülers in psychiatrische Behandlung befürwortet, muss sich die Frage stellen, ob er mit dem im DSM-IV postulierten Menschenbild übereinstimmen kann. – Im Grunde genommen handelt es sich bei den im DSM-IV genannten Kriterien über Hyperaktivität lediglich um eine Auflistung von in einem bestimmten Milieu unerwünschten Verhaltensweisen, die nichts über die Ursachen von ADHS aussagen.

An dieser Stelle gilt es anzumerken, dass es neben dem DSM-IV ein weiteres konkurrierendes Diagnosesystem gibt, das als ICD-10 (International Classification of Diseases – Internationale Klassifikation von Krankheiten) bezeichnet wird. Die hier aufgeführte psychische Störung wird als „hyperkinetische Störung“ benannt. Die Diagnosekriterien ähneln im Großen und Ganzen sehr den Kriterien, wie sie im DSM-IV formuliert wurden. Die oben aufgeführte kritische Bewertung der Diagnosekriterien für das DSM-IV ließen sich in ähnlicher Weise auf die Kriterien der ICD-10 übertragen. Aus diesem Grunde erfolgt hier keine weitere Auseinandersetzung mit der ICD-10. In den weiteren Ausführungen wird stets Bezug auf das DSM-IV genommen.3
(Bildquelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Die psychiatrische Schule gibt den Ton an

Im arznei-telegramm 2002, Nr. 1 ist der folgende Satz zu lesen: „Nach wie vor ist auch die Ursache von ADHS nicht bekannt.“4 Dies ist eine klare Aussage, die in ihrer Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Ganz anders hört sich dies jedoch an, wenn man sich Veröffentlichungen der gegenwärtig vorherrschenden psychiatrischen Schule anschaut. Döpfner formuliert es so: „Hauptursache (für ADHS, Anmerkung des Verfassers) sind genetische Belastungen, die Veränderungen des Neurotransmitterstoffwechsels (vor allem Dopamin-Stoffwechsel) im Gehirn auslösen.“5 Manfred Döpfner ist Professor für Psychotherapie in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Therapie des Kindes- und Jugendalters an der Universität Köln und ein engagierter Vertreter der biologischen Psychiatrie. Dass der erste bedeutende Artikel zum Thema ADHS in der führenden pädagogischen Fachzeitschrift der Bundesrepublik, nämlich PÄDAGOGIK, nicht etwa von einem Erziehungswissenschaftler, sondern von einem Vertreter der biologischen Psychiatrie verfasst wurde, ist ein Umstand, der ein Licht darauf wirft, wie weit sich die Pädagogik inzwischen von ihren eigentlichen Aufgaben entfernt hat.

Die Schlussfolgerung, die Döpfner aus seiner Grundannahme zieht, ist nur konsequent: Verabreichung von Psychopharmaka. Mit seinen Worten hört sich das so an: „Methylphenidat (Ritalin®, Medikinet®) gilt als Mittel der ersten Wahl.“6 Ritalin® und Medikinet® sind lediglich die Markennamen, der in den Tabletten enthaltene Wirkstoff heißt Methylphenidat. Im System von Döpfner wird der Lehrer zum Handlanger des biologischen Psychiaters degradiert. Döpfner formuliert: „Die Behandlung erfordert eine genaue individuelle abgestimmte Dosierung. Dazu ist es in der Regel notwendig, dass Lehrer bei der genauen Einstellung des Medikamentes hinzugezogen werden und anhand von Verhaltensbeurteilungen Veränderungen im Verlauf der medikamentösen Einstellung notieren.“7 Die Tragweite und Bedeutung derartiger Äußerungen wird unter anderem von Nicola Raschendorfer erkannt, indem sie die rhetorische Frage stellt: „Ist es tatsächlich die Hauptaufgabe von Pädagogen, die Eltern an den Arzt zu ‚überweisen‘ und nach der Diagnose gegebenenfalls die regelmäßige Einnahme der Medikamentendosis zu kontrollieren?“8

