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Vom Wirken der geistigen Welt

Wunder Spontanheilung

Von Horst Krohne, Teneriffa – raum&zeit Ausgabe 181/2013

Ist schon die Funktionsweise einer geistigen Heilung nicht leicht zu erklären, scheint dies bei Spontanheilungen fast unmöglich – Zeit spielt keine Rolle mehr, wenn ein Mensch plötzliche Heilung von einem manchmal langen Leiden erfährt. Wie lässt sich dies erklären?
Horst Krohne, einer der bekanntesten Geistheiler Europas, erzählt von eigenen Erfahrungen und verborgenen Gesetzmäßigkeiten.

Ein kaum erklärbares Phänomen

Spontanheilungen oder Wunderheilungen entstehen in der Praxis der Geistheilung so unerwartet wie ihr Name, spontan und voller Wunder. Sie sind schwer nachvollziehbar und werden meistens mit göttlicher Gnade verbunden. Selbst erfahrene Heiler, die dieses Phänomen oft erlebt haben, kommen in Erklärungsnot. Dies liegt zum einem daran, dass solche Heilungen sich jeglicher biologischer und physikalischer Erklärung entziehen, obwohl bei diesem Phänomen erhebliche Veränderungen materieller Art unübersehbar sind. Des Weiteren kann kein Heiler aus eigener Kraft und schon gar nicht auf Wunsch diese Wunder vollbringen.
Ohne Mitwirkung und Mithilfe einer geistigen Kraft ist es meiner Ansicht nach nicht möglich, die biologischen und physikalischen Gesetze zu durchbrechen oder sie zumindest vorübergehend zu neutralisieren. Der Glaube an die Existenz feinstofflicher Welten und den hieraus agierenden Geistwesen wird daher zum Kriterium.

Wunder gibt es viele ...

Als ich 1975 das erste Mal selbst eine Wunderheilung erlebte, beschloss ich, der Sache auf den Grund zu gehen. In den darauf folgenden sieben Jahren lud ich Heiler aus verschiedenen Kulturen in mein Gästehaus ein, dem damaligen „Zentrum für Lebenshilfe“ auf Teneriffa. Dort erforschte ich ihre Arbeit, was gut möglich war, da damals Geistheiler („los Magos“) in Spanien geduldet waren (näheres dazu siehe unser Interview in raum&zeit 177).
Nach Hunderten von Heilsitzungen mit Geistheilern und ihren sehr unterschiedlichen Vorgehensweisen und Erfolgen wurde mir klar, dass ich nur durch Beobachtung und das Befragen von Patienten und Heilern nie eine akzeptable Erklärung finden würde. Auch erkannte ich, dass nicht die Methode heilt, sondern das, was durch den Heiler fließt. Was mich besonders verwirrte, waren die sehr unterschiedlichen Resultate und die Geschwindigkeit der Heilungen. Diese konnten spontan entstehen oder über einen kurzen oder längeren Zeitraum ablaufen. Und dann gab es Materialisationen und Entmaterialisationen – ganz zu Schweigen von geistchirurgischen Eingriffen mit bloßen Händen, wie ich sie bei einem philippinischen Heiler beobachten konnte.

Der eigene Weg beginnt

Ich suchte nach Parallelen, nach einem bestimmten Schema, doch das einzige, was ich bei allen Heilern fand, war ihr unerschütterlicher Glaube an eine höhere Instanz, frei nach dem Motto: „Für Gott ist alles möglich“. So beschloss ich, obwohl ich nie ein Heiler werden wollte, mich zum Geistigen Heiler ausbilden zu lassen. Es dauerte fast zehn Jahre, bis ich die erste Stufe erreichte, einen intuitiven Kontakt zu einer geistigen Instanz, einem geistigen Führer zu bekommen, wie alle mir bekannten Geistheiler ihn hatten. Der nächste Schritt meiner außersinnlichen Entwicklung war das Wahrnehmen von Energien – der Aura von Lebewesen, die energetische Struktur von Organen und etwas später die Energiemuster der Chakren.
Parallel dazu entwickelte sich behutsam über Jahre ein Dialog mit meinen Geistführern. Von ihnen bekam ich Hinweise, bestimmte wissenschaftliche Literatur zu lesen über Physik, grenzwissenschaftliche Erkenntnisse der Heilkunde, Mystik und religiöse Texte. Heute, mehr als 30 Jahre später, bin ich mir bewusst, dass mich dieses behutsame Heranführen in die außer- und überbewussten Schichten unserer Existenz bei gleichzeitigem Wissenserwerb über unsere Welt der Erscheinungsformen vor psychischen und seelischen Instabilitäten schützte. Ähnlich verlief es mit meinen Fähigkeiten in therapeutischer Hinsicht. Von Jahr zu Jahr, von Entwicklung zu Entwicklung wurden meine Heilerfolge eindrucksvoller bis hin zu ersten Spontanheilungen.

