Karotten, Pastinaken, Kartoffeln oder Sellerie gehören zu den klassischen Wintervorräten. Doch damit die Ernte möglichst lange hält, kommt es auf die richtige Lagerung an. Entscheidend sind dabei Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die richtige Behandlung nach der Ernte.
Wurzelgemüse richtig einlagern
Wenn die Tage kürzer werden und die Erntezeit endet, beginnt die Zeit der Vorratshaltung. Für Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken, Selleriewurzeln, Schwarzwurzeln oder Wurzelpetersilie sind vor allem kühle Temperaturen wichtig. Am besten halten sie sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.
Kartoffeln benötigen ebenfalls eine kühle Lagerung, sollten jedoch getrennt von anderem Lagergemüse aufbewahrt werden. Sie geben Ethylengase ab, die den Reifeprozess anderer Gemüsearten beschleunigen können.
Lieber ungewaschen lagern
Vor dem Einlagern sollten Wurzelgemüse möglichst nicht gewaschen oder geschrubbt werden. Eine dünne Schicht Erde schützt die Wurzeln und kann dazu beitragen, dass sie länger frisch bleiben. Daher werden Schwarzwurzeln, Petersilienwurzeln und ähnliche Gemüsearten am besten mit etwas anhaftender Erde eingelagert.
Bis in den Frühling haltbar
Bei geeigneten Bedingungen lassen sich viele Wurzelgemüse bis in den März hinein lagern. Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle der Vorräte. Faulende oder beschädigte Exemplare sollten frühzeitig aussortiert werden, damit sich Fäulnis nicht ausbreitet.
Manche Knollen bleiben im Boden
Nicht alle unterirdisch wachsenden Gemüse müssen geerntet werden. Topinambur kann den Winter über im Beet verbleiben und bei Bedarf frisch gegraben werden. Auch der japanische Knollenziest lässt sich problemlos im Boden überwintern.
Alternative zum Keller
Wer keinen geeigneten Lagerkeller besitzt, kann eine Erdmiete anlegen. Dabei werden Knollen- und Wurzelgemüse in einer mit Stroh abgedeckten Erdgrube gelagert. Die dort herrschenden Bedingungen sorgen für eine relativ konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit – ideale Voraussetzungen für die Winterlagerung.
Lese-Tipp: Wolf-Dieter Storl im Interview: „Gemüse richtig lagern – Wie wir lange von der Ernte zehren können“, raum&zeit Nr. 237
