Hochsensibilität – Fluch oder Segen?

Von Menschen mit einer besonderen Wahrnehmung

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© Tatsiana Tsyhanova/Adobe Stock

Die Einschätzung bzw. die Diagnose „hochsensibel“ – im Internet gibt es gute diesbezügliche Selbst-Tests – kann vor allem auf betroffene Menschen in fortgeschrittenem Alter je nach Kontext ähnlich befreiend oder erschütternd wirken wie das Test-Ergebnis „h...
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Hochsensibilität – Fluch oder Segen?
Von Frank Bender, Kraichtal – raum&zeit Newsletter 214/2018

Die Einschätzung bzw. die Diagnose „hochsensibel“ – im Internet gibt es gute diesbezügliche Selbst-Tests – kann vor allem auf betroffene Menschen in fortgeschrittenem Alter je nach Kontext ähnlich befreiend oder erschütternd wirken wie das Test-Ergebnis „hochbegabt“.
Ist Hochsensibilität nun ein Segen bzw. eine besondere Gabe oder ein Fluch respektive eine Art Krankheit? Was ist Hochsensibilität überhaupt? Lässt sie sich trennscharf von „normaler“ Sensibilität abgrenzen und falls ja, in welcher Hinsicht? Ist sie möglicherweise eine spezielle Form der Hochbegabung oder hat sie vielleicht sogar mit sogenannten paranormalen Phänomenen wie den Hellsinnen zu tun?

Was ist Hochsensibilität

Da eine Welt der isolierten Phänomene reine Illusion ist, soll im Rahmen dieses Artikels zumindest ein skizzenhafter Überblick über die offensichtlichsten Zusammenhänge des Begriffs der Hochsensibilität mit ähnlich interpretierbaren oder ähnlich klingenden Wörtern gegeben werden. Es sind dies, wie eingangs erwähnt, die Hochbegabung (Wie wird dieser Begriff definiert bzw. ist er überhaupt definierbar?) und die Hochsensitivität, die unter anderem die sogenannten Hellsinne – Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen etc. – beinhaltet. Laut Erkenntnissen russischer Wissenschaftler besitzt jeder Mensch insgesamt 33 Wahrnehmungsoptionen, die im allgemeinen Sprachgebrauch als Sinne bezeichnet werden. Bezeichnet man Hellsehen, Hellhören und Hellfühlen als sechsten, siebten und achten Sinn, so ergibt sich daraus für den Begriff ACHTsamkeit eine neue Bedeutungsdimension. Das Spektrum der Hellsinne lässt sich wie folgt ergänzen: Hellriechen, Hellschmecken, Hellwissen sowie Intuition.
Der stetig voranschreitende Prozess eines sich erweiterten Bewusstseins findet in unterschiedlichen Aspekten seinen Ausdruck, zum Beispiel in verschiedenen Formen einer gesteigerten Empfindsamkeit im körperlich-sensorischen, seelisch-gefühlsbetonten und geistig-intellektuellen Bereich. Das (menschliche) Bewusstsein besteht nach Ansicht des Biologen Prof. Rupert Sheldrake sehr wahrscheinlich aus Feldstrukturen, die von weiten Teilen der Menschheit bislang weder erkannt noch genutzt werden.