„Ich möchte wissen, um zu helfen"

Bei all den wundersamen Regulierungen war und bin immer ich nur Zeuge. Niemals konnte ich im Voraus sagen: Jetzt entsteht eine Wunderheilung, eine spontane Gewebeveränderung, geschweige denn, dass ich je selbst eine solche bewirkte. Meine Erfahrungen sagten mir: Diese Eingriffe kommen aus einer anderen Wirklichkeit. Eine Wirklichkeit, die vielen Heilern dienend zur Seite steht, ohne dass wir sie verstehen. Bei meinen ersten Spontanheilungen war ich glücklich, dass ich helfen konnte, aber ich wollte einfach nicht hinnehmen, dass etwas durch mich geschieht, was ich weder verstehen noch beeinflussen kann. Bei meinen Behandlungen mit Handauflegen, Behandlungen über Meridian, Chakren und Aura benutzte ich oft die Formel: „Ich möchte wissen um zu helfen“. Es ging mir darum, Hinweise zu bekommen, was der Verursacher der Krankheit sei und mit welcher Behandlungsart ich erfolgreich wäre. Die Antworten von meinen geistigen Führern halfen mir, effektiver die energetischen Entgleisungen zu verstehen und zu behandeln.
Die meisten Heilerfolge von Geistheilern, Schamanen und Gebetsheilern verlaufen in der Genesung biochemisch erklärbar ab, nicht selten über mehrere Anwendungen. Doch manchmal geschieht etwas, das nicht erklärbar ist: wenn Schmerzen plötzlich weg sind, Wucherungen einfach verschwinden, ein gerissenes Kreuzband in wenigen Augenblicken wieder heil ist, oder Allergien von einer Minute zur anderen der Vergangenheit angehören.

Antworten aus der geistigen Welt

Lange Zeit bekam ich auf meine Fragen nur ausweichende Antworten, wie: „Du hast nur ein Teilbewusstsein“, oder: „Die Hälfte würdest Du nicht verstehen wenn wir es Dir sagen würden und die andere Hälfte müssten wir verändern, damit du sie überhaupt begreifen kannst“. Einmal wurde mir mitgeteilt: „Mit eurem menschlichen Bewusstsein könnt ihr euch nicht die Unendlichkeit vorstellen, auch der Begriff Ewigkeit bringt euch an die Grenzen eurer Vorstellung“.
Als ich wissen wollte, zu welcher Zeit ich eine bestimmte Person heilen sollte, entstand ein Dialog, der Licht in das Phänomen spontaner Heilungen brachte: „Du benötigst Zeit, wir sind zeitlos“, bekam ich zur Antwort und auf die Frage wie ich das verstehen solle: „Wir können uns jederzeit an jede Zeit anpassen.“
„Ihr könnt also die Zeit verändern?“, wollte ich wissen. „Nur nach eurer Sichtweise, für uns ist die Zeit eine Schwingung. Wenn wir die Frequenzen verändern, ändert sich die Zeit in eurer Welt“. Ich fragte nach, ob man dies mit Filmen in Zeitraffertechnik vergleichen könne. „Als Gleichnis schon, aber in der Wirklichkeit ist es so: Ihr schafft ein Abbild, wir verändern die Wirklichkeit im Sinne von Wirken“.
Solch eine Darlegung über die Zeit hatte ich noch nie gehört und als ich bei einem Heilertreffen darüber berichtete, bat man mich, noch einmal nachzufragen.
„Die Zeit ist ein Teil des kreativen Geistes, des Schöpfers.
Die Zeit ist der Stabilisator für das physische Universum.
Die Zeit ermöglicht es, dass alle Gesetzmäßigkeiten in der dreidimensionalen Welt ablaufen. Wird der Stabilisator Zeit verändert, verändern sich die Gesetzmäßigkeiten in der physischen Welt“.

