raum&zeit erscheint seit über 25 Jahren im Ehlers Verlag
Wenn man Hans-Joachim Ehlers zu Lebzeiten fragte: „Wie sind Sie eigentlich zu raum&zeit gekommen?“, pflegte er immer zu sagen: „Wie die Jungfrau zum Kinde.
Wir schreiben das Jahr 1986. Hans-Joachim Ehlers, gelernter Journalist, hatte sich schon 1972 selbstständig gemacht. Er war zusammen mit seiner Frau Eigentümer einer kleinen Werbeagentur, sowie einer Anzeigenverwaltung mit Sitz in München, zunächst Widenmayerstraße, dann Hohenzollernstraße. Er übernahm in diesem Jahr ein neues Objekt zur Betreuung der Anzeigenakquisition: „Das neue Zeitalter“, eine astrologische Wochenzeitschrift. Er pflegte auch sogleich Kontakt zu den Herausgebern dieser Zeitschrift, die ihm erzählten, dass sie momentan nicht ganz glücklich mit ihrer Zeitschrift waren. Neben den vielen journalistischen Tätigkeiten hatte Hans-Joachim Ehlers auch in den unterschiedlichsten Marketingbereichen gearbeitet und dort viel Erfahrung gesammelt. Er unterbreitete den Herausgebern Vorschläge, wie man die Zeitschrift verbessern konnte, was zur Folge hatte, dass man ihn als Chefredakteur engagierte. Es wurden drei Redakteure in die Hohenzollernstraße versetzt und Hans-Joachim Ehlers hatte mehr Arbeit denn je.
In dieser Zeit begann er, sich für Zeitschriften jenseits des „Mainstreams“ zu interessieren, und stieß auf die damals schon existierende Zeitschrift „raum&zeit“. Die „raum&zeit“ erschien zu der Zeit im raum&zeit Verlag Gehrden; Herausgeber war Wolfgang Wegener. raum&zeit war stark Physik orientiert, enthielt aber auch, durch die Mitarbeit des verstorbenen Dr. med. Hans A. Nieper, interessante Medizinthemen. Hans-Joachim Ehlers abonnierte sie und nahm auch Kontakt mit Wolfgang Wegener auf.
Die Herausgeber des „Neuen Zeitalters“ beschlossen nach einiger Zeit, die Zeitschrift zu verkaufen, und veräußerte sie an einen Hamburger Verlag. Damit war die redaktionelle Arbeit am „Neuen Zeitalter“ für Hans-Joachim Ehlers beendet. Nach einiger Zeit wurde die Zeitschrift eingestellt, lediglich die Jahressonderausgaben blieben erhalten. Dies erzählte Hans-
Joachim Ehlers Wolfgang Wegener eher beiläufig, worauf dieser antwortete: „Wenn die das „Neue Zeitalter“ kaufen, dann wollen die vielleicht auch raum&zeit kaufen.“ Worauf Hans-Joachim Ehlers erwiderte: „Bevor dieser Verlag die raum&zeit kauft, um sie dann einzustellen, kaufe ich sie lieber selbst.“ Und so kam es zu dem seltenen Fall, in welchem der Abonnent die Zeitschrift kauft. Hans-Joachim Ehlers gründete den ehlers verlag und übernahm die Zeitschrift raum&zeit. Die erste Ausgabe im neuen Verlag erschien Anfang Februar 1987, Nr. 29.
raum&zeit hatte bei der Übernahme gerade mal 2500 Abonnenten, einen Buchhandelsverkauf gab es nicht. Hans-Joachim Ehlers erkannte das Potenzial, das in raum&zeit steckte und auch den Wert, Informationen jenseits des Mainstreams zu liefern, Informationen, die man sonst nicht bekommt, die sonst niemand veröffentlicht. Um das tun zu können, muss man unabhängig sein, Unabhängigkeit hat aber seinen Preis. Wenn man über üble Machenschaften großer Konzerne berichtet, kann man nicht erwarten, dass diese dann Anzeigen schalten. Somit entwickelte er das bis heute – unseres Wissens nach – einzigartige Konzept einer Zeitschrift, die sich über den Verkauf selbst finanziert. Nur so kann man kompromisslos berichten. Hierzu musste er den damaligen Verkaufspreis fast verdoppeln. Kenner der Zeitschriftenbranche prophezeiten ihm das sofortige Aus, das Gegenteil aber war der Fall, da auch die Leser den Wert der Zeitschrift erkannten und bereit waren, ihn zu bezahlen, den Preis der Unabhängigkeit.
raum&zeit wuchs langsam aber stetig zur heutigen Größe mit einer Auflage von circa 30 000 Exemplaren.