Ungefilterte Wahrnehmung

Die Psychologin Prof. Elaine N. Aron prägte im Jahr 1997 den Begriff Hochsensibilität und forschte in diesem Bereich. Mehrere der im Verlauf der vergangenen 20 Jahre durchgeführten Studien lassen verschiedene Schlussfolgerungen zu: Hochsensibilität scheint unter anderem in einer speziellen neurologischen Konstitution des Gehirns von Menschen begründet zu liegen, die äußere Eindrücke besonders intensiv verarbeiten. Die Wahrnehmung von Umweltreizen verläuft bei Hochsensiblen demnach umfassender als bei ihren Mitmenschen, weshalb die Gesamt-Reizverarbeitung ersterer aufgrund der Informationsfülle hochkomplexer Natur ist und aus diesem Grund entsprechend lange dauert. Nach Erkenntnissen der Biophysik liegt das vermutlich daran, dass bei hochsensiblen Menschen die Wahrnehmungsfilter wesentlich durchlässiger sind als bei ihren Zeitgenossen. Sind auch die Filter zwischen verschiedenen Bewusstseinsebenen durchlässiger, kann dies zur Manifestation verschiedener Ausprägungen der Hochsensitivität führen, die nach Aussagen von Parapsychologen latent bei allen Menschen vorhanden sind. Der Neuropathologe Prof. Giuseppe Calligaris, von dem noch die Rede sein wird, zeigte durch eine Vielzahl von Experimenten, dass sogenannte paranormale Fähigkeiten in jedem schlummern und quasi per Knopfdruck wachgerufen werden können.
Hochsensible reagieren besonders stark auf folgende Reize: Licht (vor allem Kunstlicht), Berührung, Geräusche und Gerüche. Sie saugen solche Eindrücke auf wie ein trockener Schwamm das Wasser. Deshalb bevorzugen sie reizarme Umgebungen und meiden jedweden Trubel, sofern sie eine entsprechende Wahl haben. Sie sind relativ schnell erschöpft und brauchen daher längere Erholungsphasen als andere Menschen, weil sie als humanoide Seismografen ständig auf Empfang sind. Daraus resultierend spüren sie – auch aufgrund sensorischer Synergien – einerseits subtile Entwicklungen und Veränderungen synchron auf unterschiedlichen Wahrnehmungskanälen und andererseits starke Reize deutlich früher als weniger Sensible, was sich oftmals in ihrem hohen Maß an Kreativität zeigt. Innerhalb der kulturellen Avantgarde finden sich aus diesem Grund besonders viele Hochsensible.

Hochsensibilität kann krank machen

Wird den betroffenen Menschen ihre Hochsensibilität bewusst (gemacht), beginnen sie meist, nachdem sie diese Information verarbeitet haben, sich stärker zurückzuziehen, um ihren Bedürfnissen in umfangreicherem Maße Rechnung tragen zu können. In Anbetracht des durchlässigen Nervenkostüms hochsensibler Kinder sind Elternäußerungen wie „Sei doch nicht so empfindlich!“ absolut kontraindiziert. Für solche Kinder können Hundegebell, laute Unterhaltungen bei Tisch, Nahrungsmittel mit starkem Geruch, kratzende Unterwäsche oder drückende Schuhe ein massives Problem darstellen. Es sind Familien bekannt, deren hochsensible Kinder von Wasser, das durch in Wände integrierte Leitungen fließt, beim Lernen gestört werden. In solchen Fällen können spezielle Desensibilisierungsübungen, in deren Verlauf die Achtsamkeit gezielt verlagert wird, Abhilfe schaffen. Dies gilt ebenso für jegliche Form von Seelendruck, der sich als äußerst belastend erweisen und in verschiedenen körperlichen Symptomen wie zum Beispiel andauernder Müdigkeit, Allergien, Reizdarm, Fibromyalgie oder Migräne seinen Ausdruck finden kann und möglicherweise sogar, zumindest indirekt, auch Ursache für diverse Herz-, Nieren- und Magenleiden ist, was in der deutschen Sprache bildhaft zum Ausdruck kommt: „Es geht mir zu Herzen“, „Es geht mir an die Nieren“, „Etwas schlägt mir auf den Magen.“
Bei Hochsensiblen besteht außerdem aufgrund ihrer Art der Reizverarbeitung ein erhöhtes Risiko bezüglich Burnout und Depression, da sie fortwährend unter Strom bzw. manchmal sogar unter Hochspannung stehen. Dieser Zustand der Überreizung bedeutet für die betroffenen Menschen Dauerstress. Absolut empfehlenswert ist es deshalb, neben regelmäßigen Ruhepausen Phasen der Entspannung in den Alltag zu integrieren. Tägliches Praktizieren von Yoga, Autogenem Training oder verschiedenen Formen der Meditation kann zumindest einen Teil des „Drucks aus dem Kessel“ nehmen.

Verbindung zum Übersinnlichen?