Hypothesen werden als Wissen verkauft

Das, was Döpfner als gesichertes Wissen präsentiert, ist jedoch in Wirklichkeit umstritten beziehungsweise keineswegs eindeutig. Selbst der im Bereich der biologischen Psychiatrie allgemein akzeptierte und häufig zitierte R. A. Barkley räumte 1999 ein: „Zur Zeit kennen wir die eigentlichen Ursachen für das hyperaktive Syndrom … noch nicht.“9 Zum von Döpfner angesprochenen Dopamin-Stoffwechsel heißt es im arznei-telegramm: „Hinreichende Belege für die Dopaminmangelhypothese gibt es bis heute nicht.“10 Dass im Bereich der Wissenschaft mit Hypothesen gearbeitet werden muss, ist verständlich. Es wäre jedoch seriös, mitzuteilen, wenn es sich lediglich um Hypothesen handelt. Psychiatrisches Wunschdenken als gesichertes Wissen zu präsentieren, birgt erhebliche Gefahren in sich. Erst recht gilt dies, wenn auf der Grundlage von unbewiesenen Behauptungen psychotrope Medikamente wie Ritalin® verschrieben werden, die einen erheblichen Einfluss auf das Seelenleben eines Kindes haben. Fritz B. Simon, Psychiater und Privatdozent an der Universität Heidelberg, formuliert es mit den folgenden Worten noch etwas drastischer: „Wer behauptet, er wüßte, daß es sich bei den sogenannten psychischen Erkrankungen um das Resultat organischer Prozesse handelt, lügt.“11

Etwas moderater formuliert der Psychotherapeut und Lehrbeauftragte an der Universität Frankfurt/Main Hans von Lüpke die Ursachen von ADHS wie folgt: „Als Bilanz ergibt sich aus dem bisher Dargestellten, dass es sich beim ‚ADS‘ beziehungsweise ‚ADHS‘ um ein ‚Krankheitsbild‘ handelt, bei dem eine Vielzahl möglicher Auslöser in einem jeweils unterschiedlichen Zusammenspiel zu Manifestationen führen kann, deren Bedeutung sich erst im Zusammenhang klären lässt.“12 Lüpke weist in seinem Aufsatz in PÄDAGOGIK, der übrigens genau ein Jahr später als der von Döpfner in dieser pädagogischen Fachzeitschrift erschien, also 2002, auf den zentralen Stellenwert der Kompetenz des Pädagogen in diesem Zusammenhang hin.13 Es fällt jedoch auf, wie vage und unverbindlich auf die Ursachen von ADHS eingegangen wird. Erst mehr als ein Jahr später erschien in PÄDAGOGIK der erste psychiatriekritische Artikel von einem Pädagogen zu diesem Thema.14

Materialismus in der Psychiatrie

Um zu verstehen, wie die oben genannten psychiatrischen Diagnosesysteme entstanden sind, lohnt es sich, einen Blick auf die Geschichte der Psychiatrie insgesamt zu werfen. In seiner „Geschichte der Psychiatrie“ unterscheidet der Medizingeschichtler Edward Shorter im Wesentlichen drei Phasen: die erste biologische Psychiatrie, den psychoanalytischen Hiatus (Hiatus: Kluft, Spalt, Lücke – Anmerkung des Verfassers) und die zweite biologische Psychiatrie.15 Die Geschichte der Psychiatrie beginnt mit den Irrenärzten des 19. Jahrhunderts, „die überzeugt waren, daß die Ursachen für Geisteskrankheiten im Gehirn zu finden seien …“16  Diese Denkweise wurde vor allem von Freud unterbrochen, der die Bedeutung des Unterbewussten und der frühkindlichen Erfahrungen hervorhob und die Psychoanalyse als Therapie entwickelte. Von diesen Theorien nahm die Psychiatrie im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts jedoch immer mehr Abstand und das Gehirn und die Gene traten erneut in den Mittelpunkt des psychiatrischen Interesses. „Der biologische Denkansatz in der Psychiatrie, der psychische Krankheit als eine genetisch beeinflußte Störung der Hirnchemie betrachte …“17 wurde inzwischen zur vorherrschenden Auffassung der heutigen Psychiatrie. Diese Hinwendung zum Gehirn als Ausgangspunkt psychiatrischer Ursachenforschung findet ihren Niederschlag auch in der Tatsache, dass der amerikanische Präsident Bush das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zum „Jahrzehnt des Gehirns“ erklärte.18) Auch die ersten beiden Ausgaben des DSM von 1952 und 1968 waren noch vorwiegend psychoanalytisch inspiriert, wohingegen danach die biologische Psychiatrie eindeutig an Einfluss gewann.19

