Der Magnetismus in der Heilkunde

Neue Möglichkeiten mit alten Mitteln

Von Hans Steinberger – raum&zeit Ausgabe 22/1986

Der Magneteisenstein und seine Eigenschaft, Eisen anzuziehen, waren bereits im Altertum bekannt. Er ist vulkanischen Ursprungs. Berühmte Wissenschaftler und Ärzte befassten sich mit ihm als Heilmittel. Im Mittelalter geriet er wie so vieles in Vergessenheit. Nur Scharlatane benutzten ihn noch gelegentlich, um auf Jahrmärkten dem staunenden Volk ihre "übernatürlichen Kräfte" zu demonstrieren.
Erst im 18. Jahrhundert besann man sich wieder auf den Magnetismus. 1780 schlossen die Gelehrten Audry und Thouret eine mit großer Gründlichkeit erarbeitete Studie für die Société Royale de Médecine mit dem Satz: "Eines Tages werden die Magnete in der Medizin mindestens in ebenso großem Umfang angewendet werden wie heute in der Physik."

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