Geistiges Heilen ist eine der ältesten Formen energetischen Heilens. Dabei verstehen sich Heiler meist nicht selbst als diejenigen, die Heilung bewirken, sondern als Vermittler geistiger oder göttlicher Energie. Wir stellen vier Persönlichkeiten vor, die den deutschsprachigen Raum prägen, und wir zeigen beispielhaft, wie unterschiedlich ihre Wege, Methoden und Erfahrungen sind.
Heilung liegt nicht allein in der Abschaffung eines Symptoms, sondern in der Wiederverbundenheit mit dem, was lebt. Davon sind viele Geistheiler überzeugt. So unterschiedlich ihre Methoden auch sind, verstehen sie sich meist nicht selbst als diejenigen, die heilen, sondern als Vermittler geistiger oder göttlicher Kraft. Vier bekannte Geistheiler zeigen auf, wie unterschiedlich der Weg zu dieser Berufung und ihre Arbeit aussehen können.
Rade Maric
Der in Serbien geborene Rade Maric wuchs als Gastarbeiter-Kind im ehemaligen Jugoslawien bei seinen Großmüttern auf. Eine brach vor seinen Augen mit einem Herzinfarkt zusammen und starb. Der kleine Maric erstarrte innerlich und äußerlich. Mehrere Tage war er gelähmt. Die andere Großmutter litt unter Depressionen und erhängte sich vor seinen Augen. Da war Rade acht Jahre alt. Seine Eltern holten ihn nach Deutschland, in ein für ihn völlig fremdes Land. Sich von allen Menschen verlassen fühlend, begann er verzweifelt und innigst, Gott zu suchen. Während seiner Gebete entstanden Visionen – oft sah er Engel, die energetisch an ihm arbeiteten. Mit Beten brachte er sich in Trancezustände und beobachtete sich von oben. Maric ist sicher: „Die göttliche Kraft kann durch mich nur so stark wirken, weil ich durch all diese Ereignisse eine tiefe Demut entwickelt habe.“ Sein schwerer Start ins Leben war gleichzeitig der Beginn seiner Berufung: „Wenn du jeden Schmerz gespürt hast und alle Tränen geweint hast, wenn sie Tropfen für Tropfen auf dein Herz gefallen sind – dann kommt die Weisheit.“
Ego und Blockaden lösen
Bereits Wochen vor den Behandlungen spürt Maric nach eigener Aussage, welche Menschen zu ihm kommen und was sie belastet, was sie denken oder fühlen. Bei Gruppen- wie Einzelsitzungen oder Fern-Energieübertragungen können Reaktionen heftig sein: von Schreien, Weinen und Umsichschlagen bis hin zu körperlichen Schmerzen. Maric ist sich sicher, dass kein Mensch frei von Blockaden oder Traumata ist. Durch die Energieübertragung bei der Behandlung werde die Energie des Behandelten angehoben und seine Intuition aktiviert. Wichtig sei, möglichst gut zu entspannen und loszulassen.
Maric legt dabei beide Hände im Bereich von Brust und Bauch auf – seiner Meinung nach der Sitz der Seele im Körper. Teilweise „übernimmt“ er nach eigener Aussage die Krankheiten seiner Patienten, „damit es ihnen leichter fällt, loszulassen“. Bei der Behandlung eines Alkoholikers etwa habe ein Bluttest bei Maric plötzlich ähnlich schlechte Blutwerte gezeigt. Während der Sitzung habe sich dies sowohl beim Klienten als auch bei ihm wieder aufgelöst.
Erstaunliche Erfolge
Maric arbeitet gerne mit Ärzten zusammen und begleitet Patienten während schulmedizinischer Therapien. Über drei Jahre behandelte er nach eigenen Angaben mehrmals wöchentlich einen jungen Mann mit Lymphdrüsenkrebs, der bereits palliativ behandelt wurde und sich zunehmend erholte. Auch bei Multipler Sklerose habe er positive Veränderungen erlebt.
Für Maric geht Heilung über die körperliche Ebene hinaus. „Der Mensch ist primär ein geistiges Wesen, das in der Materie Erfahrungen macht.“ …
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