Das Mikroplastik ist mittlerweile in jedem menschlichen Gewebe nachweisbar – auch im Gehirn und in den Fortpflanzungsorganen. Bei der Entgiftung dieser sich stetig im Körper anreichernden winzigen Teilchen kommt nun etwa das Kohlgemüse Brokkoli ins Spiel oder vielmehr dessen Wirkstoff Sulforaphan.
Dieser aktiviert den körpereigenen sogenannten Nrf2-Signalweg und kurbelt damit die Leber-Entgiftung an. Darüber kann der Körper schädliche Substanzen wasserlöslich machen und dann leicht ausscheiden. Mit dem Ergebnis, dass so auch die zelluläre Entgiftung angeregt wird. Ebenso unterstützt Sulforaphan den Körper dabei, Plastikzusatzstoffe wie Weichmacher – Phthalate oder Bisphenole – die eine hormonähnliche Wirkung haben, auszuscheiden.
Zellreinigung mittels Sulforaphan anregen
Auch das Zellrecycling, die sogenannte Autophagie, wird mittels Sulforaphan angeregt. Der zelluläre Stress durch Mikroplastik reduziert sich damit. In Summe unterstützt Sulforaphan also die Leber bei der Ausscheidung der damit verbundenen giftigen Chemikalien, indem es an Schadstoffe bindet, die durch Mikroplastik entstehen. Die chemische Vorstufe des hochwirksamen Pflanzenstoffs Sulforaphan – das als antioxidativ, entzündungshemmend und zellschützend gilt – ist Glucoraphanin. Das ist ein natürliches Senfölglykosid (Glucosinolat), das vor allem in Kreuzblütengewächsen wie Kohl oder eben Brokkoli vorkommt. Im Körper wird Glucoraphanin durch das pflanzeneigene Enzym Myrosinase oder durch die eigene Darmflora in Sulforaphan umgewandelt.
Eine weitere wichtige Entgiftungshilfe ist etwa die Aminosäure Glycin. Sie leitet beispielsweise Glyphosat aus. Ankaflavin und Monascin aus rotem Reis (ohne Monacolin K) dagegen entgiften schädliche Verzuckerungsprodukte und aktivieren ebenfalls den Nrf2-Signalweg. Diese fortgeschrittenen Glykierungs-Endprodukte oder „Advanced Glycation Endproducts“ (kurz: AGEs) können Gefäßschäden und Entzündungen hervorrufen. Grundsätzlich entstehen sie bei der meist durch scharfes Anbraten von Fleisch entstehenden Maillard-Reaktion und der Kombination aus hoher Temperatur, Aminosäuren und Zucker. Der Konsum von AGEs ist innerhalb der letzten Jahrzehnte stark angestiegen – auch, weil der Konsum hoch verarbeiteter Lebensmittel stark gewachsen ist.
