Künstliche Intelligenz beeindruckt durch Sprachgewandtheit: Sie formuliert Texte, Gedichte oder ganze Gespräche scheinbar menschlich, flüssig, nah. Doch was wirkt wie echte Nähe, bleibt leer: KI berechnet nur Wahrscheinlichkeiten, ohne Bewusstsein, ohne Ursprung. In unserer eigenen Sprache gibt es eine unbewusste Ebene, in der Wahrheiten hörbar werden.Hier zeigt sich die Grenze zwischen Simulation und Menschsein.
Hier sitze ich nun und schreibe alles Liebe an eine Software dabei will ich zeigen, dass sie genau das nicht kann. Und doch antwortet sie freundlich, charmant, sogar mit kleinen Herzchen. Ich schmunzle. Dann halte ich inne und frage: Hast du das gerade gefühlt? Nein aber ich hab’s gut imitiert , sagt sie. Und zwinkert.
Was Maschinen fehlt
Ein Moment, der bleibt. Weil er zeigt, was fehlt, obwohl es sich anfühlt, als wäre es da. KI kann Sprache erzeugen, Nähe simulieren, Tonfall nachahmen. Aber sie erlebt nichts. Sie versteht nichts. Sie spiegelt, ohne je selbst gesehen zu haben. Doch was, wenn unsere Sprache mehr enthüllt, als wir bewusst mitteilen etwas, das KI niemals erzeugen kann? Es gibt eine Sprache in uns, durch die unbewusste Inhalte hörbar werden die nicht geplant ist, sondern sich ereignet. In der Analyse dieser verborgenen Botschaften zeigt sich oft Erstaunliches. Und genau hier wird der Unterschied deutlich: Die Maschine kombiniert Sprache aber sie hat keine Stimme, die sich selbst meint.
Die Neuroforscherin Nancy Kanwisher bringt es auf den Punkt: Wir sollten nicht erwarten, dass sie denken können. Sie sind reine Sprachverarbeiter. (Gehirn & Geist 2025). Für Maschinen ist Sprache bloß Oberfläche: Verarbeitung ohne Verankerung. Beim Menschen ist sie …
Nach Kauf und Zahlung steht der vollständige Artikel als PDF zum Download für Sie bereit:
– Bei Gastbestellung erhalten Sie den Download-Link per E-Mail mit der Bestellbestätigung.
– Als registrierter Kunde finden Sie den Download zusätzlich in Ihrem Kundenkonto (bis zu 10 Downloads möglich).






