Mögliche Erklärung für Perpetuum mobile

Ist Molekularbewegung im Kapillar-Rohr verantwortlich?

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In raum&zeit Nr. 166 wurde auf Seite 90 ff. ein vom Erfinder Hans Weidenbusch entwickeltes Perpetuum mobile beschrieben. Dabei bleib offen, wie "Energie aus dem Nichts" zustande kommen könnte. Nachfolgend bietet Prof. Alfred Evert eine Erklärung an, die auf der Molekularbewegung der Lu...
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Mögliche Erklärung für Perpetuum mobile
Von Prof. Alfred Evert, Marbach – raum&zeit Ausgabe 167/2010

In raum&zeit Nr. 166 wurde auf Seite 90 ff. ein vom Erfinder Hans Weidenbusch entwickeltes Perpetuum mobile beschrieben. Dabei bleib offen, wie "Energie aus dem Nichts" zustande kommen könnte. Nachfolgend bietet Prof. Alfred Evert eine Erklärung an, die auf der Molekularbewegung der Luft basiert.

Erklärung durch Versuche

Betrachten wir Abbildung 1. In einem Behälter A (grau) befindet sich Wasser (blau). Aufgrund der Schwerkraft bildet die Wasseroberfläche eine horizontale Ebene. Über dem Wasser befindet sich Luft (gelb) und deren atmosphärischer Druck lastet auf der Wasseroberfläche. Dieser Druck ergibt sich, indem Luftpartikeln (rote Punkte) momentan abwärts fliegen und auf Wasserpartikeln treffen. Die Geschwindigkeit einer Luftpartikel beträgt durchschnittlich etwa 550 Meter/Sekunde (Pfeil B). Es gibt aber auch schnellere und langsamere Partikeln mit zum Beispiel 600 m/s oder nur 500 m/s (Pfeile C und D). Die momentanen, individuellen Geschwindigkeiten der Partikeln sind normal-verteilt (Gaußsche Glockenkurve).

Das senkrechte Auftreffen der Partikeln auf der Wasseroberfläche ist nicht repräsentativ, weil sich Partikeln immer in alle Richtungen bewegen. Repräsentativ sind darum eher die beiden Partikeln E, die in einem Winkel von 45 Grad auftreffen. Es ergibt sich damit ein seitlicher Schub, der sich insgesamt egalisiert. Der vertikal auf das Wasser wirkende Druck entspricht aber nur noch einer Geschwindigkeit von rund 330 m/s (so wie der Schall auch nur im Zick-Zack vorwärts kommt). 

Bei allen Bewegungen in einem Fluid kollidieren nicht nur zwei Partikeln, sondern zugleich auch mehrere. In Abb. 1 treffen zum Beispiel zwei Partikeln F zeitgleich auf eine dritte Partikel G, welche derzeit auch ortsfest im Raum stehen könnte. Rechts daneben ist das Ergebnis dieser Kollision dargestellt: auf die untere Partikel wurde zweimal anteilig Energie übertragen, so dass diese Partikel mit höherer Geschwindigkeit (siehe langer Pfeil H) nach unten fliegt, während die beiden oberen I entsprechend langsamer zurück bleiben. 

Raser und Steher

Aus diesen Mehrfach-Kollisionen resultiert eine andere Verteilung der Geschwindigkeiten: einerseits gibt es beispielsweise 800 m/s schnelle „Raser“ und umgekehrt werden Partikeln nur mit zum Beispiel 400 m/s unterwegs sein oder es ergeben sich sogar „Steher“ mit noch geringerer Bewegungsenergie. Da die kinetische Energie mit dem Quadrat zur Geschwindigkeit wächst, tragen die überschnellen Partikeln nach der kinetischen Gastheorie wesentlich zum Druck bei, welcher auf der Wasseroberfläche lastet.

Oben rechts am Beckenrand in Abb. 1 ist skizziert, dass dort Partikeln parallel zur Wand abwärts fliegen können oder auch schräg zur Wand hin (Pfeile J und K). Eingeschränkt sind dort die Bewegungsmöglichkeiten von rechts oben nach links unten, sodass weniger Mehrfach-Kollisionen auftreten können und der Druck relativ gering ist. Dadurch kann am Rand die Wasseroberfläche nach oben gekrümmt sein (in Abhängigkeit von Eigenschaften der Flüssigkeit wie Oberflächenspannung, Dichte und Viskosität).

Unten links im Bild ist zunächst ein normales Rohr skizziert, in dem ein Fluid L abwärts strömt. Je enger und je länger das Rohr ist, desto stärker wird der Strömungswiderstand. Grund: Wenn Partikeln auf die raue Innenwand treffen, werden sie nicht in gleichem Winkel gespiegelt, sondern fließen nach jeder Kollision mit der Wand mehr quer zum Rohr (siehe Zick-Zack-Pfeile M), so dass sich praktisch eine selbst-sperrende Strömung ergibt.