Aufhebung des Stabilisators Zeit

Ich erhielt nach und nach weitere Informationen: Wenn beim geistigen Heilen durch Mitwirken von Helfern aus der geistigen Welt spontane Veränderungen bis hin zur Materialisation entstehen, wird der Stabilisator Zeit durch den Geist verändert oder aufgehoben. In diesem veränderten Feld herrscht dann ein anderes Raumzeitgefüge.
Auf meine Frage, wie die geistige Welt es schaffe, dass nur der Teil, der in die Heilung geht, auf die Zeitveränderung reagiert und nicht auch das umliegende Gewebe, hieß es: „Für jedes Lebewesen existiert ein Bauplan, eine energetische Matrix. Alle Abweichungen von diesem Bauplan können wir erfassen. Wir erkennen diese als Schwingung, die sich von den Frequenzen des intakten Bauplans abheben. An diese entgleisten Schwingungen passen wir nun unsere Raumzeitfrequenzen an. In dem so entstehenden Resonanzfeld ändern wir die Frequenzen in Richtung der Urschwingung der Matrix." – Warum aber sind diese Heilungsprozesse für uns so unterschiedlich, von wenigen Minuten bis hin zu Tagen oder Wochen?" – Die unterschiedlichen Heilungszeiten entstehen, weil oft mehrere disharmonische Frequenzen vorhanden sind und diese nacheinander angeglichen werden. Doch die größte Schwierigkeit die auftreten kann, ist eine Störung in der gesamten Matrix, dann ist eine Anpassung durch die durchwobene Disharmonie nur schwer oder gar nicht möglich“.
Auf meine Frage, ob die Gesamtdisharmonie verantwortlich ist für die eher seltenen Spontanheilungen, wurde mir mitgeteilt: „Die Gesamtdisharmonie ist einer der Gründe, doch bei den meisten Fällen ist es das seelisch geistige Bewusstsein, das für die Verwaltung der Matrix verantwortlich ist und das jede Hilfe ablehnen kann oder unsere Hilfe nicht annehmen darf“.
„Ist das menschliche Bewusstsein von Körper, Seele, Geist beziehungsweise von bewusst, unbewusst und überbewusst auch in der Lage, die Zeit zu verändern?“ - „Grundsätzlich ja, weil ihr anteilig geistige Wesen seid. Der Entwicklungszustand Eures Bewusstseins entscheidet über die Möglichkeit, Zeitveränderungen durchzuführen. Deswegen müssen wir dir noch helfen und andere Geistwesen helfen anderen Heilern. Alle Menschen üben mit ihren Wünschen an Veränderungen der Zeit, jedoch ohne nennenswerte Auswirkungen in ihrem Umfeld. Doch euer Denken ist in der Lage, sich Veränderungen vorzustellen und vielen gelingt dies, mit mehr oder weniger Erfolg am eigenen Körper. Aus eurem jetzigen Bewusstseinszustand heraus könnt ihr mit eurem Denken zeitliche Veränderung in biologischen Lebensprozessen erwirken, weil diese vom zeitlosen Geist getragen werden.“

Sofortheilung eines gebrochenen Zehs

Diese letzte Aussage machte mir Mut, mentale Kräfte einzusetzen, um die Barriere der Zeit in der Heilung zudurchbrechen. Nach Monaten intensiven Probierens kristallisierte sich langsam eine Vorgehensweise heraus. Der wichtigste Schritt zum Erfolg bestand darin, aus einem tiefen meditativen Zustand heraus zu wirken und gleichzeitig alle Gedanken und Erinnerungen über zeitliche Abläufe bei Heilungen in der physischen Welt auszublenden. Kurz gesagt, es funktionierte. Unsere mentalen Kräfte sind in der Lage, Heilungsprozesse zu beschleunigen. In einigen Fällen wie bei Unfällen gelingt es, schnelle Reaktionen in Heilung oder Linderung zu erwirken. Ein solches Beispiel möchte ich nun schildern:
Einer Frau war am Morgen eine große Blumenvase auf den Zeh gefallen und dabei wurde ihr der mittlere Zeh gebrochen, was die Diagnose im Unfallkrankenhaus auch bestätigt hatte. Zusammen mit den beiden Nachbarzehen war der gebrochene durch einen Verband fixiert. Ich nahm ihren Fuß in meine Hände und ging in eine leichte Trance. In meiner Vorstellung reiste ich drei Monate in die Zukunft. „Was machen Sie mit meinen Fuß, der wird ja ganz dick“, sagte sie. Ich reagierte nicht darauf und blieb weiter gedanklich in der Zukunft. In meiner Vision sah ich sie barfuß auf einer Wiese spielen und herum hüpfen. Mit diesem inneren Bild reiste ich in Gedanken wieder zurück in die Gegenwart. „Was machen Sie mit meinen Fuß, er wird ja ganz dünn“, hörte ich sie sagen. Ich wusste, auf solche Fragen darf ich nicht reagieren und hielt weiterhin das Bild der hüpfenden Frau vor meinem inneren Auge fest.
Für diesen Vorgang benötigte ich weniger als zehn Minuten. Danach waren alle Schmerzen weg. Nach ein paar Stunden, hatte sie den Verband abgenommen und konnte den Fuß und die Zehen ohne jegliche Einschränkung bewegen und belasten. Auch eine spätere Röntgenuntersuchung bestätigte, dass der Zeh heil war.

