Parasiten im Darm

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Kur, Sanierung, Vorbeugung

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Ungebetene Gäste im eigenen Körper – die meisten Menschen wollen diese so schnell wie möglich wieder loshaben, sobald sie von ihnen erfahren haben. Sie abzutöten ist nicht schwer, wie unser Autor darlegt. Er lädt uns aber darüber hinaus dazu ein, die unerwünschte Besiedelung als Anlass zu nehmen, uns weitergehende Gedanken zu machen: Wie parasitär ist ein Parasit? Was ist Eigenes, was Fremdes, was an Fremdem haben wir uns zu eigen gemacht? Wie sieht es mit unserem Schutz aus? Was sabotiert unsere Abwehr und wie gut sorgen wir für uns?

Kur, Sanierung, Vorbeugung

Diese Geschichte beginnt im Jahr 2000 mit meiner Tätigkeit für den Naturheilverein „Hilfe zu Selbsthilfe e. V.“ und dessen Konzentration auf die Therapie nach Hulda Clark. Ihre Botschaft: Falls du ein chronisches Gesundheitsproblem hast und dir die medizinischen Experten nicht helfen können, bekommst du von mir die Info, wie du dir selbst helfen kannst – mit 4 Kuren (Leber-, Nieren-, Parasiten- und Darmkur) und 4 Sanierungen (Gebiss, Ernährung, Körper, Haus).

Hulda Clark – mehr als Parasitentöten

Was sich den Lesern einprägt, ist: Wenn du mit den 4 Kuren alle Parasiten abgetötet und alle Gifte ausgeleitet hast, wirst du gesund. Die 4 Sanierungen werden gern übersehen oder hinten angestellt, wie hier auch.

Wohin ausgeprägtes Parasiten-Abtöten führt, sieht man an den Krankenhauskeimen. In dem Härtetraining, das wir ihnen geben, überleben nur die multiresistenten Besten. Sie kann nichts mehr umbringen, und das kostet allein in Deutschland etwa 6 000 bis 15 000 Menschen pro Jahr das Leben.

Aus dem Blickwinkel der Entwicklung von Leben auf der Erde betrachtet, sind Parasitismus und Symbiose die beiden Extreme in einem Spektrum von Formen des Zusammenlebens. Wenn Parasitismus überwiegt, dann geht das betreffende Ökosystem zugrunde, und wenn Symbiose überwiegt, macht das Ökosystem Fortschritte.

Auf der Erde hat Symbiose so sehr überwogen, dass sich aus Einzellern komplexe Säugetiere entwickeln konnten. Im Rahmen dieser viele Millionen Jahre fortschreitenden Symbiose sehe ich Parasitismus als ersten Anbahnungsversuch künftiger Symbiose. Schon 1878 schlug Anton de Bary auf der 51. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Kassel vor, in die Biologie die Bezeichnung Symbiose für jegliches Zusammenleben von artverschiedenen Organismen einzuführen, also auch für Parasitismus.

Mir hat einmal ein Vereinsmitglied das Vorderende eines Bandwurms mit Hakenkranz (Scolex) zugeschickt, das nach dem Zappen – eine antiparasitäre Maßnahme nach Clark – aus der Nase herauskam. Aber sämtliche zugeschickten Darmegel stellten sich unter dem Mikroskop als Fleischreste heraus. Und ja, es gibt Raubwespen, die ihre Eier in Insekten legen, wo der Wirt als lebende Vorratskammer die Geburt der neuen Raubwespe nicht überlebt. Trotzdem würde sich die Wespe selber ausrotten, wenn sie alle in Frage kommenden Insekten mit Eiern bestückte.

Erfolgsmodell Symbiosen

Parasiten, die ihre Wirte umbringen, sind Misserfolgsmodelle und entsprechend selten. Das Erfolgsmodell der Evolution ist immer weiter fortschreitende Symbiose, bis die beteiligten Organismen nicht mehr alleine leben können – der Weg vom Einzeller zum Säugetier, von der Ursuppe zum Urwald. Symbiose vereint die Ressourcen aller Beteiligten – optimierter Output bei weniger Input.

Wenn wir jede kleine Infektion mit allen verfügbaren Mitteln bekämpfen, dann schlagen wir nicht nur die Bösen tot. Übereifrigkeit beseitigt nicht nur Feinde, sondern zerstört symbiontische Gesellschaften wie ein Bombenteppich. Eine kraterübersäte und vergiftete Darmlandschaft bietet ganz andere Lebensbedingungen als der unversehrte Darm. Organismen, die vorher nicht Fuß fassen konnten, werden nun begünstigt, symbiotische Gleichgewichte müssen sich unter widrigen Bedingungen mit anderen Beteiligten neu einstellen. Das dauert – selbst bei intensiver Pflege, und vielleicht wird es nie wieder so wie früher. Ohne Krieg wäre es besser gelaufen.

Zum Thema Würmer

Den Körper verlassende Würmer – normalerweise im Stuhlgang – bekommt man nur selten zu sehen. Das liegt daran, dass tote Würmer im Darm schnell verwesen – Verdauung eben. Und ein lebender Wurm lässt freiwillig nicht los. Hat er woanders gelebt als im Darm oder der Leber, kommt er sowieso nur in kleinen Stücken dort an. Falls im Stuhl etwas zu sehen ist, sind es meistens Spulwürmer (Ascaris lumbricoides), Madenwürmer (Enterobius vermicularis) und Bandwurmsegmente.

Madenwürmer sind bis 12 Millimeter lang und legen ihre Eier nachts in den äußeren Analfalten ab, aus denen sich innerhalb weniger Stunden infektiöse Larven bilden. Für die unendliche Auto-Infektionskette Jucken–Kratzen–Finger–Mund sind nicht nur kleine Kinder anfällig. Bei Befall ist strikte Hygiene im Bereich Wäsche – vor allem Bett- und Unterwäsche – Toilette, Hände über längere Zeit angesagt. Fast alle kleinen Kinder gehen durch eine Madenwurmphase und erwerben Resistenz. Ein Trick ist ein mit Ölekomposit/Rizol getränktes Wattebällchen nachts vor dem Anus zu tragen, sodass die Eiablage unterbunden wird.

Spulwürmer sehen fast wie Regenwürmer aus, gewaschen wären sie rosa. Sie sind auf der ganzen Welt verbreitet und man kann kaum einen Fuß vor die Tür setzen, ohne auf ein Askariden-Ei zu treten. Die sehr widerstandsfähigen Eier bleiben bis zu vier Jahre infektiös, müssen aber über den Mund aufgenommen werden. Bezüglich Wurmbefall von Erwachsenen sind sie die Nummer Eins. Und dann kommt lange Zeit nichts.

Bandwurmsegmente sind weiß und eckig und flach, entweder quadratisch oder rechteckig, Kantenlänge deutlich unter einem Zentimeter. Die Ecken bewegen sich in Zeitlupe, wodurch sich das Segment langsam fortbewegen kann. Häufiger zu sehen sind sie im Kot von Rohfleischfressern wie freigehenden Katzen. In Industrieländern ist der Mensch definitiv ein Fehlwirt …

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