Zu Beginn bestand der Ehlers Verlag aus Hans-Joachim und Käthe Ehlers, sowie einer Teilzeitkraft. Desktop Publishing war zu dieser Zeit noch ein Fremdwort, man konnte es kaum aussprechen. Schon damals bezog raum&zeit viele Veröffentlichungen aus einem, bis heute auch immer größer gewordenen Autorenstamm. Viele der Manuskripte kamen, wenn man Glück hatte, in Schreibmaschinenfassung an, doch es waren auch handschriftliche dabei.
Diese mussten dann vom Setzer oder von den Angestellten erfasst werden. Die Überschriften, Vorspänne und Zwischenüberschriften wurden von Hans-Joachim Ehlers ebenfalls handschriftlich eingefügt. Die Teilzeitkraft hatte Gott sei Dank viel Übung im Entziffern seiner etwas eigenwilligen Handschrift und konnte diese dann für den Setzer abtippen.
Sagt Ihnen der Begriff Klebeumbruch heute noch etwas? Hier wurde der Text entweder nach Ausdruck oder noch besser mit Letrasetbuchstaben auf vorgedruckte Linien gesetzt (vielmehr gerubbelt und geklebt) um zu sehen, wie er passt und ihn gegebenenfalls noch zu ändern. Hans-Joachim Ehlers saß oft Abende lang am Klebeumbruch, um diese Bögen dann zu nachtschlafender Zeit zur Druckerei zu fahren. Ein riesiger Quantensprung war der erste Laptop (eigentlich eine elektronische Schreibmaschine mit Diskettenlaufwerk), den sich Hans-Joachim Ehlers zulegte. Hier konnte er Texte erfassen und auch speichern, allerdings nur auf eine Diskette, der „Laptop“ verfügte noch nicht über eine eigene Festplatte. Aber 1,2 MB waren damals schon richtig viel. Mit der Zeit hielt auch das Desktop Publishing Einzug bei raum&zeit. Der erste Bildschirm war noch schwarz/weiß, Farbe war absoluter Luxus. Die wenigen Farbbilder mussten sowieso von der Lithoanstalt eingescannt werden, weil die nötige hohe Auflösung der Bilder den Rahmen des Rechners sprengte. Dennoch war es ein weiterer Quantensprung. Die Daten wurden auf Datenträger gespeichert, die dann zur Druckerei mussten. Datenübertragung gab es auch noch nicht, zumindest nicht in der Größenordnung, die Druckdateien benötigten. Also wurde der Datenträger per Bahnkurier zur Druckerei geschickt. Spannend wurde es, wenn sich der eine oder andere Verkehrsstau in Richtung Hauptbahnhof München ankündigte. Ich selbst bin schon einige Male dem schon anfahrenden Zug hinterher gelaufen, um das wichtige Paket noch dem Schaffner in die Hand zu drücken. Einmal ging ein Datenträger kaputt, und wie es das Schicksal wollte, gab es keine Sicherungskopie. Nach langer Recherche fand sich ein Spezialist in England, der die Daten wieder herstellen konnte.
All das kann man sich heute, im Zeitalter von Internet, DSL, FTP und PDF, gar nicht mehr vorstellen. Dennoch hat die Technik bis heute ihre Tücken nicht verloren. Jeder, der an Zeitungen und Zeitschriften mitarbeitet, kennt das schöne erlösende Gefühl, wenn die Nachricht von der Druckerei kommt: Alle Daten fehlerfrei erhalten!
Der Tod von Hans-Joachim Ehlers im Jahre 2002 hinterließ eine große Lücke. Dennoch glauben wir, dass es uns gelungen ist, zusammen mit unseren Mitarbeitern in der Redaktion, sein Lebenswerk fortzusetzen.
In diesem Sinne, auf die nächsten 20 Jahre!