Da sich etwa bei hellsichtigen, hellhörigen oder hellfühligen Menschen bestimmte Wahrnehmungskanäle weit über die Grenzen des physischen Körpers ausdehnen, stellt sich folgende Frage: Gibt es einen (fließenden) Übergang zwischen Hochsensibilität und Hochsensitivität respektive sogenannten paranormalen Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten, wie sie zum Beispiel der Psychologe Prof. Dean Radin seit Jahren erforscht? Falls dem so ist, lassen sich bei hochsensiblen Menschen die diversen Formen der Hochsensitivität besonders gut zur Entfaltung bringen und wenn ja, auf welche Weise kann dies geschehen?
Giuseppe Calligaris entwickelte vor circa 90 Jahren eine bahnbrechende, nach ihm benannte Methode: So konnte er mit Hilfe des ebenfalls von ihm entdeckten, die gesamte menschliche Haut überziehenden Systems aus Punkten (= Plaques), Linien und Flächen nahezu die gesamte Palette sogenannter paranormaler Fähigkeiten durch Aktivierung von Plaques hervorrufen. 1 Im Zuge verschiedener, von Calligaris entwickelter Experimente ergab sich unter anderem: Bei hochsensiblen Menschen funktionieren diese Experimente besser als bei durchschnittlich Sensiblen; die Erfolgsquote ersterer ist signifikant höher.
Ist es möglich, dass sich bei hochsensiblen und vor allem bei hochsensitiven Menschen zumindest ein Teil ihrer Plaques in einer Art Grundaktivierungszustand befindet? Ist es weiterhin möglich, bei Hochsensiblen und Hochsensitiven zur Aktivierung ihrer Plaques neben den üblichen Methoden auch Stimmgabeln verschiedener (Solfeggio-)Frequenzen zu verwenden? (Sämtliche Solfeggio-Frequenzen lassen sich auf die Quersummen 3, 6 oder 9 reduzieren. Der Ingenieur Nikola Tesla wies immer wieder in seinen Veröffentlichungen auf die besondere Bedeutung dieser drei Zahlen hin.) Trotz aller dokumentierten Erfolge wird die Calligaris-Methode noch immer nicht von den etablierten Wissenschaften anerkannt, doch im Zuge der voranschreitenden Erweiterung des materialistischen Weltbilds wird Calligaris vermutlich schon bald eine umfassende Rehabilitierung zuteil werden. Abgesehen von den sich als Folge einer Plaque-Aktivierung temporär einstellenden Phänomenen gibt es immer mehr hochsensible Menschen, die außergewöhnliche Begabungen besitzen, wobei es sich bei diesen keinesfalls ausschließlich um sogenannte paranormale Fertigkeiten handelt.
Wie ist es in diesem Zusammenhang um die sinnliche, die innersinnliche (Intuition, Inspiration bzw. Hellwissen etc.) und die außersinnliche (Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen etc.) Wahrnehmung bestellt? Stehen die damit jeweils korrespondierenden Sinne in einer direkten oder zumindest indirekten Beziehung zu unseren Körpern feinstofflicher, energetischer, (in)formatorischer und geistiger Natur? Besteht eine Verbindung zwischen Hochsensibilität, Hochsensitivität und Hochbegabung im Allgemeinen und unserem elektromagnetischen Körper, der mit Chakras, Plaques, Akupunkturpunkten etc. wechselwirkt und die Schnittstelle zwischen unserem physischen und unseren anderen, weniger dichten Körpern bildet? Gibt es viele Schnittstellen zwischen unseren 33 Sinnen? Sind diese Schnittstellen, falls vorhanden, bei hochsensiblen Menschen in stärkerem Maße aktiv als bei den sogenannten Normalen? Ist eine solche Normierung gar, wie manche Forscher behaupten, mit „Stumpf-Sinnigkeit“ gleichzusetzen? Trifft eine solche Abstumpfung der Sinne, falls sie den Tatsachen entspricht, auch hinsichtlich der Begriffe Hochbegabung und/oder Hochsensitivität zu?

