Die Technokratische Diktatur

Die Zwiespältigkeit des technischen Fortschritts

Was bedeutet „genialer technischer Fortschritt“ für Mensch und Natur wirklich?
Ein Film von Victoria Knobloch
Wie weit die Instrumentalisierung von Mensch und Natur bereits fortgeschritten ist, wird seit einiger Zeit immer deutlicher sichtbar. Es ist keine „Zukunftsmusik“ mehr, die in weiter Ferne liegt.
Im Film „Die technokratische Diktatur“ kommen vier Persönlichkeiten zu Wort, um über die technischen Entwicklungen, die auf die gesamte Menschheit gleichermaßen wie auf Tier- und Naturreich immense Auswirkungen haben, aufzuklären. Für viele sind sie mittlerweile unübersehbar geworden und werden kritisch beobachtet. Von vielen anderen jedoch werden sie immer noch ignoriert oder aus Unachtsamkeit als „unbedenklich“ eingestuft. 

Ein kurzer Auszug aus dem Film als Einleitung:
Prof. Dr. Claudia von Werlhof, Ökonomin, Soziologin und Politikwissenschaftlerin:
„In unserem Falle ist es so, dass wir eigentlich gewöhnt sind zu glauben, dass wir ein völlig vernünftiges und rationales Verhältnis zur Welt haben und zur Natur. Das ist die Grundlage für jedes technische Eingreifen der Wissenschaft. Also muss erstmal definiert werden, was ist eigentlich Natur und was wollen wir damit machen? Es sieht alles sehr vernünftig und normal aus. Es gibt den Fortschritt und eine Naturbeherrschung, es geht uns gut und wir haben den Wohlstand geschaffen und die beste aller Zivilisationen hervorgebracht. Das ist so der Hintergrund dessen, was so generell geglaubt wird. Damit hapert’s aber, weil wir plötzlich wissen und sehen, diese Welt und diese Natur reagiert auf irgendetwas. Macht Katastrophen auf einmal, nichts klappt mehr, die Tiere sterben aus, Pflanzen sterben aus – das ist ja gar nicht mehr erklärbar. Also vor diesem rationalen und vernünftigen Hintergrund dürfte es gar nicht passieren…“

Roland Ropers, Kultur- und Sprachphilosoph:
„Der Fortschritt, den wir jetzt erleben, ist in meinen Augen überhaupt kein Fortschritt, vor allem kein menschlicher Fortschritt. Wir sind im 21. Jahrhundert angekommen und hätten erwarten dürfen, dass der Erkenntnisprozess für die Menschheit insgesamt größer geworden ist, aber er ist kleiner geworden. Wir haben eine Supermacht von Technokraten, die uns manipulieren, dabei ist der Mensch auf der Strecke geblieben…“

Jochen Kirchhoff, Philosoph und Autor:
„Der Grundansatz der neuzeitlichen Naturwissenschaft ist ein mechanischer, ist ein Ansatz, der das Bewusstsein und die lebendige Wirklichkeit ausklammert und das auch zum Programm erhebt. Das muss man ganz eindeutig sagen. Das machen sich viele nicht wirklich klar. Es ist eine Weltsicht, die vom Toten ausgeht und das Lebendige nie erreichen kann. Und so sind dann auch die Kosmologie, die herrschende Physik und auch die Technik letztendlich vom Toten bestimmt. Wenn man das vollkommen, absolut, setzt, ruiniert das alles. Alles was uns Menschen auszeichnet, unsere ganze Psyche, wird letztendlich platt gemacht, es wird eingeebnet, es wird ein-dimensional betrachtet oder es wird sozusagen als etwas Irrelevantes bezeichnet. Gefühle, Sehnsüchte, Ängste und aber auch Erkenntnisse im höheren Sinne, auch das Spirituelle und so weiter, alles das wird eliminiert oder zur bloßen Glaubenssache erklärt.“

Gunnar Kaiser, Schriftsteller und Philosoph:
„…da fällt dann aber natürlich das ganze Reich des Luminösen oder das Reich der menschlichen Freiheit weg, denn der Mensch als reine Materie und sozusagen „Maschine“ ist kein freier Mensch mehr. Er hat keinen freien Willen, denn alles von ihm ist eingebettet in diese deterministischen Naturzusammenhänge, die anzunehmen für die Naturwissenschaft sehr wichtig ist, um Voraussagen treffen zu können, aber die uns natürlich auch jegliche Menschenwürde rauben. Wenn wir keine menschliche Freiheit mehr haben, dann ist eben die Frage – wo sind denn da die einzelnen Menschen in diesen Zusammenhängen, die jetzt alle so schön „verwaltet“ werden können? Zum anderen ist dann noch die Frage nach der Beherrschung der Natur, die sehr stark damit verknüpft ist, dass wir zum einen den Menschen verwalten, aber auch die Natur ihm untertan machen können oder uns untertan machen können, indem wir sie verwalten. Das ist vielleicht etwas, was uns noch am weitesten oder am nächsten ist, weil wir das eher verstehen in unserem westlichen Gedankengut mit der Renaissance und der Aufklärung, dass die Natur eigentlich nach mechanistischen Gesetzmäßigkeiten funktioniert und sie auch mit dieser Methode zu unterwerfen ist. Aber wenn wir den Menschen da ausklammern, wie viel von der Natur haben wir da ausgeklammert, was vielleicht schon der Anfang vom Untergang war, weil wir die Natur schon angefangen haben rein mechanistisch zu sehen ohne eine eigene Seele, die Naturseele als etwas, was selber schafft, eine eigene Gesetzmäßigkeit hat, die man eben nicht der Wissenschaft unterwerfen kann, die man nicht nur analysieren kann oder die in der Analyse nicht ganz aufgeht?“

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