PDF-Download-Artikel – Vorschau:
Wer kennt nicht die folgenden Sätze aus der Volksmedizin oder Iatrochymie: „Alle Krankheit beginnt im Darm“ beziehungsweise „Die Gesundheit liegt im Darm“? Um die zentrale Bedeutung des Darms weiß man in allen traditionellen Medizinsystemen unterschiedlicher Kulturbereiche wie TCM, Ayurveda etc. Auch in der Alchymie kommt dem Darmsystem eine besondere Rolle für eine ganzheitliche Gesundheit zu, wie Peter Mehmet ati im Folgenden darlegt.
Verdauung in der Alchymie
Eine traditionelle westliche Medizin gibt es, meines Wissens, bereits seit Paracelsus nicht mehr. Ihren Platz hat die heutige Schulmedizin eingenommen, die ein Gegenteil dazu darstellt und die somit auch kein Nachfolger der alten Heilkunst oder Alchymie sein kann. Es sollte uns auch bewusst sein, dass eine ganzheitliche Bedeutung des Darmsystems nicht mit dem linearen-materialistischen Denken von heute verstanden werden kann. Die Holotropie (ganzheitliches, holistisches Verständnis des Seins) wird in der Öffentlichkeit nicht mehr angewendet und nicht mehr verstanden, sie ist kein „Naturzustand“ des Menschen mehr, der völlig in der illusionären Fiktion der modernen öffentlichen Welt versunken ist.
Mit der Alchymie als Grundlage können wir uns einem erweiterten Verständnis von Erde, Welt und Mensch, aber auch dem tieferen Verständnis einer Medizin annähern. In der Alchymie erfahren wir nämlich, dass alles mit allem in Verbindung steht, und zwar im höchst abstrakten Sinne bis hin zum kleinsten Detail. Dies trifft natürlich auch bei der Betrachtung eines oder mehrerer Organsysteme zu. In diesem Sinne begreift man in der Alchymie den Darm auch nicht als rein schulmedizinisch materielles „Organ“, also als „Schlauch“, der im Prozess der Nahrungszersetzung eine bestimmte Aufgabe hat. Der Darm ist ein Organ einer Ganzheit, die man in der Alchymie als „Verdauung“ bezeichnet.
Alchymisch gesehen hat die Verdauung verschiedene Aspekte und für die Verdauung ist, grob gesagt, ein inneres Verdauungsfeuer verantwortlich, das im Rasa Shastra (vedische Alchymie) oder auch im Ayurveda als Agni bezeichnet wird. Dem Verdauungsthema liegt gewissermaßen das Menschsein zugrunde. Der Mensch als geistig-seelisch-sittliches Wesen hat eine Dynamik (feurig, Agni), ein Ausdruck der lebendigen Kräfte im Universum mit dem dahinter liegenden Geist. Man kann den Mensch nicht (wie auch die anderen Naturreiche) auf den reinen Stoff- oder Molekülgedanken reduzieren. So sind auch die Ernährung und Verdauung keine reinen materiellen Vorgänge. Es wird nicht Substanz verdaut im Sinne einer chemischen Molekülreaktion, sondern sie ist Ausdruck einer höher wirkenden Kraft. Das Molekül ist kristallisierter Ausdruck eines geistigen Prozesses. So wird Substanz auch in der Alchymie im Wortsinne verstanden, aus dem lateinischen Wort substare für „dabei sein“. Hier in dem Sinne, dass der „Stoff“ wie ein Gefäß ist, der das Feinstoffliche oder Geistige trägt, oder mitbringt. Geist wird NICHT vom Materiellen selber hervorgerufen, sondern die Materie trägt das Unsichtbare und muss vom Geist durchdrungen werden! Damit ist auch der Stoffkörper des Menschen der Träger von Seele und Geist, beziehungsweise „beinhaltet“ er diese (gemeinsam mit seinen feinstofflichen Körpern).
Der Mensch muss sich das „Außen“ zu eigen machen, es aufnehmen und wandeln. Wie im alchymischen Labor trennt und verbindet er und scheidet das ab, was „hindernd“ ist (das ist Spagyrik: trenne und verbinde). Er trennt sich von dem, was er „nicht gebrauchen“ kann, was seinem momentanen Sein nicht zuträglich ist und macht sich seine eigene innere „Tinktur“ daraus. Diese übergeordneten Prozesse äußern sich letztlich auch im Stofflichen durch seine Organtätigkeit, wenn es um stoffliche „Substanzen“ geht. Aber ebenfalls wenn Energien (seien sie gesundheitsfördernd oder gesundheitsschädlich wie zum Beispiel E-Smog, Umweltgifte etc.) oder feinstoffliche Einflüsse im Spiel sind. So subtilisiert der Mensch alle stoffliche Nahrung, die er zu sich nimmt, über sieben Gewebeschichten – im Rasa Shastra und Ayurveda „Dhatus“ genannt – analog zu den sieben Strahlen zu einem nichtstofflichen Produkt.
Wenn der Fokus nun auf einer medizinischen, materiellen Organbetrachtung liegen soll, müsste man folgende sieben Organe im alchymisch-spirituell funktionalen Sinne der Verdauung zuordnen:
• Mund
• Magen
• Dünndarm
• Dickdarm
• Leber-/Galle-System
• Bauchspeicheldrüse
• Lymphsystem
Grundlage für diese Organanschauung ist das ganzheitliche Wissen der Wesenskräfte, der Formkräfte und der geistigen Hintergrundkräfte, nicht die Anschauung rein stofflicher Gegebenheiten. Auch Planetenkräfte und andere feinstoffliche Betrachtungen bis hin zu den drei Essentialen (Merkur, Sulfur, Sal) und 5 Elementen (Quintessenz, Feuer, Erde, Luft, Wasser) sind Grundlage für das erweiterte Verständnis. Leider wird all dies außer in meinen Workshops kaum noch gelehrt.
Energien verdauen
Funktioniert das Verdauen nicht richtig, entstehen – übergeordnet betrachtet – „Schlacken“ (im Rasa Shastra „Ama“ genannt), oft auch als „Gifte“ bezeichnet. Das ist nicht schulmedizinisch gemeint, sondern es sind „Ablagerungen“ feinstofflicher Art, die sich auch stofflich darstellen können. Die Fastenthemen der traditionellen Medizinsysteme und Entschlackungskuren, man würde es heute „Detox“ nennen, liegen letztlich dem Verständnis der Amas zu Grunde.
Prinzipiell gehört ein Auflösen der Amas/„Schlacken“ und die richtige Ausscheidung sowie die Harmonisierung der Gewebe und feinstofflichen Körper (damit keine neuen Amas entstehen) zur Grundlage einer jeden Heilung. Diese Amas können sich an verschiedenen Stellen im menschlichen System befinden, es geht hier nicht nur um den Darm als rein physisches Organ …
Nach Kauf und Zahlung steht der vollständige Artikel als PDF zum Download für Sie bereit:
– Bei Gastbestellung erhalten Sie den Download-Link per E-Mail mit der Bestellbestätigung.
– Als registrierter Kunde finden Sie den Download zusätzlich in Ihrem Kundenkonto (bis zu 10 Downloads möglich).