Über die Potenzial-Hochausschöpfung

Für das gesamte Feld der „Potenzial-Hochausschöpfer“ stellt sich die Frage, ob und inwieweit die jeweiligen Ursachen (ausschließlich) auf grobstofflicher Ebene zu finden sind. So ist zum Beispiel die Sonnenaktivität für die gesamte Biosphäre der Erde von größter Wichtigkeit und korreliert unter anderem mit der menschlichen Gefühlsebene. Sonneneruptionen könnten das stetig schwindende Erdmagnetfeld gänzlich zum Erliegen bringen bzw. zu dessen Umpolung führen, was vermutlich neben globalen Stromausfällen unter anderem die Aktivierung der sogenannten Müll-DNS (circa 95 Prozent der Gesamt-DNS) sowie die brachliegenden Hirnkapazitäten (circa 95 Prozent der Gesamt-Hirnkapazität) verursachen würde. (Interessant sind in diesem Kontext der elektromagnetische Körper des Menschen, die sich in seinem Gehirn befindenden Magnetit-Kristalle, die in seinem Herzen vorhandenen piezoelektrischen Quarz-Kristalle und der von der Zirbeldrüse gebildete Neurotransmitter DMT.) Hinzu kommt die Schwingungserhöhung der Erde, die in Form der Schumann-Resonanz-Frequenz messbar ist – der ursprüngliche Wert von 7,83 Hertz steigt seit Jahren temporär mit immer höheren Spitzen an – und die bei vielen Menschen zu schulmedizinisch nicht erklärbaren Symptomen führt. Eine Korrelation zwischen Art und Umfang der „Potenzial-Hochausschöpfung“ und terrestrischen sowie kosmischen Energiephänomenen ist naheliegend, wenn man die Forschungsarbeit folgender Wissenschaftler betrachtet:
Der Mediziner Prof. Alexander Trofimov kam nach Auswertung mehrerer Versuchsreihen zum Schluss, dass durch das Schwinden des Erdmagnetfelds die Fähigkeit, die Reserven und die Kapazität des menschlichen Gehirns zu nutzen, erheblich gesteigert wird. So wiesen Probanden, die über längere Zeit komplett vom Erdmagnetfeld abgeschirmt waren, Eigenschaften wie eine signifikante Erhöhung ihrer intellektuellen Fähigkeiten (mentale Hochbegabung), eine höhere Inspiration (gesteigerte kreative Fähigkeiten sind, wie erwähnt, ein Indiz für Hochsensibilität) sowie eine Steigerung ihrer telepathischen Fähigkeiten (Hochsensitivität) auf.
Ernest Hartmann, der Professor für Psychiatrie an der Tufts University war, kam nach Auswertung vieler Experimente zur Erkenntnis, dass hinsichtlich der Struktur der Persönlichkeit die Grenzen zwischen verschiedenen Bewusstseinszuständen verschwimmen bzw. sogar komplett verschwinden können.
Der Mediziner und Psychologe Michael Jawer, den man ohne Übertreibung als Emotions-Anatom bezeichnen kann, beschäftigt sich unter anderem mit der spirituellen Dimension innerhalb des vielschichtigen Beziehungsgefüges zwischen physischem Körper, Gefühlsebene (vgl. Emotionalkörper) und Verstandesebene (vgl. Mentalkörper). Er entdeckte im Zuge seiner Studien Besonderheiten hochsensibler Menschen, die teilweise in bildgebenden Verfahren sichtbar gemacht werden konnten, indem er die Gehirne Hochsensibler mit denen von Durchschnittsmenschen verglich: Der Neocortex, der unter anderem für die Aufmerksamkeit zuständig ist, war bei ersteren viel aktiver. Weiterhin bestätigen seine Studien, dass Gefühle und Emotionen ein Portal zum Bereich der außersinnlichen – und sehr wahrscheinlich auch der innersinnlichen – Wahrnehmung darstellen.

