Manipulation durch Duftstoffe

Was unsere Nase verlernt hat und wie wir sie wieder trainieren können

Von Dr. Claudia Hannemann, Wien – raum&zeit Ausgabe 99/1999

Duftstoffe und Duftmarken haben eine existentielle Bedeutung bei Mensch, Tier und Pflanze. Beim Menschen wirken Duftstoffe unmittelbar über das sogenannte Limbische System auf das Emotions-Zentrum im Hirn, aktivieren Hormone und sind deshalb in der Lage, menschliche Verhaltensweisen zu beeinflussen. Längst hat das die Industrie erkannt und versucht über „Duftmarketing“ Kaufentscheidungen zu beeinflussen. In sogenannten Riech- und Schmecklabors wird bei Hausfrauen getestet, welche Duftmarken gesetzt werden müssen, damit die Ware gekauft wird. Bei den Waren handelt es sich auch schon mal um „Gen-Food“ und „Food Design“, bei dem man bei der Auswahl der Grundstoffe nicht gerade pingelig ist, was die Gesundheit anbetrifft. Hauptsache, es riecht und schmeckt gut. Da aber auch die Duftstoffe alles andere als natürlich, sondern chemisch manipuliert sind, werden wir von der Industrie buchstäblich an der Nase herumgeführt, ohne dass wir es merken. Die Autorin Dr. Claudia Hannemann hat sich vorgenommen, dagegen etwas zu tun. Wir können nämlich lernen, unsere Nase wieder so zu trainieren, dass wir natürlich und chemisch, vor allem aber verträglich und unverträglich unterscheiden lernen.

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