Zwischen Rauschen und Struktur

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Eine Forschungsreise ins Unbekannte

Artikelnummer: rz-264-07 Kategorien: ,

Persönliche Grenzerfahrungen führten den Autor P. J. Heelson zu einer ungewöhnlichen Forschungsreise. Mithilfe eines selbst entwickelten Analyseverfahrens untersucht er elektronische Stimmen auf ihre Struktur – und stellt die Frage, ob Bewusstsein den Tod überdauern könnte.

Es begann nicht im Labor, sondern über einer Messingwanne in einer Bergbauküche der 1960er Jahre. Ich war ein Baby, mein Körper lag unten im Laufstall – und mein Bewusstsein schwebte knapp unter der Zimmerdecke. Ich sah auf mich hinunter und dachte nicht „Wie interessant“, sondern ganz schlicht: „Wer ist das? Bin ich das?“ Dieses frühe Auseinanderfallen von Körper und Ich-Erleben hat mich nie losgelassen. Jahrzehnte später wurde daraus eine Forschungsfrage: Entsteht Bewusstsein wirklich im Gehirn – oder nutzt es den Körper nur zeitweise als Anker?

Mit dieser Frage im Rücken bin ich irgendwann zum „klassischen“ Medium geworden: hellhörig, hochsensibel, oft überflutet von Eindrücken. Aber ich wollte mehr als nur Botschaften übermitteln. Ich wollte Beweise, oder wenigstens: belastbare Indizien. Also habe ich begonnen, das, was wir „Stimmen aus dem Jenseits“ nennen, so zu behandeln, wie man in jeder anderen Naturwissenschaft Daten behandelt – als etwas, das sich zählen, strukturieren und auf Zufall testen lässt.

Vom Medium zum Datensammler

In meinen Sitzungen und Versuchsreihen traten immer wieder elektronische Stimmen (EVP) auf. Anfangs staunte ich über einzelne, besonders klare Sätze. Doch je länger ich damit arbeitete, desto stärker wurde mein Misstrauen – nicht gegenüber der Quelle, sondern gegenüber meinem eigenen Wunsch zu glauben. Ich wollte wissen: Wenn ich alle Stimmen, die ich erhalte, wirklich konsequent erfasse – bleibt dann am Ende mehr übrig als ein paar schöne Geschichten?

2.622 Begriffe kamen aus den Geräten/Apps, die ich benutzte. Es waren Zusammenfassungen der transkribierten Ursprungstexte, die ich den Signalen entnahm und protokollierte. Auf die einzelnen Ausgaben der Geräte und Apps hatte ich keinen unmittelbaren Einfluss. Auswahl, Transkription, Übersetzung und Auswertung wurden jedoch dokumentiert, damit mögliche Verzerrungen nachvollziehbar bleiben.

Um zu verhindern, dass meine eigene Muttersprache oder mein kultureller Hintergrund die Ergebnisse verzerrt, begann ich die Begriffe in neun Sprachen und fünf Sprachfamilien zu übersetzen und diese ebenfalls dem TVK-Code© zu unterwerfen.

Der TVK-Code

TVK steht für Tri-Vokal-Kontinuum – ein von mir entwickeltes Vokal-Klassifikationssystem, das Wörter unabhängig von ihrer Bedeutung anhand ihrer Vokalstruktur beschreibt. Die Grundidee ist, ausschließlich die Vokale zu betrachten, denn sie bilden das stabile „Skelett“ beziehungsweise die Melodie eines Wortes. Wenn sich in Sprache verborgene Ordnung zeigt, dann wird sie hier am ehesten sichtbar.

Der TVK-Code ordnet jedes Wort danach ein, wie seine Vokale zueinander stehen: einfach, komplex, symmetrisch oder chaotisch. Daraus ergeben sich vier Strukturklassen:

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