Schreibmaschine, Klebeumbruch, Lithoanstalt – als Hans-Joachim Ehlers vor 20 Jahren „raum&zeit“ übernahm, war das elektronische Zeitalter im Verlagswesen noch nicht eingeläutet. Aber inhaltlich war die Zeitschrift bereits damals ihrer Zeit weit voraus und gab Denkanstöße für die Themen der Zukunft.
Ein Jubiläum gibt immer Anlass für einen Moment des Innehaltens und der Reflektion. Sei es in der eigenen Biographie oder der einer Institution. Diesem Artikel ging meine persönliche Reise durch 20 Jahre raum&zeit im Hause Ehlers voraus.
Eine gleichermaßen spannende wie beeindruckende Zeitreise, die deutlich machte, dass sich raum&zeit an seinem Anspruch: Unabhängigkeit, Ehrlichkeit, Offenheit und Zukunftsfähigkeit sehr wohl messen lassen kann. Dass dies von 1986 bis 2002 so war, ist dem ungewöhnlichen Verleger und Chefredakteur Hans-Joachim Ehlers zu verdanken.
Dass dies so bleibt, liegt nun in der Verantwortung seiner Frau und der nachfolgenden Generation.
Mitte der 80er Jahre war die Alternativ-Medizin noch etwas, das in der Öffentlichkeit mehr oder minder mit gefährlicher Quacksalberei oder fehlgeleiteten Glauben an Wunderheilungen gleichgesetzt wurde. Heute müssen Sie nicht mehr unbedingt fürchten von Ihrem Nachbar für geisteskrank gehalten zu werden, wenn Sie Kräutertees, Bachblüten oder homöopathische Globuli in Ihrer Hausapotheke haben. Ja, es wehte ein eisiger Wind in den 80er Jahren, auch wenn schon die ersten Samen der Saat einer ganzheitlichen Sichtweise von Gesundheit und Heilung aufgingen.
Noch ärger erging es Querdenkern in der Physik. Wer sich mit den „verstaubten“ Theorien des Nikola Tesla befasste oder gar die Frechheit besaß, an den Denkgebäuden der relativitätsgläubigen Einsteinfanatiker zu rütteln, konnte froh sein, dass Steinigung oder Ketzerverbrennung als Mittel zur Rückführung auf den rechten Weg des Glaubens nicht mehr an der Tagesordnung waren. Die Heftigkeit, mit der hier wissenschaftliche Dispute geführt wurden und teils noch werden, erinnert (noch immer) stark an die Auseinandersetzungen zwischen Anhängern verschiedener Glaubensrichtungen.
Hans-Joachim Ehlers hat bereits in der ersten Nummer von raum&zeit, die unter seiner Federführung entstand, an den Fundamenten der Wissenschaftsdogmatiker gerüttelt. Neben dem Titelthema „Kritik an der Einsteinschen Relativitätstheorie“ wird aufgezeigt, dass am Waldsterben in Wirklichkeit der Mikrowellensmog die Schuld trägt. Nicht nur bei der Problematik „Elektrosmog“ hatte raum&zeit Mitte der 80er eine Vorreiterrolle, auch beim Thema AIDS/HIV wurde bereits 1987 die Frage gestellt, ob es sich beim „AIDS“-Virus nicht einfach nur um eine – zugegebenermaßen lukrative – Erfindung von US-Forschern handle. Dass das HI-Virus, (so es eines Tages doch noch von jemandem tatsächlich isoliert werden sollte), nicht für die unter AIDS subsumierten rund 20 verschiedenen Einzelerkrankungen verantwortlich gemacht werden kann, konnte in den darauf folgenden Jahren in vielen, vielen Veröffentlichungen unter anderem von Dr. Peter Duesberg und später auch durch Dr. Heinrich Kremer schlüssig dokumentiert werden.
Das HIV/AIDS-Märchen ist jedoch nicht das einzige Märchen, das sich hartnäckig im Volksglauben hält. Auch der Mythos vom bösen Chole-sterin – von raum&zeit bereits 1987 kritisch hinterfragt – zeichnet sich durch ein extremes Haltbarkeitsdatum aus, wenngleich die Anzahl der Anhänger dieses Mythos schon zurückgegangen ist. Erst Ende Oktober diesen Jahres wurden die zahlreichen Tatsachenverdrehungen rund ums Cholesterin durch den Mediziner Volker Schmiedel auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden erneut referiert.