Unverständlich bleibt auch, weshalb psychiatrische Krankheiten im DSM über Symptome definiert werden, die im Bereich der Verhaltensauffälligkeiten liegen, wenn doch angeblich so klar ist, dass mit der Hirnchemie etwas nicht in Ordnung ist. Wäre dieses Wissen über jeden Zweifel erhaben gesichert, dann stände doch eigentlich einer Definition psychiatrischer Krankheiten auf der Grundlage von organischen Prozessen nichts im Wege. Dass dies nicht geschieht, sollte zu denken geben und legt die Vermutung nahe, dass es sich bei diesem Ansatz um Wunschdenken der biologischen Psychiatrie handelt, das nicht durch eindeutige Beweise untermauert werden kann. Peter R. Breggin bemerkt hierzu zutreffend: „Zuerst nannten die Psychiater die Hyperaktivität eine Gehirnkrankheit. Als man keine Krankheit im Gehirn fand, veränderten sie diese in ‚minimal brain disease‘ (MBD) (geringfügiger Gehirnschaden). Als kein minimaler Gehirnschaden nachgewiesen werden konnte, formten die Fachleute das Konzept in ‚minimal brain dysfunction‘ (geringfügige Störung des Gehirns) um. Da keine minimale Gehirndysfunktion bewiesen werden konnte, wurde das Etikett zur ‚attention deficit disorder‘ (ADD) (Aufmerksamkeitsstörung). Jetzt wird einfach angenommen, daß das eine wirkliche Krankheit ist, ungeachtet der gescheiterten Versuche, es zu beweisen.“20 Die in Schweden sehr bekannte Autorin Eva Kärfve kommt in dem Fachmagazin für Lehrer „PEDAGOGISKA MAGASINET“ zu folgendem Schluss: „Aus rein wissenschaftlicher Sicht ist DAMP 21 ein Phantasieprodukt.“22

Wie vage und unverbindlich die psychiatrische Ursachenzuweisung in Wirklichkeit ist, mag durch zwei Zitate aus dem SPIEGEL-Artikel „Das Zappelphilipp-Syndrom“ verdeutlicht werden. Dort heißt es: „Obwohl kein Arzt einen ADHS-Betroffenen auf Grund seiner Gehirnstruktur erkennen kann, hat sich in den vergangenen Jahren auch die Lehrmeinung herausgebildet, es handele sich um eine organische Störung.“23 Darüber hinaus heißt es in diesem Artikel: „Zwillingsstudien zeigen, dass die Störung möglicherweise genetisch bedingt ist …“24 In seinem kürzlich erschienenen Buch „Die Krankheitserfinder“ formuliert Jörg Blech: „Doch auch mit Bild gebenden Verfahren lassen sich die Gehirne von hyperaktiven und normalen Kindern diagnostisch nicht unterscheiden.“25 Anlass zur Verwunderung muss auch der Umstand geben, wie es angehen kann, dass sich ADHS gegenwärtig epidemieartig auszubreiten scheint, aber in der Eltern-Generation nicht in diesem Ausmaß vorhanden war, wenn diese so genannte Krankheit genetisch bedingt sein soll.