Viele Hochsensible sind hochsensitiv

Verschiedene Studien führten außerdem zu folgenden Ergebnissen: Hochsensible sind nicht wie die Mehrheit ihrer Mitmenschen von ihren Gefühlen getrennt. (Eine solche Abspaltung mag manchem zwar als vorteilhaft erscheinen, führt aber in Konflikten immer wieder zu Situationen, die negative Folgen für alle Beteiligten haben.) Deshalb fällt es den meisten der untersuchten hochsensiblen Menschen leicht, einen Zugang zur Hochsensitivität zu erhalten, was deutlich werden lässt, dass es zwischen den Begriffen der Hochsensibilität und der Hochsensitivität keine klare Abgrenzung gibt. Dies gilt im besonderen Maß für die Telepathie. Allerdings lässt sich dies nicht damit begründen, dass Hochsensible selbst subtile Nuancen in Körperhaltung und Sprache ihrer Mitmenschen registrieren sowie allgemein Geräusche, Bilder und Gerüche auch dann noch wahrnehmen, wenn diese unterhalb der Wahrnehmungsschwelle von durchschnittlich sensiblen Menschen liegen. Zur deutlichen Steigerung seiner Wahrnehmungsfertigkeit ist nahezu jeder Mensch nach einem gezielten Training in der Lage. Auch mit dem Begriff Empathie lässt sich dieses Phänomen nicht erklären, wobei Empathie – und mittlerweile sogar spezielle Computersoftware – sicherlich hilfreich ist, um herauszufinden, was andere Menschen denken. (Ebenfalls eignen sich hierzu erlernbare Methoden wie das Neurolinguistische Programmieren, die Psycho-Physiognomik oder das Taoistische Gesichterlesen.)

Energien erspüren

Viele Hochsensible sind nicht nur für „subliminale sinnliche Wahrnehmungen“, sondern auch wie Hochsensitive für Felder verschiedener Art empfänglich. Sie nehmen die Interaktion ihres Körperenergiefelds mit anderen Feldstrukturen wahr und können sogar die negative Energie in einem Raum spüren, wenn sie diesen Raum nach dem Ende einer spannungsgeladenen Konversation betreten. In Räumen, in denen sich regelmäßig Menschen aufhalten bzw. aufhielten und eine Vielzahl von negativen Gefühlen und Gedanken produzier(t)en, werden diese als egregoriale Strukturen vermutlich sowohl innerhalb als auch außerhalb der vier Dimensionen der Raum-Zeit gespeichert (siehe Abb. auf Seite 6). Mittlerweile wird kein Wissenschaftler mehr ernsthaft leugnen, dass Gedanken eine Energieform darstellen; Gedanken können nämlich selbst außerhalb des Kopfes mittels MEG (= Magnetenzephalographie) und fMRT (= Funktionelle Magnetresonanztomographie) gemessen werden.
Laut der von Calligaris und dem Physiker Ettore Majorana entwickelten Alles-ist-eins-Theorie 2 erfolgt diese energetische Speicherung mehrheitlich außerhalb des Raum-Zeit-Kontinuums, etwa in den drei von ihnen beschriebenen Ätherdimensionen, die feinstofflicher Art sind: Energiefelder können nach ihren Erkenntnissen unmittelbar mit grobstofflicher Materie wechselwirken; (In-)Formationsfelder nur über die „Zwischeninstanzen“ der Energie und/oder der Feinstofflichkeit. (In diesem Zusammenhang liefern die Erkenntnisse des Chemie-Nobelpreisträgers und Philosophen Friedrich Wilhelm Ostwald hinsichtlich des Begriffs der Energetik wertvolle Hinweise.)
Negative Energien bzw. deren Informationsstruktur werden als Felder ortsgebunden – etwa in Häusern und zerbombten Städten oder auf Schlachtfeldern – abgespeichert und wechselwirken mit morphischen Feldern. Negative Informations- und Energiefelder können von Hochsensiblen wahrgenommen werden; selbstverständlich gilt dies auch für Felder positiver Wirkung. Die Begriffe „positiv“ und „negativ“ stehen dabei nicht isoliert, sondern sind immer im Zusammenhang mit dem elektromagnetischen Körperfeld des Menschen zu betrachten, auf den diese Felder wirken. Wirken sie sich in positiver Weise auf sein Wohlbefinden und seine Gesundheit aus, werden sie als positiv bezeichnet, besitzen sie eine gegenteilige Wirkung, als negativ. Spätestens wenn geeignete Geräte zur Verfügung stehen, die solche gespeicherten Energien qualitativ und/oder quantitativ zu messen in der Lage sind, wird man den wissenschaftlichen Beweis erbringen können, dass die diesbezüglichen Wahrnehmungen hochsensibler Menschen keine Sinnestäuschungen sind. Mehr und mehr Hochsensible, die solche Energien spüren, berichten darüber; manche von ihnen, die deswegen verspottet oder drangsaliert werden, werden dann in vollem Maße rehabilitiert sein.