Unten mittig in der Abb. ist der Wasserbehälter noch einmal skizziert. Hier ragt nun aber ein Kapillar-Rohr 0 (grau, nicht maßstabgetreu gezeichnet) in das Wasser hinab. Im Gegensatz zu vorigem Rohr (linke Seite der Abb.) gibt es in diesem Kapillar keine Strömung. Wann immer aber Partikeln in einer Abwärtsbewegung mit der Wand kollidieren, wird auch deren Bewegungskomponente rechtwinkling zur Wand zunehmen. Letztlich ergibt sich also auch hier eine „Sperrschicht“ Q in Form von quer-verlaufenden Partikelbewegungen.

Natürlich fliegen auch weiterhin Partikeln abwärts (siehe Pfeil P), in diesem engen Rohre ist aber die Wahrscheinlichkeit von Mehrfach-Kollisionen mit günstigem Winkel (wie oben bei F und G) stark reduziert. Es gibt damit relativ wenige Partikeln mit überhöhter Geschwindigkeit (wie oben bei H) – und deren hoher Beitrag zum Gesamt-Druck auf die Wasseroberfläche fehlt nun. Darum wird der Wasserspiegel R (dunkelblau) im Kapillar höher sein als über der offenen Fläche des Behälters.

Energie aus Molekularbewegung

Wenn innerhalb des Kapillarrohres ein Schwimmer installiert ist, wird er mit dieser Überlegung aufgrund normalen Auftriebes höher stehen als vergleichbare Schwimmer im freien Bereich des Beckens. Aus dieser Höhendifferenz kann durch geeignete Technik natürlich eine fortwährende Bewegung generiert werden. Es wirkt aber nicht irgendwelche „Energie aus dem Nichts“, vielmehr basiert die Differenz auf der unterschiedlichen Häufigkeit von Mehrfach-Kollisionen. Im Kapillar sind die Möglichkeiten eingeschränkt und es ist damit relativ geringer Druck gegeben. Im freien Bereich existiert ein höherer Anteil besonders schneller Partikeln und deren hohe kinetische Energie drückt das Wasser im Kapillar auf ein höheres Niveau.

Es dürfte allerdings schwierig sein, diese „statischen“ Druckverhältnisse in motorische Bewegung mit ausreichender Leistung zu überführen. Erfolgversprechender scheint es, dieses Wirkprinzip direkt in einem „dynamischen“ System umzusetzen. Vielfach realisiert ist es zum Beispiel in Anwendungen mit Laval-Düsen S, deren Prinzip im Bild unten rechts skizziert ist. Im Bereich vor dem Engpass wird das Fluid aufgestaut, die Kollisionen finden in rascher Folge statt, alle prinzipiell vorwärts gerichtet, so dass sich vermehrt Mehrfach-Kollisionen ergeben. Aus einer mäßigen Strömungsgeschwindigkeit am Einlass T ergibt sich am Auslass U ein Partikelstrom bis zur Über-Schallgeschwindigkeit.

Solche Düsen werden in vielen Anwendungen genutzt und ihre Leis-tungsfähigkeit ist zweifelsfrei nachgewiesen: es wird erhöhte kinetische Energie generiert durch die Differenzierung der gegebenen Molekular-Geschwindigkeit. Details hierzu habe ich in meiner Website www.evert.de dargestellt. Besonders in den Teilen 05. und 06. der Äther-Physik und -Philosophie habe ich viele Vorschläge für entsprechende Motor-Konzeptionen diskutiert, zuletzt zum Beispiel auch mit einem „Redesign“ der Schauberger-Repulsine (s. raum&zeit Thema „Energie der Zukunft“, S. 58)

Der Autor

Prof. (em) Alfred Evert, Jahrgang 1939, wendet seine jahrzehntelangen Erfahrungen aus Problemanalyse, Lösungsfindung und Systementwicklung in der Informatik nun auf physikalische Phänomene an. Sein Anliegen ist die Entwicklung konkreter Vorstellungen zu dem Einen, aus dem alles ist. Das Eine ist für ihn die einzig real existierende Substanz, ein teilchenloses und unteilbares Plasma. Alle Phänomene, materielle wie geistige, sind für ihn vielfach überlagerte und sehr komplexe Bewegungsmuster von Äther im Äther. Die Bewegungen der „Teilchen“, zum Beispiel Partikeln in Gasen und Flüssigkeiten, sind dagegen sehr viel einfacher. Evert zeigt in seiner Fluid-Technologie an vielen Beispielen zur zweckdienlichen Gestaltung von Bewegungsprozessen, dass die Nutzung Freier Energie durchaus möglich ist. Denn der lückenlose Äther-Hintergrund ist fortwährend in Bewegung und seine Energie kann niemals verloren gehen. Dadurch lässt sich die Struktur von Bewegungen so manipulieren, dass ein gewünschter Effekt erreicht wird.

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