Die biologische Psychiatrie versucht verzweifelt und letzten Endes vergeblich, genetische und biologische Ursachen für Aufmerksamkeitsprobleme zu kreieren. Dabei übersieht sie das Offensichtliche, nämliche die Umstände, unter denen Kinder heute zum Teil aufwachsen. Die Ehescheidungsziffern schnellen seit Jahren in die Höhe, Kindesmisshandlungen nehmen zu usw. Diese Zahlen sind nicht konstruiert oder hypothetisch, sondern sehr real und nachvollziehbar. Kinder, die in derartigen Situationen aufwachsen, sind erheblichen seelischen Belastungen ausgesetzt. Dass aus diesen Belastungen auch Aufmerksamkeitsprobleme resultieren können, ist nur verständlich.26

Hand in Hand mit der Pharma-Industrie

Darüber hinaus hat die biologische Sichtweise des Aufmerksamkeitsproblems bei Kindern einen wirtschaftlichen Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben darf und der möglicherweise erklärt, weshalb die biologische Sichtweise von interessierter Seite so stark gefördert wird: Auf der Grundlage dieser Sichtweise lassen sich Medikamente verkaufen und enorme Profite realisieren. So wird die Pharma-Industrie der „natürliche“ Partner der biologischen Psychiatrie. Wie gut diese Verbindung funktioniert, lässt sich anhand der ADHS-Diagnose und der Verschreibung von Methylphenidat, der in Ritalin® enthaltene Wirkstoff, veranschaulichen. 1987 wurde ADHS von der Amerikanische Psychiatrischen Vereinigung im DSM definiert. Die Diagnosen und Verkaufszahlen von Ritalin® schnellten in den USA sofort in die Höhe. Deutschland erreichte diese Welle mit einer gewissen Verzögerung, wie die Graphik zeigt.27

Im SPIEGEL Nr. 33/2003 heißt es hierzu: „Finanzielle Verbindungen gerade zwischen Psychiatern und Pharma-Firmen sind in Deutschland gang und gäbe. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) beispielsweise lässt sich von Unternehmen wie … Novartis-Pharma … ‚unterstützen‘.“28 Novartis ist der Hersteller von Ritalin®. – Die folgende Abfolge veranschaulicht, wie erfolgreich ein Medikament vermarktet werden kann: Zunächst kreiert die Psychiatrie eine Diagnose, die so schwammig formuliert ist, dass daraus eine große Anzahl von Betroffenen resultiert. „Je nachdem, wie eng man die Kriterien faßt, ist der Kreis der kranken Kinder groß oder klein“,29 heißt es hierzu in der FAZ. Dann gibt die DGPPN mit zwei Millionen Betroffenen für ADHS30 einen Markt vor, den die Pharma-Industrie durch gezielte Kampagnen zu „erobern“ weiß.

„Doch nie zuvor wurde der Mythos vom hyperaktiven Kind so leidenschaftlich gepflegt wie heute.“ 31 , schreibt Jörg Blech in seinem Buch „Die Krankheitserfinder“. Als ein Beispiel, wie diese „Pflege“ heute aussieht, soll hier die Broschüre „Krake Hippehopp – Wie der Krake das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) erklärt wurde“ von Sybille Albrecht behandelt werden.32 Diese Broschüre erschien im Novartis Pharma Verlag und ist nicht nur aufgrund der Handlung, sondern auch aufgrund der vermeintlich wissenschaftlich abgeleiteten Implikationen als Pharma-Märchen zu bezeichnen.

