Der große Kampf um Ressourcen (Teil 1)

2,25 

Das über Jahrtausende sich wiederholende Muster vom Sieg der Stärkeren gegenüber der Schwächeren ist laut Christian Appelt in einem zeitlich weit zurückliegenden Trauma begründet. Im Teil 1 erklärt er die geschichtlichen Zusammenhänge.

 

Artikelnummer: rz-250-11 Kategorien: ,

Beschreibung

Teil 1: Die Entstehung eines globalen Traumas

Das über Jahrtausende sich wiederholende Muster vom Sieg der Stärkeren gegenüber den Schwächeren ist laut Christian Appelt in einem zeitlich weit zurückliegenden Trauma begründet. Im Teil 1 erklärt er die geschichtlichen Zusammenhänge. 

Seit der uns politisch verordneten Zeitenwende stecken wir in konfliktgeladenen Zeiten. Sind selbige in der menschengemachten Welt eigentlich unausweichlich? Schauen wir zurück zum Anfang der Zeit ins Alte Testament: Gleich zu Beginn müssen Adam und Eva das Paradies verlassen. Eva hat sich als der Erbsünde schuldig erwiesen. Adam hat nun das Sagen. Der Totschlag ist auch gleich mit dabei: Kain erschlägt Abel.?1 Es verbleibt eine verblassende Erinnerung an bessere Zeiten im Garten Eden. Es sieht also in der Tat so aus, als würde die Menschheit grundsätzlich einen Kern des Übels in sich tragen. Aber ist das wirklich so? Nein, so ist es nicht! Ich zeige, dass unsere konfliktreiche Lebensweise eine Folge von bis heute unerlösten traumatischen Belastungen ist, die seit mindestens 6?000 Jahren an den Wurzeln unseres Lebens nagen. Im zweiten Teil des Artikels zeige ich einfach umzusetzende Wege zur Erlösung dieser Last auf. 

Dürre und Not

Fakt ist: Ein menschliches Drama existiert hier tatsächlich. Es hat eine konkrete Geschichte: Die Forschung hat in einer interdisziplinären Zusammenschau aus Archäologie, Ethnologie, Linguistik, Meteorologie und Religionsforschung ein klares Bild zur Entstehung dieser Traumalast und zu deren Folgen herausgearbeitet, welche in Nordafrika zu einer Zeit, als dort paradiesische Landschaften dominiert haben, entstanden ist. Vor etwa 6?000 Jahren begann sich das Klima schlagartig zu ändern. Der Regen blieb aus. Größte Not entstand, ohne dass die dort zahlreich lebenden Menschen daran irgendetwas ändern konnten. Die Geschichte jener Ereignisse und deren Folgen erzählen uns die Überlieferungen der Überlebenden in Gestalt von Ausgrabungsartefakten, Schrifttafeln, Sprachveränderungen und Höhlenzeichnungen. 

Reise nach Osten

Schauen wir in jene Zeiten der Not im Osten der heutigen Sahara:

„Bugonoka blinzelte in den fahlgelben Himmel. Noch mehr als gestern waren die Sträucher und Grasflächen braun geworden. Wieder kein Wasser. Der Rat der Alten hatte beschlossen: Die Jungen sollen mit einem Großteil der noch lebenden Tiere aufbrechen und den Erzählungen des einst ältesten der Gemeinschaft namens Tarek nachgehen, welche besagen, dass im Osten, dort wo die Sonne aufgeht, Wasser zu finden sein würde…