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Synthetische Duftstoffe sind flüchtig und kommen über die Luft in die Lunge und auch in den Mund. Sie gelangen auf die Mundschleimhaut, sie werden eingeatmet und gehen über die Luftröhre in die Lunge und ins Blut. So verteilen sie sich auf alle Organe: die Leber, die Nieren oder die Gelenke. Auch bei Föten kommen sie an. Ein Großteil der Chemikalien findet schnell den Weg ins Gehirn, und zwar über die Nase, und ein beträchtlicher Teil der Moleküle landet sofort in den Augen.
Für den Körper sind diese Stoffe befremdlich. Wie soll er sie verstoffwechseln? Der eine schafft es besser, der andere weniger. Wer langsamer entgiftet, hat schlechtere Karten: Bei ihm reichern sich bedenkliche Chemikalien mehr an. Dass eine solche Anreicherung in der Folge zu Schäden führen kann, ist nicht verwunderlich.
Geruchsbelästigung: Duftschwaden in der U-Bahn
Gut riechende Produkte enthalten oft ein Sammelsurium an hunderten sehr kritischen Chemikalien. Diese Düfte haben dann auch weitreichende Folgen. Manchmal ist der Geruch von einem einzigen Menschen, der Parfüm, kräftiges Deo oder Rasierwasser aufgetragen hat oder dessen Kleidung frühlingshaft „frisch“ duftet, meterweit wahrzunehmen. Zunehmend auffällig ist, dass der künstliche Duft, der viele Menschen umgibt, intensiver geworden ist und sogar dann noch wahrnehmbar ist, wenn die duftende Person längst den Raum oder den U-Bahn-Wagon verlassen hat. Nur Geruchsbelästigung?