Keine Einbildung, sondern Hochbegabung

Aus all diesen Erkenntnissen resultierend sollte die Hochsensibilität in das weite Feld der Hochbegabungen eingeordnet werden, da es sich hierbei um eine sensorische Form der Hochbegabung handelt. Während sich Hochsensible durch eine besonders umfangreiche wie tiefgehende Qualität des Fühlens auszeichnen, glänzen mental Hochbegabte durch schnelles Denken in komplexen Zusammenhängen. In den vergangenen Jahrzehnten stieg nach Ansicht von anthroposophischen Pädagogen und Ärzten der Anteil der hochbegabten Menschen unter den Geburten eines Jahrgangs kontinuierlich an. (An dieser Stelle sei allen Interessierten das Buch „Sternkinder“ des Chemikers und Meditationslehrers Georg Kühlewind empfohlen.)
Der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther behauptet sogar, nahezu jeder Mensch sei hochbegabt, zumindest bis zum Zeitpunkt seiner Einschulung. Wenn dies zutrifft, welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Schule und Unterricht? Wie kann es gelingen, die individuellen Begabungen der Schüler (wesentlich intensiver) zu fördern, als dies bislang geschieht bzw. innerhalb der existierenden Schulformen überhaupt möglich ist? Da allein zwischen 15 und 20 Prozent aller Menschen in verschiedenen Abstufungen als hochsensibel bezeichnet werden können, sollten vor einer umfassenden Aufklärung über die verschiedenen Ausprägungen der Hochbegabung im Unterricht sämtliche Lehrer entsprechend fortgebildet werden, um ihre Schüler kompetent informieren zu können, wobei erstere eventuell erkennen werden, dass sie selbst zu den Hochsensiblen gehören.
Resümierend lässt sich feststellen: Hochsensibel ist fast jeder fünfte Mensch, latent hochsensitiv sogar jeder Mensch; der großen Mehrheit der jeweils Betroffenen ist dies allerdings nicht bewusst. Genauso wenig bekannt ist, dass zwischen der Hochsensibilität und der Hochsensitivität Verbindungen bestehen. Das mit diesen beiden Begriffen verbundene Potenzial auszuschöpfen, das heißt entsprechende Fähigkeiten zu Fertigkeiten zu entwickeln, ist genauso erlernbar wie zum Beispiel der aufrechte Gang. Zu diesem Zweck wurde das Bildungskonzept GWL, das auf dem Urwissen der Menschheit basiert, in Form von Seminar-Trainings entwickelt; Prof. Calligaris und Prof. Majorana hätten sicherlich ihre helle Freude an diesem Konzept gehabt.

Fußnoten

1 Siehe hierzu den Artikel „Calligaris – ein vergessenes Genie“ von Frank Bender in raum&zeit-Ausgabe 210: https://bit.ly/2sP3x9x
2 Siehe hierzu den Artikel „Ettore Majorana – ein Newton des 20. Jahrhunderts“ von Frank Bender in raum&zeit-Ausgabe 213: https://bit.ly/2JtDPlr

Der Autor

Frank Bender ist Diplom-Pädagoge, Lehrer und Autor des Buchs „Calligaris – das Jahrtausendgenie“. Er arbeitet momentan an einem Buch über die Alles-ist-eins-Theorie von Giuseppe Calligaris und Ettore Majorana. Bereits in seiner Kindheit hatte er durch seinen Hauptmentor Prof. Hans Bender Kontakt zu vielen Wissenschaftlern, die sich mit paranormalen Phänomenen beschäftig(t)en und konnte dadurch sein Weltbild mittels Primär- und Sekundär-Erfahrungen sukzessive erweitern. Aus diesem Grund ist ihm die Verbreitung alten Wissens und neuer Erkenntnisse ein Herzensanliegen. Für ihn wurden in diesem Zusammenhang drei Ps besonders wichtig: Psychologie, Physik und Philosophie.

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