Neue Erkenntnisse zu Elektrosmog und Zirbeldrüse

Von Franjo Grotenhermen, Berlin – raum&zeit Ausgabe 81/1996

Das von der Zirbeldrüse (=Epiphyse, Pinealorgan) produzierte Neurohormon Melatonin spielt möglicherweise eine Schlüsselrolle bei den durch niederfrequente elektromagnetische Felder ausgelösten biologischen Wirkungen. In mehreren Studien wurde bei verschiedenen Tierarten eine Hemmung des physiologisch starken Anstiegs der Melatoninkonzentration während der Nacht durch exogene EMF ermittelt. Jüngere Forschungsergebnisse weisen dem Hormon eine größere Bedeutung für menschliche Gesundheit und Wohlbefinden zu als bisher angenommen. In den USA findet ein dort frei verkäufliches Melatoninpräparat, dem vielfältige Wirkungen nachgesagt werden, reißenden Absatz. Fernsehsendungen (SAT 1, ARD) griffen Ende 1995 die Diskussion um das neue „Wundermittel“ auf.

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