An heißen Sommertagen ist es unter einem Baum oft deutlich angenehmer als auf einer versiegelten Straße. Das liegt nicht nur am Schatten. Bäume besitzen ein natürliches Kühlsystem, das unsere Umgebung wirksam abkühlt.
Verdunstung kühlt
Über winzige Spaltöffnungen an ihren Blättern geben Bäume kontinuierlich Wasser an die Luft ab. Dieser Vorgang heißt Transpiration. Für die Verdunstung wird Wärme benötigt, die der Umgebung entzogen wird – derselbe Effekt, der auch unseren Körper beim Schwitzen kühlt. So sinkt die Temperatur rund um den Baum spürbar.
Grüne Klimaanlagen
Gerade in Städten ist dieser Effekt besonders wertvoll. Bäume spenden Schatten, kühlen die Luft und mindern den sogenannten Wärmeinseleffekt. Voraussetzung ist allerdings, dass sie ausreichend Wasser aufnehmen können. Bei Trockenheit schließen viele Arten ihre Spaltöffnungen, um Wasser zu sparen – und ihre Kühlleistung nimmt ab.
Alte Bäume sind unersetzlich
Je größer die Krone, desto stärker die Kühlwirkung. Alte Bäume verdunsten deutlich mehr Wasser als junge und leisten damit einen wichtigen Beitrag für ein angenehmes Stadtklima. Deshalb ist ihr Erhalt mindestens so wichtig wie das Pflanzen neuer Bäume.
Wer an einem heißen Sommertag den Schatten eines großen Baumes genießt, erlebt also weit mehr als nur Schutz vor der Sonne: Er profitiert von einer natürlichen Klimaanlage, die ganz ohne Strom funktioniert.
