Die Gefährdung der Menschenwürde durch den Menschen

Oder die tödliche Bedrohung des Menschseins durch die Biotechnologie

Von Eberhard Hille, Benediktbeuren – raum&zeit Ausgabe 100/1999

In einer Zeit, in der alles zur Disposition gestellt wird, was bisher als sittlich galt, in der gnadenlose „Effizienz“ der Maßstab aller Dinge ist und Profit allein zur Maxime des Handelns wird, in dieser Zeit ist es notwendig, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie sich der Begriff Menschenwürde in der Geschichte der Menschheit entwickelte, was er damals bedeutete und was heute. Eberhard Hille, der bis 1995 in der Kollegstufe am Gymnasium Geretsried Ethik unterrichtete, hat das für uns getan. Es ist höchst interessant, zu sehen, welch hohen Stellenwert Menschenwürde und Menschenrecht in der Antike und der Neuzeit besaßen und wie die Menschenwürde als sittliche Norm in unserer Zeit verkommen ist und jetzt sogar durch die sogenannte Bioethik zur Disposition gestellt wird. Damit allerdings entfremdet sich der Mensch von sich selbst und wird zur Beliebigkeit, zum austauschbaren Objekt. Eine unglaublich menschen- und lebensfeindliche Naturwissenschaft, deren übelster Auswuchs die sogenannte Gentechnik ist, bewirkt die beginnende „Entmenschung“ des Menschen (siehe dazu auch „22 Thesen zur herschenden Naturwissenschaft“ in dieser Ausgabe).

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