Eine Krake fängt Kinder und Erwachsene ein

Die Krake Hippehopp liebt es zu träumen, sie ist häufig unaufmerksam und so kommt es zu erheblichen Problemen zu Hause und in der Schule. Die Eltern gehen mit Hippehopp zur Schildkröte (Arzt oder Psychiater), dieser konsultiert den Clownfisch (Psychologen ) und den Kaiserfisch (Neurologen). Das Gehirn von Hippehopp wird untersucht, Saugknöpfe werden an ihrem Kopf befestigt, Gehirnströme werden aufgezeichnet und den Eltern wird dann einmütig erklärt, Hippehopp leide am Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, die Zahnräder im Gehirn würden nicht so gut ineinander greifen. Als Lösung wird „eine kleine weiße Tablette“ präsentiert, die in einer Schachtel mit der Aufschrift „NOVARTIS“ enthalten ist. – Ausdrücklich wird in der Broschüre darauf hingewiesen, dass Hippehopps prekäre Situation nichts mit schlechter Erziehung durch die Eltern oder damit zu tun habe, dass die Eltern sich zu wenig um ihr Kind gekümmert hätten.

In dem Pharma-Märchen „Hippehopp“ werden die umstrittenen Hypothesen der biologischen Psychiatrie als unumstößliche Wahrheiten präsentiert und eine Verabreichung des Psychopharmakons Ritalin® als selbstverständliche Maßnahme empfohlen. Wie erfolgreich diese Broschüre und ähnliche Maßnahmen waren, zeigt die oben aufgeführte Verkaufsstatistik von Methylphenidat. Welcher Unternehmer würde sich nicht über so eine Umsatzentwicklung freuen? Berücksichtigt werden muss jedoch, welche Grundannahmen diese Entwicklung ermöglichten und welche unabsehbaren Wirkungen die Verabreichung von Psychopharmaka auf das Seelenleben der heranwachsenden und damit zukünftigen Generation haben. 

Von Interesse ist auch das Marketing-Konzept des Pharma-Märchens „Krake Hippehopp“. Diese Broschüre ist so konzipiert, dass Mütter und Väter diese Geschichte ihren Kindern als Kinderbuch vorlesen bzw. diese sich den Text selbst erschließen sollen. Die Aquarellzeichnungen sind äußerst ansprechend, kindgemäß und ästhetisch. Allein die darin enthaltene Botschaft gibt zu großen Bedenken Anlass und erst nach näherem Hinsehen entpuppt sich das vermeintliche Kinderbuch als raffiniert getarnte Verkaufsbroschüre für Ritalin®. Die Existenz derartiger Broschüren zeigt die Notwendigkeit, dass sich die Eltern gründlich über die mit der so genannten Aufmerksamkeitsstörung verbundene Kontroverse informieren müssen, bevor sie sich unwissend der Werbemaschinerie eines Pharmakonzerns und der damit verbundenen biologischen Psychiatrie ausliefern.

Es spricht vieles dafür, dass ADHS nichts weiter als ein „Phantasieprodukt“ der biologischen Psychiatrie ist. Unbestritten ist, dass es Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen gibt. Ob diese jedoch allein dafür verantwortlich sind und deshalb mit Psychopharmaka behandelt werden müssen, darf bezweifelt werden. Der Koblenzer Schulpädagoge Reinhard Voss schreibt hierzu: „Die medikamentöse Behandlung kindlicher Auffälligkeit ist daher ein Skandal. Denn sie verhindert eine angemessene Auseinandersetzung mit dem Verhalten des Kindes, ja, sie dämpft und deckt das Problem zu, das weiterhin besteht.“33

