Naturheilkunde und Schulmedizin: scheibchenweise ganzheitlich

Ganzheitliches Denken und Handeln in der westlichen Medizin unter dem Einfluss reduktionistisch vorgeprägter Heil- und Menschenbilder

Von Britta Baatz, Bremen – raum&zeit Ausgabe 109/2001

Sind Naturheilverfahren nur eine Ergänzung zur eigentlichen Schulmedizin? Reduziert sich die Naturheilkunde auf altbewährte Hausmittel, die bei ernsten Krankheiten wie Fieber oder Grippe bereits an das Ende ihrer Weisheit gelangt und auf Antibiotika oder Impfungen zurückgreifen muss? Kann eine ganzheitliche Behandlung nur scheibchenweise erfolgen? Britta Baatz zeigt in ihrem Artikel die häufigen Blockaden der ganzheitlichen Medizin auf. Doch sie deckt nicht nur die Fehler in ganzheitlich orientierten Arztpraxen auf, sie beleuchtet auch die Wurzeln des Problems, die bereits im Studium zu finden sind und sich durch die gesamte ärztliche Ausbildung ziehen. Am Ende steht ein fachlich ausgebildeter Arzt, der sich nicht traut, das Gelernte zu hinterfragen. Hier soll es nicht um eine Kritik ganzheitlich orientierter Ärzte gehen, sondern hier werden Schwachpunkte aufgedeckt, die tief im Welt-, Heil- und Menschenbild auch der Ärzte verwurzelt sind, die sich redlich bemühen, ganzheitlich zu heilen. Britta Baatz möchte in diesem Artikel vor allem den ganzheitlich orientierten Ärzten Mut zusprechen, bei der Korrektur ihres Weltbildes nicht nachzulassen.

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