Spannend auch der Verweis in raum&zeit auf die Veröffentlichung einer Studie des Medizinstatistikers Bailar im New England Journal of Medicine, in der er bereits 1986 zu dem Schluss gelangte, dass die Methoden der Krebsbehandlung wie Chirurgie, Strahlenbehandlung und toxische Chemotherapie ihre Grenzen erreicht haben und vom Prinzip her nicht weiter ausbaubar sind. Die allein durch toxische Chemotherapie erreichbare Lebensverlängerung wurde mit zwei Wochen angegeben. Aktuelle Studien von Hölzl et. al. kommen 2005 zu dem Ergebnis, dass es im Falle der Behandlung von Mamma-Ca in den letzten 20 Jahren keine weiteren Verbesserungen bei der Verlängerung der Lebenserwartung gekommen ist. Diese Studie hätte man sich eigentlich schenken können, wenn man bereits die Studienergebnisse von Bailar 1986 ernst genommen hätte. Natürlich hat raum&zeit im Laufe der Jahre immer wieder alternative Behandlungsmethoden bei Krebs vorgestellt. Ein Meilenstein hierbei sind sicher die Arbeiten von Medizinalrat Dr. Heinrich Kremer, die 2001 in dem im Ehlers Verlag erschienenen Buch „Die stille Revolution der AIDS- und Krebs-Medizin“ mündete.
Auch die Brisanz, die in der Ritalinmedikamentierung im Zusammenhang mit ADHS, damals noch als hyperkinetisches Syndrom bezeichnet, erkannte Hans-Joachim Ehlers bereits 1987. Erschütternd der Rückblick darauf, dass CIBA Geigy in den USA bereits von 1970 bis 1987 eine Umsatzsteigerung von 11 Mio. auf 75 Mio. verzeichnen konnte. Zu dieser Zeit veröffentlichte das Magazin des bayerischen Kultusministeriums „Schule und wir“ die frohe Botschaft „Pillen für Zappelphillip“ mit der Empfehlung für alle Lehrer und Eltern, unbedingt das „Wundermittel“ Ritalin einzusetzen, obwohl schon damals bekannt war, dass diese Drogen Wachstumsstörungen bewirken können. Heute fordern zumindest staatliche Stellen nicht mehr hemmungslos die Zwangsmedikation unserer Kinder mit nachweislich die Psyche verändernden Stoffen. Dies vermutlich nicht aus Einsicht, eher wohl auf Ratschlag ihrer Rechtsberater, um zu vermeiden, bei etwaigen Schadensersatzansprüchen Betroffener haftbar gemacht zu werden. In der Folgezeit wurden immer neue Erkenntnisse über die Ursachen von ADHS/ADS wie zum Beispiel ungesunde Ernährung (u.a. Phosphatproblematik), Überforderung/Stress durch massive Umweltreize (Medien, Elektrosmog, Umweltgifte) und soziale Faktoren (Schule, familiäre Situation) und zahlreiche Alternative Behandlungswege im Sinne einer Sanften Therapie vorgestellt.
Ein Kernthema in raum&zeit, das in den ersten Jahren vor allem durch das Engagement des ZDN (Zentrum zur Dokumentation für Naturheilverfahren) und seinen Vorsitzenden Dr. Klaus Schlebusch immer wieder aufs Tablett kam: Die Bedrohung der Naturheilkunde und der alternativen Heilweisen durch den Gesetzgeber. Kein Land hat eine so mächtige Pharmalobby wie Deutschland. Skrupellos argumentierten Naturheilkundegegner mit Ergebnissen aus hanebüchenen Versuchen, in denen Ratten – völlig gegen ihre Natur – extreme Dosen einzelner Heilpflanzen zwangszugeführt wurden, um die enorme Gefährlichkeit zum Beispiel des Huflattichs zu begründen, der dann prompt durch den Gesetzgeber aus der Liste der in Apotheken gehandelten Teedrogen eliminiert wurde. Die AMG (Arzneimittelgesetz)-Novelle setzte den kleinen und mittelständischen Naturheilmittelherstellern enorm zu. Zahlreiche bewährte Naturheilmittel, oftmals Komplexmittel aus verschiedenen pflanzlichen, auf einander abgestimmten Komponenten, scheiterten an der Hürde der Nachzulassung, die den Wirkstoff bezogenen Einzelnachweis der Wirksamkeit forderte. Ein finanziell unmöglich zu rea-lisierendes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass allein die Kamille 200 Wirkstoffe enthält. Der Gesetzgeber machte sich hier zum Handlanger der Pharmazeutischen Industrie.
