Fumarsäure gegen Multiple Sklerose

Oxidativen Stress ausbremsen

Multiple Sklerose (MS) ist eine der am weitesten verbreiteten neuronalen Erkrankungen junger Erwachsener. Bei diesem Krankheitsbild zerstören entzündliche Prozesse die Membranen (Myelinscheiden) um die Nervenzellfortsätze im Gehirn und Rückenmark. Dadurch kann es zu fast allen möglichen neurologischen Symptomen kommen.

In neuerer Zeit deuten immer mehr Studien und Analysen darauf hin, dass eine Hauptursache von MS oxidativer Stress ist. Wissenschaftler erforschen daher die Möglichkeiten antioxidativer Therapien. Verschiedene Untersuchungen zeigten mittlerweile, dass Fumarsäuresalze, die seit langem gegen Schuppenflechte eingesetzt werden, auch bei MS sehr gut wirken. Fumarsäure entgiftet demnach oxidative Radikale und schützt die Nervenzellen vor Beschädigung. Die chemisch sehr aktive Substanz ist eine unge- sättigte Dicarbonsäure, die in der Pflanzenfamilie der Fumariaceae vorkommt. Die bekannteste Vertreterin dieser Familie ist der Erdrauch (Fumaria officinalis), der früher als Heilpflanze verehrt wurde. Im Moment erwartet die Fachwelt gespannt die Auswertung einer gerade beendeten großen internationalen Studie mit 1200 MS-Patienten, die im Sommer 2011 erfolgen soll. (Vgl. dazu auch den Grundsatzartikel zu oxidativem und nitrosativem Stress „Die wahren Ursachen chronischer Krankheiten. Wie Stress, falsche Ernährung und Umweltgifte die Zellen zerstören“, raum&zeit Nr. 160 sowie „Schuppenflechte. Hilfe durch Fumarsäure“, raum&zeit Nr. 160)

Quelle: www.journalmed.de

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