Die Natur schenkt uns einen wahren Schatz: Essbare Wildsamen – vitalstoffreich, kraftvoll und erstaunlich vielseitig. Damit bieten sie eine natürliche Alternative zu exotischen Superfoods und Nahrungsergänzungsmitteln und bringen Gesundheit und Energie direkt aus der Natur auf den Teller.
Immer mehr Menschen besinnen sich auf das Ursprüngliche, suchen die Nähe zur Natur und integrieren Wildkräuter bewusst in ihre Ernährung. Welche geballte Kraft in den unscheinbaren Samen heimischer Wildpflanzen steckt, ist allerdings noch wenigen bekannt.
Für unsere Vorfahren war das Sammeln von Samen selbstverständlich. Wussten sie doch die Kraft der Kräuter, Wurzeln und eben auch der Samen zu schätzen. Ging es früher ums Überleben, bereichern sie heute als wertvolles Superfood unsere Küche: als Würzmittel, Kaffee, Mehl, Öl, Keimling – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Einmal auf den Geschmack gekommen, lassen einen die kleinen Powerpakete nicht mehr los.
Vitalstoffe für unsere Ernährung
Der Nährstoffgehalt unserer Nahrung hat sich über die Jahrhunderte hinweg stetig verändert. Konservierung von Lebensmitteln, raffinierte Nährstoffe, Hybridpflanzen und ausgelaugte Böden begünstigen Mangelerscheinungen und können unter anderem zur Entstehung chronischer Erkrankungen beitragen. Aus diesen Gründen versuchen viele Menschen durch Nahrungsergänzungsmittel und Superfoods ihre Ernährung aufzuwerten. Und genau hier kommen unsere Wildpflanzen ins Spiel: Ihre Samen liefern hochkonzentrierte Vitalstoffe und werden so zu einem echten Lebens-Mittel. Jede Mahlzeit lässt sich mit Wildsamen ergänzen und aufwerten und unterstützt den Körper auf natürliche Weise mit einer Fülle von wertvollen Nährstoffen.
Nachhaltige Nahrung aus der Natur
Ein Samenkorn ist als Keimzelle des Lebens – ein echtes kleines Wunder! In den oft auch winzigen Körnern steckt alles, was zur Entfaltung einer Pflanze nötig ist. Nach der Befruchtung bildet jedes Samenkorn einen kleinen Pflanzenembryo. Da dieser Embryo, anders als beim Menschen, nicht über eine Nabelschnur mit Nährstoffen versorgt werden kann, packt die Mutterpflanze alles in eine Samenschale und gibt im Nährgewebe vor allem Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße hinzu. Dazu kommen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und vieles mehr – ein wahres Vitalstoffpaket. Je nach Pflanzenart ist die Zusammensetzung des Nährgewebes sehr unterschiedlich. Dadurch können die Samen auch auf unterschiedliche Art und Weise genutzt werden. Achtsames Sammeln von heimischen Wildsamen bedeutet gleichzeitig Umweltschutz. Exotische Superfoods reisen oft um die halbe Welt, während Wildsamen in näherer Umgebung gesammelt werden können und zusätzlich auch Verpackungsmüll vermeiden.
Sammelhinweise
Regel Nummer eins beim Sammeln: Es werden nur Samen geerntet, die sicher bestimmt werden können. Bekannte Samen wie beispielsweise Eicheln, Wal- und Haselnüsse, Bucheckern oder Brennnessel werden die meisten sicher bestimmen können. Bei unbekannteren Pflanzensamen wie beispielsweise Wiesenkerbel oder Labkraut sollte man die Pflanze in der Blütezeit bestimmen, um dann die Samenstände zu einem späteren Zeitpunkt sicher ernten zu können.
Beim Sammeln von Samen gelten ähnliche Grundsätze wie beim Sammeln von Wildpflanzen:
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