Bedingung für Heilung durch Zeitreise

Unterdessen ist die Zeitreisemethode in der von mir gegründeten „Schule der Geistheilung nach Horst Krohne“ ein wichtiger Faktor in der Ausbildung von Heilern. Unser Bewusstsein ist im meditativen Bereich lernfähig und in der Lage, biologische Abläufe bei anderen Menschen wie im Zeitraffer zu verändern. Die Grundlagen hierfür sind also erlernbar, sie werden jedoch von nur wenigen der Auszubildenden erreicht. Nach meiner Erfahrung liegt das Scheitern daran, dass die nachfolgenden notwendigen Bedingungen nicht eingehalten oder erfüllt werden können:

• Der Heiler muss über starke Heilkräfte verfügen. Er muss zum Beispiel Chakrenenergie über seine Hände ableiten und übertragen können.
• Er sollte sich auf Astralreisen begeben können, denn bei Astralreisen wird die Erkenntnis gewonnen, dass Teile unseres Bewusstseins Raum und Zeit überwinden können.
• Der Heiler muss es schaffen, während der Zeitreise ein Bild der Gesundheit des betroffenen Körperteils aufrechtzuerhalten, ohne andere Bilder entstehen zu lassen.
• Der schwierigste Punkt ist der Glaube. Der Heiler muss der festen Überzeugung sein, dass das menschliche Bewusstsein Zeit und Raum überwinden kann und somit Zeitreisen möglich sind.
Bei Heilungen mit dieser Methode kann es bei kleinen Regulierungen, vom Heiler selbst durchgeführt, zu spontanen Reaktionen kommen. Verbindet er sich aber mit seinem geistigen Helfer, wird diese Methode wesentlich kraftvoller, effektiver und umfangreicher.

Veränderung der Vergangenheit

Eine brennende Frage für alle Heiler ist: Kann diese Zeitreisemethode auch zurückgehend in der Zeit angewandt werden? Lassen sich in der Gegenwart vorhandene körperliche Defizite in der Vergangenheit verändern? Vorliegende Resultate belegen dies, aber die vorhandenen mentalen Vorstellungen vom Heiler unterliegen hierbei einem höheren Schwierigkeitsgrad. Gehen wir als Heiler mit einem verletzten Körperteil in die Zukunft und wissen, dass in zwei bis vier Monaten alles ausgeheilt ist, dann ist es leicht, sich in einer gedanklichen Projektion den ausgeheilte Körperteil vorzustellen. Wir können dies durch Erfahrung begründen. Wollen wir dagegen eine entstandene Verletzung oder Krankheit heilerisch rückwirkend ungeschehen machen, fällt es sicherlich gedanklich schwer, uns darüber ein Bild zumachen. Heilung können wir uns vorstellen, aber etwas ungeschehen machen sicherlich nicht.
Schaue ich mir die Heilungsresultate beim geistigen Heilen ohne Zeitreise an, muss ich fraglos erkennen: Einige der Heilungen waren nur möglich, weil Bedingungen in der Vergangenheit verändert wurden. In einzelnen Fällen besteht also die Möglichkeit, mit geistiger Hilfe Ereignisse in der Vergangenheit zu verändern und diese in die Gegenwart zu übertragen.
Laut meiner geistigen Helfer setzt sich jede Seele eines Menschen Ziele und möchte auf dem Weg dorthin lernend ihr Bewusstsein erweitern. Die geistige Evolution gibt ihr den freien Willen, den Weg zum Ziel selbst zu wählen. Die noch lernende Seele kann dabei aus Unwissenheit einen Weg einschlagen, der in Not und Krankheit führt. Gelingt es ihr, trotz aller Blessuren das Ziel zu erreichen, hat sie erkannt, dass es einen leichteren Weg gegeben hätte. Ist die Erkenntnis vorhanden, wie der andere, der leichte Weg zu gehen wäre, ist Heilung möglich. Das hohe geistige Bewusstsein, vertreten durch die geistigen Helfer der medialen Heiler, kann in einem solchen Fall körperlichen und seelischen Schaden beheben. Das kann so weit gehen, dass der Zustand wieder hergestellt wird, der vor dem krankmachenden Ereignis bestand.

