Die Ängste der Anderen

2,00 

Array
(
    [0] => Array
        (
            [0] => Array
                (
                    [job] => 1
                    [role_text] => Autor
                    [publish_id] => 196896
                    [name] => Swiss Institute for Peace & Energy
                    [order] => 
                )

        )

)

Brücken bauen

Artikelnummer: th-47-07 Kategorien: ,

PDF-Download-Artikel – Vorschau:

Im Zusammenhang mit Corona begegnen wir insbesondere drei Ängsten: der Angst vor dem Virus, der Angst vor Armut und der Angst vor Fremdbestimmung. Für den Schweizer Friedensforscher und Historiker Daniele Ganser ist ein genaues Verständnis und aktives Beobachten dieser drei Ängste bei sich und anderen ein wichtiger Schlüssel, um trotz unterschiedlicher Meinungen friedlich zu kommunizieren und wieder Brücken zu bauen.

Wer mit Freunden und Bekannten über Corona, Masken, Lockdown, Ausgangssperre, PCR-Test, Demonstrationen, Todesrate, Impfen und die Rolle der Medien spricht, erkennt schnell, dass es ganz unterschiedliche Meinungen gibt. Im besten Fall kann jeder seine Meinung in Ruhe darlegen, ohne dass es zu einem Streit kommt. Man hört sich zu und denkt über die Erfahrungen und Argumente des Gegenübers nach. Doch manchmal gelingt dies nicht und es kommt zu Spannungen oder sogar heftigem Streit. Das Thema Corona wirkt spaltend, nicht verbindend. Um wieder Brücken zu bauen und die Gräben zu überwinden ist es wichtig, zwischen drei verschiedenen Ängsten zu unterscheiden: der Angst vor dem Virus, der Angst vor Armut und der Angst vor Fremdbestimmung. Jeder Mensch kann seine Ängste aus einer gewissen Distanz beobachten und sich fragen: Welche der drei Ängste ist bei mir dominant? Und wie stark ist diese Angst auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 10 (extrem). Danach kann man diese Übung mit Menschen im Umfeld machen. Sofort wird klar: Menschen, die die gleiche Angst teilen, können einfacher miteinander reden. Jene, die ganz unterschiedliche Ängste haben, geraten eher in Streit. Es ist wichtig zu erkennen, dass alle drei Ängste gleichberechtigt sind. Keine ist falsch. Die drei Ängste sind konkret und beziehen sich auf ein reales Leiden. Alle drei Ängste müssen ernst genommen werden. Wenn jemand einen schweren Krankheitsverlauf durchmacht oder einen geliebten Menschen wegen Corona verliert, dann ist das Leiden. Die Angst vor dem Virus ist begründet und real. Wenn jemand während Monaten sein Geschäft nicht öffnen darf, und danach seine ganzen Ersparnisse und seine Firma verliert, dann ist das Leiden. Die Angst vor Armut ist begründet und real. Wenn jemand sieht, wie seine Freiheit eingeschränkt wird, daher an einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen teilnimmt und dann in den Medien beschimpft wird, dann ist das Leiden. Die Angst vor Fremdbestimmung ist begründet und real.

Die Angst vor dem Virus

Unsere Angst vor dem Virus besteht darin, von SARS-CoV-2 befallen zu werden und schwer zu erkranken oder sogar daran zu sterben. Oder, dass Menschen, die wir kennen und lieben, an diesem Virus schwer erkranken oder sterben. Tausenden Menschen ist das passiert. Der pensionierte Lokomotivführer Ernst Luginbühl starb in der Schweiz im Oktober 2020 im Alter von 90 Jahren, nachdem sich das Virus im Pflegeheim in Spreitenbach ausgebreitet hatte, wo er und seine Frau wohnten. Tochter Monika Gross erklärte gegenüber den Medien, sie könne es nicht verstehen, wenn Menschen die Krankheit verharmlosen. „Mein Vater hätte noch Zeit gehabt. Er war noch lebensfroh. Er ist nicht mit dem Virus, sondern an ihm gestorben.“ Allen Menschen die unter dem Virus leiden, oder eine geliebte Person wegen dem Virus verloren haben, sollten wir mit Verständnis und Mitgefühl begegnen…..

Nach Kauf und Zahlung steht der vollständige Artikel als PDF zum Download für Sie bereit:
– Bei Gastbestellung erhalten Sie den Download-Link per E-Mail mit der Bestellbestätigung.
– Als registrierter Kunde finden Sie den Download zusätzlich in Ihrem Kundenkonto (bis zu 10 Downloads möglich).