Die Leber ist das Organ der Wandlung, Veränderung und Erneuerung. Sie gibt uns Mut, eine Idee in die Tat umzusetzen und stärkt die Willenskräfte in uns. Diesen Aspekt der Leber findet man in keinem medizinischen Lehrbuch. Er ist aber bedeutend für die ganzheitliche Betrachtung dieses wichtigen Organs.
Die Leber ist das größte Drüsenorgan des menschlichen Körpers und besteht zu etwa 75 Prozent aus Flüssigkeit. Sie ist somit das Flüssigkeitsorgan ohne eigene Form. Diese erhält sie von ihrer Umgebung. Ein Teil der Leberoberfläche ist mit dem Zwerchfell verwachsen. Sie wird somit durch jede Atembewegung mitbewegt. Ohne diese feste Verbindung zum Zwerchfell würde die Leber formlos in sich zusammenfallen.
Zentrale ohne eigene Form
Die Leber gilt auch als das Zentrallabor des Körpers. Die einzelnen Zellen arbeiten nicht für sich allein. Sie schließen sich in Verbänden von einigen Hundert Zellen zu stecknadelgroßen Leberläppchen zusammen und verrichten so gemeinsam ihre mehr als 300 unterschiedlichen Aufgaben im Stoffwechsel und Hormonsystem. Hinsichtlich der Vielfalt an Stoffwechselaktivitäten übertrifft die Leber alle anderen Organe. Sämtliche im Blut kreisenden Stoffe, wie Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Giftstoffe, Medikamente, Hormone oder Enzyme, können durch die Leber verändert, auf- und abgebaut werden. Damit stehen sie dem Körper in neuer und sinnvoller Form zur Verfügung oder werden ausgeschieden. Für die Willensfunktion der Leber ist auf körperlicher Ebene vor allem der Kohlenhydrat-Stoffwechsel von Bedeutung.
Aus Kohlenhydraten wird Muskelkraft
Kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel, wie Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte oder Gemüse, werden bereits durch das im Mundspeichel enthaltene Enzym…