Durch Heilung zu einem neuen Lebensweg

Hierzu ein Beispiel: Durch einen Unfall vor fünf Jahren hatte eine Frau eine tiefe Schnittwunde an der Daumenwurzel der linken Innenhand. Alle Nerven zum Daumen waren durchtrennt. Die damals in einem Krankenhaus durchgeführte Behandlung und Versorgung der Wunde führte dazu, dass kein Gefühl im Daumen mehr war. Immer wieder geschah es, dass ihr Teller, Gläser und andere Gegenstände aus der Hand glitten.
Als ich hier meinen Geistführer fragte, ob es eine Möglichkeit der Heilung gebe, sagte er: „Wir werden eine Korrektur vornehmen und du wirst dies auf deinem inneren Bildschirm miterleben. Lass dir von ihr den genauen Hergang des Unfalls bis hin zum Krankenhaus erzähle. Stelle dir den ganzen Vorgang bildlich vor. Nimm ihre Hand mit dem gefühllosen Daumen in deine Hände und stell dich auf Heilen ein.“
In meiner Vorstellung sah ich sie im Krankenhaus. Der Arzt – so hatte sie es mir beschreiben – meinte: „Der Schnitt ist sehr tief, hier werden wir wohl mehrere Stiche nähen müssen.“ Nun meldete sich mein Geistführer: „Wir brauchen unbedingt einen Neurochirurgen, der die durchtrennten Nerven versorgt, denn sonst hat sie später kein Gefühl mehr im Daumen.“ Die Wunde wurde nun in meiner Vorstellung von einem Spezialisten versorgt, vernäht und verbunden. In einer späteren Nachuntersuchung sah ich sie, wie sie diesen Daumen wieder gesund und gefühlvoll gebrauchen konnte. Ich löste mich aus dem Heilungsvorgang. Das Wunder war geschehen, seit dieser Stunde war ihr Daumen wieder völlig in Ordnung!
Die Heilung durfte geschehen, weil die Klientin durch diesen Unfall, der außerdem eine schwere Schulterverletzung zur Folge hatte, einen neuen Lebensweg gefunden hatte. Die durch den Unfall hervorgerufenen Bewegungseinschränkungen in der Schulter konnte sie mit Yoga völlig beheben. Sie hatte dabei so viel Freude, dass sie sich später als Yogalehrerin ausbilden ließ und heute eine Yogaschule leitet.
Mit diesen Erlebnissen und Beispielen aus der Geistheilung möchte ich auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass mit Geistheilung jedem Menschen geholfen werden könnte. Das geistige Heilen ist nur eine Therapieart von vielen. Wie auch bei anderen Heilmethoden muss der Patient auf die Methode ansprechen. Doch ich glaube, dass in der Geistheilung ein wesentlich höheres Potenzial liegt, als es heute bekannt ist – zum einen in der Zusammenarbeit mit anderen Heilmethoden und zum anderen durch bewusstseinserweiternde Methoden mit dem Ziel, mediale Fähigkeiten wirkungsvoll in der Heilung einzusetzen.
Ich kann keine anderen Beweise über die Existenz der geistigen Macht vermitteln, doch ich weiß, dass der Glaube an deren Existenz von Vorteil ist. Wir haben letztlich eine reduzierte Betrachtungsweise, wir können den Geist nicht sehen. Deshalb ist es wichtig, Verständnis zu entwickeln, geht es doch darum, den von Leid und Krankheit betroffenen Menschen zu helfen.

Der Autor

Horst Krohne ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Geistheiler Europas.
In Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten forscht er und entwickelte ein wissenschaftlich fundiertes Lehrsystem für die „Schule für Geistheilung nach Horst Krohne“, die er gegründet und zehn Jahre lang gleitet hatte.

Literatur

Horst Krohne: „Die Schule der Geistheilung“, Ansata Verlag, München 2003
Ders.: „Geistheilung. Dialog mit der Seele“, Allegria Verlag, Berlin 2010
Ders.: „Heilende Hände bei Allergie“, Allegria Verlag, Berlin 2011

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