Archäologie: Die chinesischen Ton-Soldaten

Eine ungewöhnliche These zur mystischen Bedeutung der weltberühmten Terrakotta-Soldaten

Von Nikola Radosevic, Belgrad – raum&zeit Ausgabe 88/1997

„China“, so sagt unser Südosteuropa-Korrespondent Nikola Radosévic, „ist die Zukunft. Nicht Amerika, nicht Europa, nein, China ist die Zukunft“. Er sagt das nicht einfach so. Er ist Präsident eines Jugoslawisch-Chinesischen Wirtschaftsverbandes und er ist Mitglied des Konsortiums Euro-China. Deshalb hat er China mehrfach bereist. Seit Deng Xiao Ping die Meinung vertrat „es ist nicht wichtig, welche Farbe die Katze hat, wichtig ist, daß sie Mäuse fängt“ und damit China dem Kapital öffnete, muß man sich China als einen wachsenden Wirtschaftsmacht-Giganten vorstellen, in dem die blauen und grauen Ameisen Mao Tse Tungs nicht mehr vorkommen. Nikola Radosévic, der im Hauptberuf Fotograf ist, hatte auch Gelegenheit, die weltberühmte Ausgrabungsstätte der Terrakotta-Krieger aus der Qin-Dynastie (259 - 210 vor Christus) zu besuchen und zu fotografieren (was nicht jedem gestattet ist). Diese Figuren machten auf ihn einen so großen Eindruck, daß er hier die These von „Heiligen Kriegern“ vertritt, die nicht zufällig jetzt in Erscheinung treten. Eine Ansicht, die übrigens auch in China vertreten wird, wenn auch nicht von offizieller Seite.

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