Es sind immer die vielen verschiedenen Körper- und Gemütssymptome, die den Homöopathen zum individuellen Arzneimittel führen. Sehr anschaulich beschreibt Johannes Vielberth, wie ein Homöopath auch bei Stoffwechselerkrankungen das Eigentümliche eines Patienten erforscht um aus dem Mineralien-, Pflanzen- oder Tierreich genau die Entsprechung zu finden, die den Organismus zur Selbstheilung anregen kann.
Kann die Homöopathie den Stoffwechsel günstig beeinflussen? Auf jeden Fall, würde wohl jeder Homöopath darauf erwidern. Die Kategorisierung gesundheitlicher Beschwerden in Krankheiten oder gar Stoffwechselerkrankungen ist allerdings für die Homöopathie eher weniger relevant.
Lebenskraft Das Pendel der Gesundheit
Nach Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, ist Krankheit eine Verstimmung der Lebenskraft. (Organon § 11 ). Diese Verstimmung im unsichtbaren Inneren führt natürlich auch zu Veränderungen im wahrnehmbaren Äußeren. Es führt zu Symptomen auf allen Ebenen und durchdringt den ganzen Organismus und beschränkt sich nicht auf einzelne Teile. In allen Bereichen kommt es zu Veränderungen, im Bereich des Zellstoffwechsels ebenso wie im Bereich des Gemütes und des Geistes. Wenn ein Patient zum Beispiel wegen und mit der Diagnose Migräne in homöopathische Behandlung kommt, so heißt das nur, dass dies die Beschwerde ist, die ihn am meisten einschränkt, schmerzt, belästigt.
Dass er seitdem auch Ängste entwickelt hat, wenn er alleine ist, oder beim Verlassen der Wohnung häufig die Tür dreimal kontrollieren muss, ob sie auch tatsächlich abgesperrt ist, dass er bestimmte Speisen seitdem nicht mehr mag, die er früher gerne aß – dem allen misst er keine große Bedeutung bei und zählt es nicht zu seinem Krankheitsbild. Er würde diese Symptome…