Die Schuld liegt selten nur im Kopf des Kindes

Die Umstände, die dazu führen, dass ein Kind so auffällig unaufmerksam wird, dass daraus ein Problem entsteht, können sehr vielfältig sein. Werden psychiatrische Drogen verabreicht, um dieses Problem zu lösen, dann wird das Kind allein für äußere Missstände schuldig gesprochen, indem man es für krank erklärt und als Folge der ADHS-Diagnose Psychopharmaka verabreicht. Disziplinprobleme des Lehrers, inkonsequentes Lehrer- oder Elternverhalten, überfüllte Klassen, schlecht organisierter und/oder vorbereiteter Unterricht, uninteressanter Unterricht, sinkende Bildungsausgaben, eine schlecht ausgestattete Schule, überlastete Lehrer, Kindesmisshandlung, sexueller Missbrauch, Eheprobleme der Eltern, häufiger Partnerwechsel der Elternteile, Arbeitslosigkeit der Eltern, Eltern, die sich ständig streiten, völlig unausgewogene Ernährung ohne ausreichende Vitaminversorgung und mit zu vielen Kohlehydraten, um nur einige Beispiele zu nennen, sind unbedeutend und müssen nicht verändert werden, wenn man die Schuld für diese Missstände allein beim Kind ablädt, es als krank stigmatisiert und es über ein Psychopharmakon zwingt, sich an die genannten Missstände anzupassen. 

Neue Herausforderungen für Lehrer und Erzieher

Eingangs wurde die Frage gestellt, ob es gerechtfertigt ist, Erziehungsprobleme an Ärzte und Psychiater abzugeben. Sollte das in die biologische Psychiatrie gesetzte Vertrauen aufgrund der obigen Ausführungen erschüttert worden sein, so ergeben sich daraus für den Lehrer und Erzieher ganz neue Aufgaben. Sie sollten sich auf ihr eigenes Fachgebiet zurückbesinnen und pädagogische Lösungen anstreben. Konsequentes pädagogisches Handeln ist erforderlich. Die von Nicola Raschendorfer formulierten „Handlungsalternativen und Strategien für den Alltag“34 dürften für einen Lehrer mit den entsprechenden Problemschülern sehr hilfreich sein. 

Diese pädagogischen Maßnahmen, zu der auch eine effektive Unterrichtsmethode gehört, können durch eine gesunde Ernährung und durch andere natürliche Alternativen ergänzt werden. Der Grundschullehrer Friedrich Klammrodt hat in seinem Buch „Unkonzentriert – Aggressiv – Überaktiv“35 wertvolle Hinweise zusammengestellt. Zu beachten ist natürlich auch ein vernünftiger Umgang mit den Medien, um der Reizüberflutung zu begegnen. Das Buch „Hyperaktivität – Warum Ritalin keine Lösung ist“ von Barbara Simonsohn36 ist ebenfalls für die Praxis geschrieben und bietet dem interessierten Leser viele wirkungsvolle Hinweise.

1932 erschien der von Aldous Huxley verfasste Roman „Brave New World“, in dem er eine Welt schildert, die die Ursachen von Problemen nicht mehr erkennt und in der die alltäglichen Probleme des Lebens durch staatlich verordnete Drogen zugedeckt werden. 1946 schrieb Huxley über seinen Roman: „Alles in allem sieht es ganz so aus, als wäre uns Utopia viel näher … Heute scheint es durchaus möglich, daß uns dieser Schrecken binnen eines einzigen Jahrhunderts auf den Hals kommt …“37
Gewiss, Huxleys Welt ist heute noch nicht Realität, die Vorläufer sind jedoch deutlich zu erkennen. Deshalb ist Wachsamkeit geboten und die Anfänge dieser Tendenzen müssen in das grelle Licht der Öffentlichkeit gezerrt und so gestoppt werden, damit nicht die wertvollsten Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen durch Drogen zugedeckt werden.

Der Autor

Rainer Pagel,
Geboren 1950 in Neubrandenburg, verheiratet, drei erwachsene Kinder. Er arbeitet als Realschullehrer an der Realschule Barßel, Europaschule, und ist seit mehr als 30 Jahren, immer noch mit Begeisterung, im Schuldienst des Landes Niedersachsen tätig. Rainer Pagel wohnt auf einem ehemaligen Bauernhof, betreibt eine eigene Windenergieanlage, eine Erd-Wärmepumpe sowie eine Pflanzenkläranlage. Seine Scheune ist zur Kultur-Scheune geworden, in der er regelmäßig Veranstaltungen durchführt.

