Viagra in der Tütensuppe? (II) – Functional Food: Nahrungs-, Lebens- oder Arzneimittel?

Die unwägbaren Risiken einer neuen Food-Generation

Von Richard Fuchs, Düsseldorf – raum&zeit Ausgabe 104/2000

Das Bedürfnis der Menschen, möglichst gesund zu leben, hat die Marketingstrategen der Pharma-Industrie zu ungeahnten kreativen Höhenflügen animiert. Gemeinsam mit den von ihnen bezahlten Wissenschaftlern erfanden sie die "Funktionelle-Nahrung" (Functional Food). Von dieser Nahrung behaupten sie in ihrer Milliarden schweren Werbung, sie sei nicht nur gesund, sondern sie mache gesund! So stärke beispielsweise ein bestimmtes Bakterium das "Immunsystem". Verschwiegen wird dabei, dass dieses Bakterium, verabreicht in Joghurt-Drinks, gentechnisch scharf gemacht wurde, das heißt bei dauerndem Verzehr die Darmflora dominiert und andere, lebenswichtige Bakterien unterdrückt. Das ist dann nur noch gesund für den Konzern, weniger für den Verbraucher. In seinem gründlich recherchierten Bericht (Teil 1 erschien in raum&zeit Nr. 103) über die zum Teil abenteuerlichen Behauptungen der Pharma- und Nahrungsmittel-Industrie versucht Richard Fuchs die Dimension anzudeuten, in der sich der Angriff auf unsere Gesundheit bewegt.

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