Wieder miteinander reden

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Das Potenzial des Bohmschen Dialogs für Beziehungen, Gesellschaften und Unternehmen.

Artikelnummer: th-47-05 Kategorien: ,

PDF-Download-Artikel – Vorschau:

In Zeiten von Corona werden Spaltungen von Gesellschaft, Gemeinschaften und Familien schmerzlich sichtbar. Es ist dringend, diesen Spaltungen entgegenzuwirken. Wir können etwas tun. Der Bohmsche Dialog bietet wertvolle Ansatzpunkte.

Glauben Sie an Ihre Gedanken? Denken Sie, dass es „wahr“ und „objektiv“ ist, was Ihr Hirn den ganzen Tag produziert? Lassen Sie sich von Ihren Gefühlen leiten, einfach, weil ein Gefühl etwas Bestimmtes sagt? Dann gehören Sie zu den Menschen, die in Diskussionen genau wissen, was Sache ist, die dann sofort für die eigene Meinung plädieren und gegen die Ideen des Gegenübers, noch bevor die andere Person ihren Satz vollendet hat. Sie stimmen innerlich zu oder entgegnen, weil sie genau wissen, was richtig und was falsch ist. Oder gehören Sie zu den Menschen, die schon eine gewisse Distanz zu ihrem Denken einnehmen können, die wissen, dass ihr Hirn ein Organ ist, das Tag und Nacht denkt, weil es einfach seine Aufgabe ist? Gehören Sie zu den Menschen, die sich nicht identifizieren mit den Inhalten ihres Hirns, die wissen, dass das, was das Hirn den ganzen Tag macht, nicht zwangsläufig „richtig“ oder „wahr“ ist? Dann haben Sie gute Voraussetzungen dafür, dass Gespräche zu etwas führen, dass im offenen Austausch mit anderen sich Neues ausfalten kann. Dass neue Gedanken, neue Aspekte zu einem komplexen Thema aufgehen, neue Bilder und neue Erfahrungen entstehen. Je komplexer die Welt wird, desto schädlicher sind Denkmuster, die einfache Realitäten postulieren, wo es nur richtig oder falsch gibt, gut oder schlecht, schwarz oder weiß. Und umso größer wird die Sehnsucht vieler Menschen nach einfachen, verständlichen, klaren und übersichtlichen Verhältnissen. Das ist ein Hintergrund, dass populistische Bewegungen so viel Kraft entwickeln. Wenn wir Teil der Lösung statt Teil des Problems sein wollen, müssen wir verzichten: Auf Sicherheiten, auf einfache Lösungen, auf Überzeugungen, auf Identifikationen. Verzichten darauf, dass wir wissen, was „Sache ist“, was „richtig“ ist, was „wahr“ und was „falsch“ ist.

David Bohm und der Dialog

Der Physiker David Bohm (1917 1992) hat sich in seiner letzten Schaffensperiode intensiv mit dem Dialog beschäftigt. Während es in einer Diskussion (lateinisch von discutere = zerschlagen, zerteilen, zerlegen) darum geht, die Ganzheit auseinanderzunehmen, zu sezieren, hat Dialog (griechisch von Dia = durch, Logos = Wort) für Bohm die Bedeutung eines „freien Sinnflusses, der unter uns, durch uns hindurch und zwischen uns fließt“. Es geht also um Partizipation, um Teilhaben, sich beteiligen, miteinander denken. Bohm sagt, dass es unser Denken ist, das die Welt zerteilt und das, was ursprünglich ganz war, zerstückelt und fragmentiert. Wir meinen, dass unser Denken die Dinge und die Erfahrungen so beschreibt, wie sie sind. Dass wir es mit objektiven äußeren Realitäten zu tun haben, die unabhängig von uns und unserem Wahrnehmen und Denken existieren. Das ist ein folgenschwerer Irrtum. Denn wir erschaffen uns unsere Realität mit unserem Denken, wir konstruieren sie fortwährend. Und sagen dann, wir hätten gar nichts getan. Wir würden nur die „äußere objektive Realität“ wahrnehmen und beschreiben…..

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