Flugverkehr und Klima

Von Renate Meier, Onex, Genf – raum&zeit Ausgabe 63/1993

Seit 1950 hat der Flugverkehr weltweit eine unerhörte Entwicklung durchgemacht. Von der Luftverschmutzung sprach man wenig. Vom Einfluß der Kondensstreifen auf das Wetter noch weniger. Erst jetzt beginnt man, sich der Klimagefahren des Flugverkehrs bewußt zu werden. Um dieses Thema ins Gespräch zu bringen, organisierte das "Drei-Länder-Forum Umwelt" im November 1992 einen Kongreß in Basel. Hier wurde versucht, in Kürze den gegenwärtigen Stand des Wissens darzulegen. Unter anderem behandelte man die Fragen: Wie entstehen Kondensstreifen? Was bewirken sie? Es wurden verschiedene wissenschaftliche Erklärungen angeboten, die jedoch kein einheitliches Bild ergaben. Einig war man sich nur in einem Punkt: Die Ausstöße der Flugzeuge tragen zum Treibhauseffekt und somit zur globalen Erwärmung bei. Es fällt auf, daß die Wissenschaft zu dieser verbindlichen Aussage kommt, ohne eine Reihe wichtiger Fragen geklärt zu haben. Behalten die Gelehrten mit ihren Modellversuchen das letzte Wort? Ein Schweizer Laienbeobachter stellte eigene Nachforschungen an.

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