Das zähe Ringen um den Erhalt der Naturheilkunde verlagerte sich in den 90er dann auf die EU-Ebene. Kein Vorteil für die Befürworter, denn nun ist es umso leichter geworden, Stein für Stein aus dem Schutzwall der Naturheilkunde unbemerkt heraus zu brechen. Kaum ein Bundesbürger verfolgt doch ernsthaft, was in Brüssel geschieht. Kaum ein Europa-Politiker ist tatsächlich greifbar, geschweige denn, dass er über das Europa-Parlament tatsächlichen Einfluss auf die Europa-Politik hätte. Die wird letztendlich von kleinen Lobbyistenclubs, den Regierungsvertretern der Mitgliedsländer und Ministerialbeamten bestimmt.
In den Anfängen von raum&zeit stand im Bereich der Zahnmedizin vor allem die Gefahr der Volksverseuchung durch das Quecksilber der Amalgamfüllungen im Mittelpunkt. Auch wurde immer wieder die unselige Fluorverfütterung an Säuglinge und Kleinkinder oder die Zwangsfluorbeglückung über das Trinkwasser in der Schweiz kritisiert. Wegweisend waren die Beiträge über die Bedeutung der Zahnherde und ihre Wechselwirkungen auf das Organsystem sowie Anfang der 90er bereits die ersten Veröffentlichungen über sanfte kieferorthopädische Maßnahmen mithilfe des so genannten Bionators, der heute in jeder guten kieferorthopädischen Praxis eine Selbstverständlichkeit ist. Seit einigen Jahren werden nun verstärkt die psychisch-seelischen Verknüpfungen bei den Zähnen erforscht und veröffentlicht.
Hans-Joachim Ehlers zögerte nie, aktuelle, die Umwelt und die Volksgesundheit bedrohende Schweinereien der chemischen und/oder pharmazeutischen Industrie aufzudecken. Ob es sich um die Beigabe von gefährlichem Aluminiumhydroxid oder Quecksilberverbindungen (Thiomersal) in Impfstoffe für Kinder oder um den menschenverachtenden Verkauf hochgefährlicher Substanzen wie DDT oder Contergan handelte, die nach ihrem Verbot in Deutschland einfach auf die Liste der Exportwaren an die Entwicklungsländer gesetzt wurden, oder aber um die neu aufkommende Bedrohung durch gen-modifizierte Pflanzen und Tiere. Missstände wurden benannt. Die dahinter steckenden wirtschaftlichen Interessensverflechtungen aufgezeigt. Man denke aktuell nur an das Mega-Geschäft mit dem fragwürdigen Grippemittel Tamiflu, von dem auch Ex-US-Verteidigungsminister Rumsfeld bei der Vogelgrippen-Hysterie persönlich profitierte.
Als medizinischer Irrweg entlarvt, wurde die in den letzten 15 Jahren massiv zunehmende, unreflektierte Standard-Verordnung von Antibiotika und Cortison bei Zipperlein aller Art oder das bedenkenlose Impfen gegen alles und jeden. Aktuell erleben wir wieder einmal, wie der Impfwahn einen neuen Schub durch impfgläubige Ärzte bekommt, die sich dabei als Sprachrohr für die Interessen der Impfstoff-Hersteller funktionalisieren lassen. Offenbar hat die aktive Impfaufklärung durch Impfkritiker mittlerweile so viele Eltern wachgerüttelt, dass sich dies nachhaltig negativ auf die Umsätze der Herstellers auswirkt. Jetzt müssen die PR-Fachleute und die Lobbyisten der Pharma aktiv werden.
Bereits in den 80er stellten raum&zeit-Autoren Fragen wie „Was ist Geld?“, „Ist der Crash vorprogrammiert“. Es wurden Auswege aus der Krise aufgezeigt, bei denen eine Aussöhnung von Ökonomie und Ökologie wie im Modell der Permakultur zentrales Anliegen war. Im dem Artikel „Wie der Welthandel die Menschen ruiniert“ thematisierte Hans-Joachim Ehlers erstmals 1987 die Auswirkungen der Globalisierung. Diese Problematik wurde hinsichtlich der Auswirkungen auf Börse, Zinsentwicklung und Wirtschaftswachstum in den 90ern vertieft, grundlegende Kritik am spätkapitalistischen Wirtschaftssystem geübt. In den letzten Jahren wurde die Diskussion um die sozialen Folgen: Arbeitslosigkeit, neue Armut, Bankrott der Sozialversicherungssysteme ergänzt.
