Auslandspropaganda – USA gut, Russland böse

Russlandnahe Sender wie Russia Today (RT) oder Sputnik sind in den westlichen Medien bereits seit längerem im Kreuzfeuer der Kritik. So wird Ihnen vorgeworfen, im Auftrag des Kremls gezielte Auslandspropaganda zu betreiben.
Was diesen Sendern zu Last gelegt wird, wird in Bezug auf die USA wiederum gerne übersehen. Denn was viele nicht wissen (oder absichtlich übersehen): Bereits seit Anfang der 1950er-Jahre betreiben die USA unter anderem mit dem Rundfunkveranstalter "Radio Free Europe / Radio Liberty" (RFE/RL) einen Hörfunk, der Programme in 28 osteuropäischen, vorderasiatischen und zentralasiatischen Sprachen produziert; diese Programme werden hauptsächlich auf Kurzwelle ausgestrahlt. Brisant ist, dass diese Anstalt mit Sitz in Prag vom Kongress der Vereinigten Staaten finanziert wird. Bereits nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden durch die US-gesteuerten Sender massiv prowestliche Propaganda in den ehemaligen Ostblockstaaten betrieben.
Im Zuge dieses Informationskrieges haben die USA nun von Russia Today verlangt, sich in die Liste der Ausland-Agenten einzutragen – der Sender musste sich dem Druck beugen und willigte notgedrungen ein. In den westlichen Medien wurde darüber kaum berichtet. Der große Aufschrei kam erst, als Russland im Gegenzug von den amerikanischen Medien dasselbe forderte. Schnell wurde dem Kreml eine Einschränkung der Pressefreiheit vorgeworfen.
Ein Zeichen dafür, wie im West-Ost-Konflikt weiterhin mit zweierlei Maß gemessen wird.

Die ausführlichen Hintergründe erfahren Sie hier

(Quelle: www.infosperber.ch)

 

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