Literatur

1 Saß, Henning u. a.: „Diagnostische Kriterien des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen DSM-IV“, Göttingen 1998, S. 63 

2 Raschendorfer, Nicola: „ADS – Und wenn es das gar nicht gibt?“, Mülheim an der Ruhr 2003, S. 20.

3 Vgl. Dilling, H. u. a.: „Taschenführer zur ICD-10 Klassifikation psychischer Störungen“, Bern 2001, S. 285-287

4 arznei-telegramm, 1/2002, 33 Jg.

5 Döpfner, Manfred: „Pillen für den Störenfried?“, in PÄDAGOGIK,  Heft 1/2001, S. 25

6 Ebd., S. 25.

7  Ebd., S. 26

8 Raschendorfer, Nicola, a. a. O. S. 9

9 Zitiert nach: Lüpke, Hans von: „AD(H)S: ist alles wirklich so klar? Zur Diskussion um die Medikamentenverschreibung“, in PÄDAGOGIK,  Heft 1/2002, S. 45

10 arznei-telegramm, 1/2002. 33. Jg.

11 Fritz B. Simon im Vorwort von Peter R. Breggin: „Giftige Psychiatrie“, Heidelberg 1996, S. 17

12 Lüpke, Hans von: ebd., S.45

13 Vgl. ebd. S. 46

14 Vgl. Pagel, Rainer: „Droht eine Psychiatrisierung der Pädagogik? – Ein Beitrag zur Diskussion um die ADHS-Diagnose und die Verabreichung von Ritalin®“, in PÄDAGOGIK,  Heft 2/2003, S. 38–41.

15 Vgl., Shorter, Edward: „Geschichte der Psychiatrie“, Berlin 1999

16 Ebd., S. 9

17 Ebd., S. 7

18 Vgl. Breggin, Peter R: ebd. S. 36

19 Vgl., Shorter, Edward: ebd. S. 449f.

20 Breggin, Peter R.: „Giftige Psychiatrie – Teil 2“, Heidelberg 1997, S. 97.

21 DAMP bedeutet „Deficits in Attention, Motor control and Perception“ und ist die in Schweden übliche Bezeichnung für ADHS.

22 Kärfve, Eva: „DAMP – en fantasiprodukt“, in: PEDAGOGISKA MAGASINET, Heft 2/00, Stockholm 2000, S. 47.

23 DER SPIEGEL, Nr. 29/2002, S. 127

24 Ebd., S. 127

25 Blech, Jörg: „Die Krankheitserfinder“, Frankfurt am Main 2003, S. 125

26 vgl. Breggin, Peter R.: „Giftige Psychiatrie – Teil 2“, a. a. O. S. 90 f

27 Die Zahlen sind Schreiben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte vom 20. Mai 2003 und 4. März 2005 an den Verfasser entnommen.

28 DER SPIEGEL, Nr. 33/2003, S. 122

29 Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31.10. 2001, Nr. 253

30 Vgl., DER SPIEGEL, Nr. 33/2003, S. 121

31 Blech, Jörg: ebd. S. 113

32 Albrecht, Sybille: „Krake Hippehopp – Wie der Krake das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) erklärt wurde“, Nürnberg 2001

33 Voss, Reinhard und Wirtz, Roswitha: „Keine Pillen für den Zappelphilipp“, Reinbek bei Hamburg 200, S. 87.

34 Raschendorfer, Nicola: a.a.O. S. 51ff.

35 vgl.: Klammrodt, Friedrich: „Unkonzentriert – Aggressiv – Überaktiv“, Leer 2003.

36 vgl.: Simonsohn, Barbara: „Hyperaktivität – Warum Ritalin keine Lösung ist“, München 2001

37 Huxley, Aldous: „Schöne neue Welt“., Frankfurt am Main 1996, S. 19.

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