Herauszufinden, was Medizin mit Physik zu tun hat, ist seit der ersten Nummer ein Schlüsselthema in raum&zeit – lange bevor sich andere alternativmedizinisch orientierte Zeitschriften damit auseinandersetzten. Die Theorie der morphogenetischen Felder von Rupert Sheldrake oder die Arbeiten des Physik-Professors Fritz-Albert Popp über die Biophotonen sind heute allgemein bekannt. raum&zeit publizierte Arbeiten dieser beiden bereits in ihren Anfängen. Gleichermaßen ist in raum&zeit die Entwicklung der Biophysikalischen Messtechnik dokumentiert, die heute bereits in viele Praxen Einzug gehalten hat. Vielfältigste Methoden, die die energetische Qualität oder den Informationsgehalt von Wasser, Homöopathika oder sogar im Blut sichtbar werden lassen, sind im Laufe der Jahre vorgestellt worden. Sie bestätigen eindrucksvoll, dass es offenbar mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als es sich der durchschnittlich verbildete Wissenschaftler vorzustellen vermag. Heute kennen Tausende von Menschen die Wasserkristallbilder des Japaners Masuru Emoto, dessen Arbeit im Jahr 2000 in Deutschland erstmals durch raum&zeit bekannt gemacht wurde. Bereits 1994 waren in raum&zeit jedoch schon Arbeiten publiziert worden, in denen Energiepotenziale sichtbar gemacht wurden und den Nachweis für die Heil- und Bildekräfte des Mediums Wasser erbrachten.
Die grundlegende Bedeutung physikalischer Größen wie Wellen, Frequenzen und Felder im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit zeigte sich schon früh in den vielen Artikeln über die Auswirkung von „Erdstrahlen“. Radiästhesie und in späterer Folge die „Neue Geomantie Siegfried Prumbachs“ erklärten die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Erde. Die „natürlichen“ Probleme mit der Umgebung (Erdstrahlen) erfuhren jedoch mit dem technischen „Fortschritt“ eine völlig neue Dynamik. War es Ende der 80er Jahre noch der ganz normale Haushaltselektrosmog durch die vielen nützlichen technischen Helferlein, so wird der Kommunikationswahn auf Dauer zu einem gesundheitlichen Super-GAU führen. Viele Gebäude sind mittlerweile von ganzen Sendemast-Wäldern überwuchert, die die umliegende Bevölkerung zu Krebspatienten funkt oder das Nervensystem durch Dauerstress zerrüttet. Kritische Aufklärungsarbeit zu leisten war immer die Intention von Hans-Jochim Ehlers. Heute sprießen allenorten Initiativen von Mobilfunkgegnern aus dem Boden, die Menschen sind zunehmend gegenüber der Mobilfunkgefahr sensibilisiert. Aufgedeckt werden konnte auch, welche Experimente militärische Einrichtungen mit ELF-Wellen oder Mikrowellenwaffen durchführen.
In den Anfängen von raum&zeit bot der Herausgeber Hans-Joachim Ehlers experimentierfreudigen Erfindern ein Forum, neuartige Methoden und Maschinen zur Energiegewinnung vorzustellen. Unter dem Oberbegriff „Freie Energie“ wurde an Prototypen gearbeitet, die unter Nutzung von Magnetkräften oder des Schwerkraftfeldes Energie erzeugen sollten. Einen bedeutenden Beitrag für das Verständnis der Gravitation und der Struktur des Universums liefert seit dem Jahr 2000 der Physiker Dr. rer. nat. Hartmut Müller durch seinen völlig neuen Ansatz in der Physik mit der Global Scaling Theorie, die er auf der Basis russischer Grundlagenforschung entwickelte. Die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten, die sich aus diesem neuen Verständnis der physikalischen Zusammenhänge und Naturgesetze ergeben, sind äußerst viel versprechend. Leider verbarrikadieren sich die noch amtierenden Wissenschaftspäpste an den Universitäten nach wie vor hinter einem teilchenfixierten Physikbegriff und ignorieren dabei die grundlegende Bedeutung von Feldern, Information und Energie.
