Boomen bis der Crash kommt und was man tun sollte

Die Verantwortungslosigkeit der Analysten und die Gutgläubigkeit der Menschen

Von Dipl. Ing. Günter Hannich, Lauben – raum&zeit Ausgabe 105/2000

"Ob Mannesmann und Vodafone, ob die Deutsche und die Dresdner Bank fusionieren, entscheiden schon lange nicht mehr die Vorstände, sondern die Analysten", so neulich ein Börsen-Insider. Die vernichtende Macht des Kapitals wird für Laien vorerst nur bruchstückhaft sichtbar. Etwa, wenn er sich fragt, warum Weltmächte wie G7 Währungs-Spekulationen oder wirtschaftliche Zusammenbrüche wie in Asien oder Russland mit entsetzlichen Folgen für die Bevölkerung nicht verhindern können. Oder wenn er fast täglich in der Zeitung lesen kann "Arbeiter entlassen, Aktien gestiegen". Das alles ist letztlich das Werk gnaden- und seelenloser Börsen-Analysten. Der Boom der Börse scheint ungebrochen und beginnt, Sogwirkung zu entfalten. Sogwirkung auf die letzten Sparguthaben. Denn immer mehr Bürgerinnen und Bürger werden von soliden Menschen zu Börsenspekulanten. Eine aggressive Aktienwerbung tut ein Übriges. Dabei wäre das Gegenteil vernünftiger: Bargeld ansammeln, möglichst in der Schweiz in Fränkli. Denn, wenn der große Crash kommt, verlieren die Sachwerte und die Barwerte steigen. Man nennt das Deflation. Günter Hannich hat darüber ein Taschenbuch mit dem Titel "Geldcrash" geschrieben. Wir haben ihn gebeten, für raum&zeit eine kurze Übersicht zu geben.

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