Sparen lohnt nicht

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Regionalwährungen in Deutschland Entwicklung, Bedeutung und Sinn

Artikelnummer: th-47-11 Kategorien: ,

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Rund 30 funktionierende Regionalwährungen gibt es in Deutschland, manche schon seit Jahrzehnten. Wie arbeiten sie, wer profitiert von ihnen, was sind ihre Grenzen und wann werden sie zur echten Alternative in Krisenzeiten?

Als Christian Gelleri vor 20 Jahren als Lehrer an die Waldorfschule Prien im Chiemgau kam, war von Regionalwährung noch keine Rede. Wichtiger war die fehlende Turnhalle. Für deren Bau fehlte das Geld. Gemeinsam mit sechs Schülerinnen startete Gelleri eine Projektarbeit: In einer Art Geldspiel sollte sich die ganze Region an der Finanzierung beteiligen. Als das Team am 30. Januar 2003 auf einer Informationsveranstaltung die ersten 2 000 Chiemgauer ausgab, waren diese sofort vergriffen. Etwa 20 Unternehmer und 30 Konsumenten ließen das Geld unter sich kursieren, ein Anteil jeder Transaktion floss in die Finanzierung der Turnhalle. Diese konnte bald gebaut werden. So begann die Erfolgsgeschichte einer Regionalwährung, dem Chiemgauer. Christian Gelleri: „Wir hatten damals kein fertiges Konzept, wir sind Schritt für Schritt vorgegangen. Zunächst wollten wir einfach herausfinden, wie Geld funktioniert.“

Der beliebte Chiemgauer

Heute ist der Chiemgauer die bekannteste und erfolgreichste Komplementärwährung Deutschlands. In den Landkreisen Rosenheim und Traunstein mit etwa 500 000 Einwohnern werden pro Jahr sechs bis sieben Millionen Chiemgauer umgesetzt. Bei etwa 600 Geschäften, Vereinen und auf Märkten kann mit dem Chiemgauer bezahlt werden. Es gibt 22 Ausgabestellen, und über 3700 Bürger nutzen ihn regelmäßig. Inzwischen werden die bunten Scheine vielfach durch e-chiemgauer ersetzt, sodass auch vermehrt junge Leute und Onlinebusiness erreicht werden. Und so funktioniert es: Der Verein Chiemgauer e.V. emittiert die Währung offiziell als vereinsinterne Gutscheine. Der Chiemgauer wird vom Euro gestützt und kann an den Ausgabestellen eins zu eins gegen Euro eingetauscht werden. Das Besondere an der Komplementärwährung ist ihre Umlaufsicherung: Während „normales“ Geld durch Zinsen zunimmt, wenn man es spart, nimmt der Chiemgauer als „Schwundgeld“ stetig ab – genau gesagt um acht Prozent pro Jahr. Praktisch funktioniert das durch Aufkleber, mit denen man alle Vierteljahre den Wertverlust ausgleichen muss. Mit Erfolg: Der Chiemgauer wird dreimal mehr umgesetzt als der Euro. Mit drei Prozent des Umsatzes aller Chiemgauer werden kommunale Initiativen wie Schulen, Sport- und Kulturvereine sowie Umweltmaßnahmen gefördert…

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