Holocaust aus dem Kosmos?

Von Hellmuth Hoffmann – raum&zeit Ausgabe 16/1985

Bei einem Polsprung werden magnetische Orkane aus dem All über die Erde brausen und sie aus den Angeln heben. Die Ozeane werden kochen, und Höllenströme flüssigen Magmas werden sich über den Globus wälzen. Das ist – in wenige Worte zusammengefaßt – die Schlußfolgerung von Überlegungen, die Peter Kaiser, Wissenschaftsredakteur des österreichischen Fernsehens, aus einer von ihm begründeten Polsprung-Theorie zog und in seinem 1971 herausgekommenen Buch "Die Rückkehr der Gletscher" (Molden Verlag, Wien) veröffentlichte. Dieser Theorie zufolge soll das Magnetfeld der Erde etwa alle 450.000 Jahre zusammenbrechen und sich in umgekehrter Folge wieder neu aufbauen. Kaiser glaubt, Beweise dafür gefunden zu haben, daß sich eine solche Umpolung in den vergangenen 76 Millionen Jahren insgesamt bereits 171-mal zutrug, nicht unbedingt in rhythmischen Abständen, sondern in Zeitintervallen, die zwischen einigen tausend bis zu mehr als zwei Millionen Jahren schwanken.

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