Eine herausragende Eigenschaft von Hans-Joachim Ehlers war die Fähigkeit, die Genialität von Ideen oder Menschen instinktiv zu erfassen. Unerschrocken publizierte er bereits 1987 die „aufmüpfige“ Überzeugung Erich Körblers, dass grundsätzlich jeder Mensch die Fähigkeit besitzt, mit einem radiästhetischen Hilfsmittel wie einer Einhandrute Feldqualitäten zu messen, wenn diese Rute nur sensibel genug ist. Die klassischen Radiästheten liefen Sturm gegen eine solch ketzerische Aussage, war doch das Aufspüren von Wasseradern, Verwerfungen oder anderen Störzonen bislang unangefochten das Terrain weniger „Auserwählter“. Bis zu Körblers Tod waren Hans-Joachim Ehlers und Erich Körbler durch eine höchst produktive Arbeits- und Ideengemeinschaft verbunden, in der Körblers grundlegende Erkenntnisse über die Wirkungsweise von Strichcodes und Symbolen in ultraschwachen Feldern erforscht und bekannt gemacht werden konnte. Aufbauend auf dieser Arbeit entstand nach Körblers Tod das von Mag. Ölwin H. Pichler entwickelte Ausbildungskonzept, in dem die Neue Homoöpathie nach Erich Körbler Stück für Stück erlernt werden kann. Prof. Martin Günter wurde von Körblers Entdeckungen so inspiriert, dass er die radiästhetische Messtechnik enorm verfeinerte und weitergehende Experimente mit komplexen Strichcode-Kombinationen durchführte. Seine Arbeiten mündeten in einer von der Universidad del Golfo (Mexiko) angenommenen Doktorarbeit im Bereich der Biophysik mit dem Titel „Messverfahren ultraschwacher hoch- und niederfrequenter Energie für Nahrungsmittel und Textilien.” Er erhielt dafür den Verdienstorden 1. Klasse der europäischen Fakultät der Universidad del Golfo.
Eine weitere Persönlichkeit, deren Genialität Hans-Joachim Ehlers messerscharf erkannt hatte, war und ist Dr. Rosina Sonnenschmidt. Begonnen hat diese über die Jahre zu einer engen Verbundenheit führende Zusammenarbeit mit ersten Veröffentlichungen über sanfte Methoden in der Tiertherapie. Mit ihrem ersten Artikel „Wie man Haustieren mit der Körbler Rute selbst helfen kann“ wurden „Tier-Themen“ auch zu einem raum&zeit-Thema, das mittlerweile regelmäßig von verschiedenen Autoren und Autorinnen aufgegriffen wird. Im Laufe der langjährigen Zusammenarbeit hatte raum&zeit das große Vergnügen, immer neue sensationelle Ideen und Erkenntnisse dieser ungewöhnlichen Persönlichkeit taufrisch zu veröffentlichen. Zu nennen wären hier die „Sensitive Radionik“, die zahlreichen Beiträge über Sensitivität, Psychometrie und Medialität, die – in Zusammenarbeit mit Harald Knauss – in ein Ausbildungskonzept zur Schulung sensitiver, medialer und heilerischer Fähigkeiten (LEB®/S) mündeten, das am naturwissen Ausbildungszentrum seit 1998 gelehrt wird. Heute bereichert Rosina Sonnenschmidt die Heilkunst durch ihr breit gefächertes Wissen und tiefes Verständnis der Homöopathie, der geistigen Heilweisen, der Sterbe-Energetik, der prozessorientierten Krebs-Therapie und der vielfältigen Wege zu mehr Selbsterkenntnis und -entwicklung zu gelangen.
Die Liste der ungewöhnlichen Persönlichkeiten, die durch die Weitergabe ihrer Ideen und ihres Wissens raum&zeit zu einem so einzigartigen Forum für den wissenschaftlichen, interdisziplinären Diskurs machen, ist lang. Wir können uns nur wünschen, dass die Liste kein Ende findet und raum&zeit ihren Lesern auch zukünftig die Möglichkeit bietet, den eigenen Horizont zu erweitern und neue Wege zu beschreiten, die ein Leben im Einklang von Mensch und Natur möglich machen.