Die Rettung der Ackerwildblumen

Wie eine Privatinitiative der Verödung entgegenwirkt

Von Dr. Claudia Hannemann, Wien – raum&zeit Ausgabe 96/1998

Wie man der Natur helfen und sich selbst große Freude und tiefe Zufriedenheit bescheren kann, zeigt das Beispiel einer Privatinitiative im Südosten der Steiermark. Ein Textilkaufmann vermißte plötzlich die Blumen seiner Kindheit, zuckte aber nicht wie die meisten von uns nur einfach mit den Schultern „da kann man halt nichts machen“, sondern überlegte, warum die Blumen seiner Kindheit verschwunden waren. Damit begann eine nachahmenswerte Initiative. Jeder, der die Entwicklung der Globalisierung, der Chemischen Industrie und ihrer Gentechnik und die daraus resultierende Entwicklung in der Landwirtschaft aufmerksam verfolgt, der weiß, daß die Männer und Frauen dieser Privatinitiative keine Traumtänzer, sondern die eigentlichen Realistinnen und Realisten sind. Sie haben nämlich im Gegensatz zu den Traumtänzern der Chemischen Industrie und der Gentechnik begriffen, daß die Natur kein unerschöpfliches Tischlein deck’ dich ist, wie im Märchen, bei dem man sich immer neu und ohne Rücksicht auf Verluste bedienen kann. Sie haben begriffen, daß die (noch) vorhandene Regenerationskraft der Natur inzwischen menschlicher Hilfe bedarf. Wir brauchen ganz viele solcher Intiativen auf möglichst vielen Gebieten: Dann haben die Kräfte, die hinter der Globalisierung und der Genindustrie stecken, keine Chance. Die Wiener Korrespondentin von raum&zeit, Dr. Claudia Hannemann, hat die Initiative in der Steiermark im Sommer besucht.

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