Krieg gegen das Bargeld

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Elite-Projekt „Gläserner Kontosklave“

Artikelnummer: rz-212-15 Kategorien: ,

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Dass die schleichende Abschaffung von Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel weltweit und vor allem in der EU im vollen Gange ist, wird wohl niemand mehr ernsthaft bestreiten. Der Unternehmensberater Erich Hambach zeigt auf, was das Verschwinden des Bargeldes bedeuten würde, wer dahinter steckt und wie weit das Projekt bereits vorangeschritten ist. Wie können wir uns dagegen wehren?

Eine Welt ohne Bargeld wäre bei weitem noch unangenehmer als sie es heute schon ist. Gäbe es kein Bargeld mehr, könnten wir es zum Beispiel nicht mehr von der Bank holen, wenn diese in Schieflage geraten würde. Unsere Einlagen werden dann genauso zur „Rettung“ der Bank eingesetzt, wie es 2013 in Zypern geschah. Mittlerweile ist diese Form der Bankenrettung, der Bail-In, ein europäisches Gesetz. Und Mindestbeträge, bis zu denen unsere Bankguthaben „garantiert“ sind, können im Bedarfsfall jederzeit über Nacht nach unten korrigiert werden.

Presse: „Eines Tages werden wir eine neue schwere Finanzkrise bekommen, und dann könnten wir negative Zinsen von minus sechs oder minus fünf Prozent brauchen, um schnell aus der Krise zu kommen.“

Ein Rechenbeispiel: Bei Negativzinsen von –6 Prozent und einer Bankbearbeitungsgebühr von –1 Prozent, also gesamt –7 Prozent pro Jahr, blieben von einem Bankguthaben von 10 000 Euro am Anfang eines Jahres nach 12 Monaten lediglich noch 9 300 Euro übrig. So etwas nennt man auch schleichende Enteignung. Rogoff forderte auch die möglichst rasche Abschaffung der 100-Euro- und der 200-Euro-Note, denn allein das Verbot des 500-Euroscheines sei nicht effizient genug.

Und auch die direkte Enteignung, zum Beispiel durch Zwangsabgaben in Höhe von 10 Prozent auf Sparguthaben, wie es sich der IWF (Internationaler Währungsfonds) seit Jahren wünscht, wäre ein Leichtes – ohne Bargeld. Dazu tendiert auch einer der jüngsten Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Immobilienbesitzer mit einer Zwangsabgabe zur Lösung der Finanzkrise zu „beglücken“. So vertritt er in seinen öffentlichen Ansprachen, natürlich immer elegant verpackt, vehement die Vorschläge des Think-Tanks France Strat gie. Diese Denkfabrik ist direkt dem französischen Premier angegliedert, hat das Ohr des Präsidenten und schreibt keine unverbindlichen Vorschläge, die niemanden interessieren. Noch Fragen? Deshalb werden die Bewohner eines Landes wohl auch als Staatsbürger bezeichnet. Sie bürgen und haften im Fall eines Staatsbankrotts!

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